1. Home
  2. Sport
  3. Sportausrüstung
  4. Wassersport
  5. Schlauchboote, Bodyboards und Stand Up Paddle

Schlauchboote, Bodyboards & Stand Up Paddle bei Manor

Das aufgeblasene SUP-Board lehnt an der Mauer der Badi, daneben ein halb aufgepumptes Schlauchboot mit zwei Paddeln darin und ein Bodyboard, an dem noch Sand vom letzten Ausflug an den Neuenburgersee klebt. Drei Geräte, drei völlig verschiedene Erlebnisse auf dem Wasser – und genau diese Unterschiede entscheiden darüber, welches Gerät den Sommer wirklich begleitet.

Welches Wassergerät passt zu Ihrem Sommer?

Schlauchboot

Ein Schlauchboot ist das einzige der drei Geräte, auf dem eine ganze Familie samt Proviant Platz findet – typische Modelle für 2–4 Personen tragen 150 bis 350 kg Zuladung. PVC mit 0.7–0.9 mm Wandstärke ist günstig und robust genug für ruhige Seen, verstärktes Material findet sich erst im Premiumsegment. Vorteile sind das Gruppenerlebnis, viel Stauraum und Kippstabilität, dafür kosten Packvolumen, eine Aufpumpzeit von 10–15 Minuten mit der Handpumpe und Windanfälligkeit auf offenen Seen Zeit und Nerven. Typisch: Familien am Thunersee oder Flusstouren auf der Aare.

Bodyboard

Kein Aufpumpen, keine Finne, kein Paddel – das Bodyboard wird bäuchlings in der Welle gefahren und ist damit klar auf Brandung und Flusswellen wie die Reuss-Welle in Bremgarten ausgelegt. PE-Schaum sorgt für ein weiches, temperaturstabiles Fahrgefühl, PP-Schaum ist steifer und schneller, wird bei Wassertemperaturen unter 15 °C aber spröde. Vorteil: sofort einsatzbereit, leicht, günstigster Einstieg ins Sortiment. Nachteil: ohne Wellengang – wie in vielen stehenden Schweizer Seen – bleibt das Einsatzgebiet begrenzt. Ideal für Kinder, Teenager und die Ferienvorbereitung.

Stand Up Paddle (SUP)

Die stehende Fahrposition mit Stechpaddel macht das SUP zum einzigen Gerät mit echtem Ganzkörpertraining für Rumpfmuskulatur und Balance. Aufblasbare iSUP-Boards mit 10'6"–12'6" Länge, rund 15 cm Dicke und einem Betriebsdruck von 12–15 PSI machen über 90 % des Freizeitmarkts aus und passen zusammengerollt in einen Rucksack. Vorteil: vielseitigstes Gerät für Solo-Touren, zu zweit oder mit Hund, kombiniert mit Fitness und Erholung. Nachteil: eine Lernkurve von 1–3 Sessions bis zum stabilen Stehen und Windempfindlichkeit ab 3 Beaufort. Passend für Einzelpersonen, Paare und fitnessorientierte Outdoor-Fans.

Darauf kommt es beim Kauf an

Material & Verarbeitung

Bei Schlauchbooten steht PVC gegen Hypalon: PVC ist günstiger, Hypalon UV-beständiger, aber im Freizeitbereich unter CHF 500 kaum zu finden. Bodyboards nutzen PE-Kern für Wassertemperaturen ab 15 °C oder PP-Kern für wärmere Gewässer und Meerbrandung. Bei iSUPs sorgt Drop-Stitch-Technologie – tausende Fäden zwischen Ober- und Unterseite – für Steifigkeit unter Druck. Geschweisste Nähte sind haltbarer als geklebte, aber ab ca. CHF 500 aufwärts auch spürbar teurer. Wir bei Manor achten bei der Sortimentsauswahl bewusst darauf, dass in jedem Preissegment mindestens ein Modell mit geschweissten Nähten verfügbar ist – gerade für Einsteiger, die ihr erstes Board über mehrere Saisons nutzen möchten.

Grösse, Volumen & Tragfähigkeit

Bei SUP-Boards gilt für Anfänger die Faustformel: Volumen in Litern mindestens Körpergewicht in kg mal 2 – bei 80 kg also mindestens 160 Liter. Breitere Boards mit 32–34 Zoll bieten mehr Stabilität, schmalere mit 28–30 Zoll mehr Tempo. Bei Schlauchbooten lohnt sich ein Sicherheitsabzug von rund 20 % auf die Herstellerangabe zur Zuladung. Bodyboards werden nach der Formel Körpergrösse minus 2.5 cm dimensioniert – bei 175 cm also ein Board um 42 Zoll.

Transportfähigkeit & Packvolumen

Aufblasbare SUPs und Schlauchboote passen in eine Tragetasche von rund 65×40×25 cm bei 10–15 kg Gewicht. Bodyboards brauchen keinen Packsack, sind aber sperrig im Auto. Für die Fahrt mit Zug oder Bus an den Zürichsee schlägt ein iSUP im Rucksack jedes Hardboard.

  • Zubehör im Set: Komplettsets mit Board, Paddel, Pumpe, Leash und Rucksack bieten den besten Einstieg – Einzelkauf führt oft zu Problemen bei Ventiltypen.
  • Finnen-Setup (SUP): Single-Fin für den Geradeauslauf auf Seen, Tri-Fin für mehr Richtungsstabilität bei leichter Strömung.
  • Reparierbarkeit: PVC-Schlauchboote und iSUPs lassen sich mit Flicksets selbst reparieren, Bodyboard-Schaum bei tiefem Riss nicht.
  • Sicherheits-Zubehör: Eine Leash ist beim SUP auf Schweizer Seen praktisch Pflicht, für Kinder unter 12 Jahren empfiehlt sich zusätzlich eine Schwimmweste.

Wer sein Set-up vervollständigen möchte, findet passendes Zubehör in der Wassersport-Ausrüstung Übersicht, geeignete Luftpumpen Wassersport für schnelleres Aufpumpen sowie Schwimmwesten & Schwimmflügel für zusätzliche Sicherheit auf dem Wasser.

Marken für Einsteiger und Fortgeschrittene bei Manor

Einstieg & Familien-Freizeit

Schlauchboote und SUP-Einstiegssets unter CHF 300 überzeugen mit PVC-Verarbeitung für gelegentliche Nutzung, meist inklusive Paddel und Pumpe. Bodyboards für Kinder und Ferieneinsatz liegen preislich zwischen CHF 30 und 70. Marken wie Bestway und Intex decken dieses Einstiegssegment bei Manor solide ab und bewähren sich über 1–2 Saisons bei moderatem Einsatz.

Mittelklasse & regelmässige Nutzung

iSUP-Boards im Bereich CHF 400–700 punkten mit Doppelkammer-Technologie und höherer Drop-Stitch-Dichte, ebenso Schlauchboote mit verstärktem Boden und höherer Zuladung. Diese Klasse eignet sich für Nutzer, die mehrmals im Monat aufs Wasser gehen und Wert auf Steifigkeit und Packqualität legen. Aqua Marina und Zray decken dieses Segment bei Manor solide ab.

Performance & Ambition

Ab CHF 700 kommen Touring- und Allround-Boards mit leichterer, robuster Aussenhaut sowie Carbon-Paddel als Upgrade zum Einsatz – gedacht für ambitionierte Paddler, die Touren über 10 km fahren oder gezielt Performance trainieren. Fanatic, JP Australia und Spinera bieten in diesem Segment durchdachte Ausstattung für Fortgeschrittene. Unserer Erfahrung nach lohnt sich der Aufpreis in dieser Klasse vor allem für Paddler, die ihr Board mehrmals wöchentlich nutzen – für den gelegentlichen Ausflug an den See reicht die Mittelklasse meist völlig aus.

Gut zu wissen, bevor Sie aufs Wasser gehen

Aufblasbare SUPs und Schlauchboote sollten nie über den empfohlenen Maximaldruck hinaus aufgepumpt werden – bei direkter Sonneneinstrahlung dehnt sich die Luft im Inneren aus, der Druck steigt von allein um 1–3 PSI, was bei einem bereits voll aufgepumpten Board zum Nahtversagen führen kann. An heissen Tagen am Zürichsee oder Genfersee lagert man das Board deshalb besser im Schatten oder pumpt es 1–2 PSI unter Maximum auf. Bodyboards aus PP-Schaum werden bei Wassertemperaturen unter 15 °C spürbar steifer und können bei harten Aufschlägen brechen – für Schweizer Seen im Frühsommer mit oft noch 14–18 °C Wassertemperatur ist PE-Schaum die sicherere Wahl. Wer zum ersten Mal auf dem SUP steht, sollte nicht bei Bise oder Föhn aufs offene Wasser – ab 3 Beaufort wird das Zurückpaddeln gegen den Wind für Anfänger zum Kraftakt. Für individuelle Beratung zu Grössen, Marken und Zubehör stehen Ihnen unsere Fachberater in den Manor-Filialen persönlich zur Verfügung.

Häufige Fragen zu Schlauchbooten, Bodyboards & Stand Up Paddle

Welche SUP-Board-Grösse brauche ich für mein Gewicht?

Körpergewicht in kg mit Faktor 2 multiplizieren – das ergibt das Mindestvolumen in Litern für ein stabiles Anfänger-Board. Bei 75 kg braucht es also mindestens 150 Liter Boardvolumen. Wer Kind oder Hund mitnimmt, addiert deren Gewicht dazu. In der Breite reichen unter 80 kg rund 30 Zoll, ab 90 kg empfehlen sich 32–34 Zoll. Im Zweifel lieber eine Nummer grösser wählen.

Wie unterscheiden sich die Materialien bei Schlauchbooten und SUPs?

PVC bei Schlauchbooten altert unter UV-Einwirkung – nach 2–3 Sommern ohne Schutzmittel wird das Material spröde und verliert schneller Luftdruck. Hypalon wäre beständiger, ist aber selten und teurer. Bei iSUP-Boards entscheidet die Drop-Stitch-Dichte über die Langlebigkeit: günstige Boards verlieren nach 100+ Aufpumpzyklen an Spannung, Woven-Drop-Stitch-Modelle bleiben deutlich länger steif. Nach der Saison trocken und drucklos einlagern schont jedes Material.

Für welches Gerät soll ich mich entscheiden, wenn ich hauptsächlich auf Schweizer Seen unterwegs bin?

Auf stehenden Seen ohne relevanten Wellengang ist das SUP die vielseitigste Wahl – Fitness, Erholung und Erkundung in einem Gerät. Wir empfehlen Einsteigern hier gerne ein Modell von Aqua Marina, da die breite Standfläche gerade in der Lernphase mehr Sicherheit gibt. Das Bodyboard braucht Wellen, die auf den meisten Seen fehlen, und bleibt eher ein Feriengerät. Das Schlauchboot gewinnt, sobald mehrere Personen gemeinsam aufs Wasser wollen oder Proviant mitkommen soll.

Wie pflege und lagere ich mein aufblasbares Board oder Schlauchboot richtig?

Nach jedem Einsatz mit klarem Leitungswasser abspülen und vollständig trocknen lassen, bevor es eingerollt wird – Restfeuchtigkeit führt zu Stockflecken und Schimmel. Bei der Lagerung die Luft auf rund 80 % ablassen, bei 10–25 °C lagern und direkte Sonne sowie Frost vermeiden. Ventilkappen nach der Saison auf Dichtheit prüfen, da undichte Ventile die häufigste Ursache für schleichenden Druckverlust sind.

Gibt es nachhaltige Optionen bei SUP-Boards oder Schlauchbooten?

Einige Hersteller setzen mittlerweile auf recycelte Fasern in der Aussenhaut und lösungsmittelfreie Klebeverfahren – Fanatic etwa verarbeitet in Teilen seiner Boardserien recycelte PET-Materialien in der Verpackung und im Zubehör. Grundsätzlich gilt: Die nachhaltigste Wahl ist ein langlebiges Produkt. Ein Board mit Woven-Drop-Stitch und geschweissten Nähten hält bei guter Pflege 5–8 Sommer, ein Billigmodell oft nur 1–2. Auch mitgelieferte Flicksets und standardisierte Ventile verlängern die Lebensdauer spürbar.