Helme, Protektoren und Schoner

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Helme, Protektoren & Schoner bei Manor

Vor zehn Jahren lag der Velohelm auf dem Schulweg oft im Rucksack statt auf dem Kopf – heute ist er so selbstverständlich wie die Trinkflasche daneben. Wer heute Sport treibt oder Kinder ausrüstet, braucht verlässliche Helme, Protektoren und Schoner, die wirklich passen und nicht nur im Schrank liegen. Auf der Skipiste, im Radsport oder beim Skate- und Rollsport entscheidet die richtige Ausrüstung darüber, ob ein Sturz glimpflich ausgeht oder nicht.

Welcher Schutz für welchen Sport – die wichtigsten Typen im Überblick

Helme

Helme unterscheiden sich vor allem durch ihre Konstruktionsweise. In-Mold-Helme bestehen aus einer Aussenschale und einem EPS-Kern, die thermisch miteinander verschweisst sind – sie sind leicht und dominieren im Velo- und Skibereich. Hardshell-Helme besitzen dagegen eine separate ABS-Aussenschale und verkraften mehrere leichtere Stösse, ohne dass die Schutzwirkung sofort nachlässt – typisch für Skateboard und Klettern. Je nach Sportart kommen unterschiedliche Modelle zum Einsatz: Skihelme, Velohelme, Skatehelme oder Kletterhelme, jeweils mit eigener Norm und Bauweise. Wer im Wintersport unterwegs ist, findet passende Modelle ebenso wie Kletterbegeisterte im Bereich Klettern.

Protektoren

Protektoren arbeiten häufig mit viskoelastischem Schaum, der bei langsamer Bewegung flexibel bleibt und sich bei einem plötzlichen Aufprall innerhalb von Millisekunden verhärtet – im Gegensatz zu klassischem Hartschalenplastik, das zwar steif schützt, aber die Bewegungsfreiheit einschränkt. Rückenprotektoren, Schulter- und Ellbogenprotektoren sowie Hüftprotektoren kommen je nach Sportart bei Ski, Snowboard, Mountainbike oder Motorrad zum Einsatz und schützen genau dort, wo bei einem Sturz die grösste Belastung entsteht.

Schoner

Schoner für Knie, Ellbogen und Handgelenk schützen in erster Linie gegen Abrieb und Prellungen bei Bodenkontakt. Konstruktiv sind sie einfacher aufgebaut als Protektoren – meist eine Hartplastik-Kappe über Polsterschaum – und für Sportarten mit häufigem Sturz auf hartem Untergrund gedacht, etwa Inline-Skating, Skateboarden oder Rollschuhfahren. Einen zertifizierten Aufprallschutz im Sinne einer EN-Norm bieten sie in der Regel nicht, dafür reduzieren sie zuverlässig Schürfwunden. Ein passendes Sortiment an Schoner findet sich auch speziell für Kniegelenke im Bereich Knieschoner.

Darauf kommt es beim Kauf an – Schutzausrüstung richtig auswählen

Passform und Grössenbestimmung

Der Kopfumfang wird mit einem Massband gemessen, das etwa einen Zentimeter über den Augenbrauen und über die breiteste Stelle des Hinterkopfs geführt wird. Grössentabellen der Hersteller variieren teils deutlich – ein Kopfumfang von 56 cm kann je nach Marke Grösse S oder M bedeuten.

Bei Schonern und Protektoren gilt: Gelenk leicht beugen, dann den Umfang messen. Sie dürfen nicht einschneiden, aber auch nicht verrutschen. Wichtig gerade bei Kindern: Schutzausrüstung auf Vorrat zu kaufen ist keine gute Idee, denn ein zu grosser Helm schützt im Ernstfall nicht ausreichend. Unserer Erfahrung nach lohnt sich bei Kindern die Anprobe vor Ort mehr als bei jeder anderen Produktgruppe im Sport-Sortiment, weil zwei Grössenangaben verschiedener Marken selten deckungsgleich sind.

Sicherheitsnormen und Zertifizierung

Normen sind kein Marketing-Label, sondern ein geprüftes Schutzversprechen. Velo- und Skatehelme müssen der Norm EN 1078 entsprechen, Skihelme der Norm EN 1077 – Klasse A steht für Vollschutz, Klasse B für geringeren Schutz bei besserer Belüftung. Gelenk-Protektoren werden nach EN 1621-1 geprüft, Rückenprotektoren nach EN 1621-2: Level 1 erlaubt eine Restdurchschlagskraft von maximal 18 kN, Level 2 begrenzt sie auf maximal 9 kN – also doppelt so hoher Schutz.

Für ambitionierte Wintersportler und Mountainbiker empfiehlt sich klar Level 2. Ergänzend lohnt sich bei Velohelmen ab etwa CHF 80 bis 100 ein Blick auf die MIPS-Technologie, die zusätzlich gegen Rotationskräfte schützt – sie ersetzt die Grundnorm nicht, ergänzt sie aber sinnvoll. Wir bei Manor raten bei dieser Preisklasse dazu, die Norm-Angabe auf dem Etikett zu prüfen, bevor die Zusatztechnologie den Ausschlag gibt.

Belüftung und Tragekomfort

Anzahl und Anordnung der Belüftungsöffnungen entscheiden, ob ein Helm auch bei intensiver Bewegung angenehm bleibt. Skihelme verfügen oft über regulierbare Ventilation, die sich im Lift schliessen und bei der Abfahrt öffnen lässt. Protektoren aus atmungsaktivem Mesh-Gewebe trocknen schneller, während Neopren-Varianten wärmer halten.

  • Gewicht: Ein Skihelm zwischen 350 g und 500 g ist für den Tageseinsatz komfortabel – alles über 550 g ermüdet die Nackenmuskulatur bei Kindern spürbar nach zwei bis drei Stunden.
  • Verstellsystem: Drehrad-Verstellsysteme erlauben stufenlose Anpassung auch mit Handschuhen, Klipp-Systeme sind günstiger, bei Kälte aber schwieriger zu bedienen.
  • Visier und Brille: Skihelme mit integriertem Visier sparen die separate Skibrille, Velohelme mit abnehmbarem Visier schützen vor Sonne und Regen.
  • Alter und Austauschintervall: Helme aus EPS und Polycarbonat altern durch UV-Strahlung und Schweiss. Als Richtwert gilt: spätestens nach fünf Jahren ersetzen, auch ohne sichtbaren Schaden, und nach jedem harten Aufprall ohnehin – im Zweifel liefert das Herstelleretikett die genaue Vorgabe, und unsere Fachberater in der Filiale helfen bei der Einschätzung gerne weiter.

Marken für Schutzausrüstung bei Manor

Performance und Wintersport

Für den Wintersport bietet Manor ein bewährtes Sortiment an Skihelmen und Skibrillen. Im Einstiegs- und Mittelsegment positioniert sich die Marke WEDZE mit solider Grundausstattung für den regelmässigen Pistentag, während sich preisintensivere Modelle mit MIPS-Technologie eher im Premiumsegment ab etwa CHF 100 finden. Wir bei Manor sehen genau in dieser Spanne die grösste Kaufentscheidung: Wer nur wenige Tage im Jahr auf der Piste steht, ist mit der Grundausstattung meist gut bedient, während häufige Fahrer von der zusätzlichen Rotationsschutz-Technologie profitieren.

Velo, Skate und Alltagssport

Im Bereich Radsport überzeugen Marken wie BTWIN für den Alltag, ROCKRIDER für Mountainbike-Einsätze und VAN RYSEL für sportlich ambitioniertes Fahren. Für Skateboard, Inline-Skating und Rollsport bietet der Bereich Helme und Schutz Skate & Rollsport passende Kombinationen aus Helm und Schonerset, ergänzt durch Marken wie YEAZ mit modernem Design und solider Basisausstattung.

Klettern und Einsteiger

Wer im Klettersport unterwegs ist, findet mit SIMOND eine spezialisierte Marke für Kletterhelme und Sicherungsausrüstung. Für preisbewusste Einsteiger in verschiedenen Sportarten bietet zudem Manor Sport eine solide Grundausstattung mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Manor bietet ein sorgfältig zusammengestelltes Sortiment geprüfter Marken mit persönlicher Beratung in der Filiale – gerade bei Helmen ist die Anprobe vor Ort der sicherste Weg zur richtigen Grösse.

Schutzausrüstung für Kinder – worauf Eltern besonders achten sollten

Kinder brauchen eine altersgerechte Passform, nicht einfach die kleinste Erwachsenengrösse. Kinderhelme haben flachere Hinterkopfformen, weichere Polster und leichtere Schalen. Schoner für Kinder müssen auch bei viel Bewegung sitzen bleiben – Klettverschlüsse mit doppelter Sicherung aus Klett und Schlaufe verhindern das Verrutschen.

Eltern sollten Kinder beim Kauf aktiv einbeziehen: Ein Kind, das seinen Helm „cool" findet, trägt ihn freiwillig.

Farbwahl und Designmotive sind deshalb kein Nice-to-have, sondern ein echter Sicherheitsfaktor, denn ein getragener Helm schützt, ein vergessener nicht. Als grober Richtwert gilt: ein Kopfumfang von etwa 46 bis 48 cm entspricht ungefähr einem Alter von 1 bis 3 Jahren, 49 bis 53 cm etwa 3 bis 7 Jahren und 52 bis 56 cm etwa 7 bis 12 Jahren – dabei immer nachmessen, nie nach Alter schätzen.

Ehrlicher Hinweis zur Schutzausrüstung

Kein Helm und kein Protektor kann Verletzungen vollständig verhindern – Schutzausrüstung reduziert die Schwere eines Aufpralls, macht aber riskantes Verhalten nicht sicher. Ein Helm, der nach einem Sturz äusserlich intakt wirkt, kann im Kern gebrochen sein: Die Styropor-Struktur absorbiert Energie durch Verformung, und diese Verformung ist oft unsichtbar.

Deshalb gilt: Nach jedem harten Aufprall ersetzen, nicht weiterfahren.

Protektoren mit CE-Zertifizierung bieten geprüften Schutz – Produkte ohne Normangabe auf der Verpackung bieten keine verlässliche Schutzaussage. Für individuelle Beratung, besonders bei Kindern, bei orthopädischen Besonderheiten oder bei Unsicherheit zur richtigen Grösse oder zum passenden Austauschzeitpunkt, stehen Ihnen unsere Fachberater in den Manor-Filialen persönlich zur Verfügung.

Häufige Fragen zu Helmen, Protektoren und Schonern

Wie finde ich die richtige Helmgrösse?

Massband waagerecht um den Kopf legen, etwa einen Zentimeter über den Augenbrauen und über die breiteste Stelle am Hinterkopf. Den Wert mit der Grössentabelle des jeweiligen Herstellers abgleichen, nicht auf S/M/L verlassen, da diese je nach Marke um 2 bis 3 cm variieren. Helm aufsetzen, Verschluss offen lassen und Kopf nach vorne neigen: Fällt der Helm, ist er zu gross. Bei Zwischengrössen die kleinere Grösse wählen, da sich die Polster in den ersten Tragestunden etwas setzen.

Wann muss ich einen Helm oder Protektor ersetzen?

Sofort nach jedem Sturz mit Kopfkontakt, auch wenn keine Risse sichtbar sind, da sich der EPS-Schaum intern verformt und seine Dämpfungsfähigkeit irreversibel verliert. Ohne Sturzereignis den Helm spätestens nach 5 Jahren ersetzen, da UV-Strahlung und Schweiss das Material spröde machen. Protektoren mit viskoelastischem Schaum halten bei normaler Nutzung etwa 3 bis 5 Jahre, wobei nachlassende Flexibilität im Schaum meist das erste Anzeichen für reduzierte Schutzwirkung ist. Schoner mit gerissenem oder gebrochenem Hartplastik sofort austauschen.

Brauche ich Protektoren zusätzlich zum Helm?

Der Helm schützt den Kopf, doch bei Sportarten mit hoher Sturzgeschwindigkeit oder unebenem Untergrund sind Rücken, Steissbein und Gelenke ebenso gefährdet. Für Kinder auf der Skipiste empfiehlt sich ein Rückenprotektor spätestens dann, wenn eigenständig auf blauen Pisten gefahren wird – bei Skirennen im Verein ist er in der Schweiz vielerorts ohnehin Pflicht. Beim Inline-Skating sind Handgelenkschoner der wichtigste Einzelschutz, weil der Abstützreflex bei einem Sturz fast immer über die Hände geht.

Wie pflege und lagere ich Schutzausrüstung richtig?

Helm-Innenpolster nach jedem Einsatz herausnehmen und separat an der Luft trocknen, nie auf der Heizung. Aussenschale mit lauwarmem Wasser und mildem Spülmittel reinigen, keine Lösungsmittel verwenden. Protektoren mit viskoelastischen Einsätzen im Schonwaschgang bei 30 °C waschen. Lagerung an einem kühlen, trockenen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung, da UV-Licht die Materialermüdung beschleunigt. Schoner nach dem Sport offen trocknen lassen, nicht feucht verstauen.

Welche Zertifizierungen sollte Schutzausrüstung tragen?

Jedes seriöse Produkt sollte eine CE-Kennzeichnung mit zugehöriger EN-Norm tragen. Wichtig sind EN 1078 für Velo- und Skatehelme, EN 1077 Klasse A oder B für Skihelme, EN 1621-1 für Gelenk-Protektoren sowie EN 1621-2 für Rückenprotektoren. Produkte ohne sichtbare Normangabe sollten gemieden werden. MIPS ist keine eigenständige Norm, sondern ein sinnvolles Zusatzsystem, das die Grundzertifizierung ergänzt, aber nicht ersetzt.