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Pizzageräte bei Manor – so gelingt die perfekte Pizza aus der eigenen Küche
Ein Pizzastein, der seit zwanzig Minuten im Ofen vorheizt – die Unterseite des Teiglings bräunt in weniger als vier Minuten so knusprig wie beim Lieblings-Italiener im Quartier. Dieses Ergebnis ist kein Zufall, sondern eine Frage der Temperatur, der Backfläche und des richtigen Geräts. Welches Pizzagerät dieses Ergebnis zuverlässig liefert, hängt vom verfügbaren Platz in der Küche, dem bevorzugten Pizza-Stil und davon ab, wie oft der Teig tatsächlich ausgerollt wird.
Welche Arten von Pizzageräten gibt es?
Elektrischer Pizzaofen – kompakt und wohnungstauglich
Elektrische Tischgeräte erreichen 350 bis 400 °C durch ober- und unterbeheizte Keramik- oder Steinplatten. Das klingt nach einem kleinen Unterschied zum normalen Backofen mit seinen maximal 250 bis 275 °C, doch genau diese Temperaturdifferenz entscheidet über die Backdauer: 3 bis 5 Minuten statt 10 bis 15 Minuten. Kürzere Backzeit bedeutet, dass der Teig innen saftig bleibt, während die Unterseite das typische Leopard-Spotting entwickelt – jene dunkelbraunen Blasen, die eine echte Pizzeria-Kruste auszeichnen. Die meisten Elektro-Pizzaöfen sind für Pizzen bis 30 bis 34 cm Durchmesser ausgelegt, passen auf eine Küchenarbeitsplatte und brauchen nichts weiter als eine Steckdose.
Gas-Pizzaofen – Outdoor-Erlebnis mit Pizzeria-Temperatur
Wer auf dem Balkon oder der Terrasse neapolitanische Verhältnisse schaffen will, greift zum Gas-Pizzaofen. Mit Propan- oder Butangas erreichen diese Geräte 400 bis 500 °C in unter 15 Minuten Aufheizzeit. Bei solchen Temperaturen bläht sich der Cornicione – der Pizzarand – in 60 bis 90 Sekunden auf, aussen knusprig und innen luftig. Die Kehrseite: Gas-Pizzaöfen wiegen 12 bis 25 kg, benötigen eine Gaskartusche oder -flasche und dürfen nur im Aussenbereich betrieben werden. Wer regelmässig Grill und Zubehör auf Balkon oder Terrasse nutzt, findet in einem Gas-Pizzaofen eine sinnvolle Ergänzung.
Pizzastein und Backstahl – das Upgrade für den vorhandenen Backofen
Kein eigenständiges Gerät, aber die günstigste Einstiegslösung: Ein Cordierit-Pizzastein mit 1 bis 1,5 cm Dicke speichert die Hitze des Backofens und gibt sie gleichmässig an den Teigboden ab. Backstahl aus Carbonstahl funktioniert nach demselben Prinzip, leitet Wärme aber rund 20-mal schneller als Stein – das verkürzt die Backzeit im Heimofen um 2 bis 3 Minuten. Beide Varianten erfordern 30 bis 45 Minuten Vorheizzeit bei Maximaltemperatur und arbeiten hervorragend auf dem mittleren Rost, kombiniert mit passendem Ofengeschirr.
- Pizzaschaufel (Peel): Aluminium zum Einschiessen (leicht, dünn), Holz zum Formen und Servieren – Mindestlänge Stiel ca. 25 cm für Heimöfen, 60 bis 80 cm für Outdoor-Pizzaöfen.
- Pizzaschneider oder Pizzaschere: Ein Wiegemesser verteilt den Druck gleichmässiger als ein Rollenrad und verschiebt weniger Belag bei weichem Teig.
- Infrarot-Thermometer: Die einzige Möglichkeit, die tatsächliche Steintemperatur zu messen – ein herkömmliches Thermometer zeigt nur die Lufttemperatur im Ofen an.
Darauf kommt es beim Kauf an
Maximaltemperatur und Aufheizzeit – der wichtigste Faktor
Die Temperatur bestimmt alles: Unter 350 °C Maximaltemperatur liefert kein Gerät einen echten Pizzaofen-Effekt. Ab 400 °C gelingt neapolitanischer Stil mit dünnem, weichem Boden und aufgeblasenem Rand. Zwischen 250 und 350 °C bewegt man sich im Bereich einer verbesserten Backofen-Pizza – besser als ein Backblech, aber kein Vergleich zur Pizzeria. Der Grund ist physikalisch: Hohe Hitze bei kurzer Backzeit löst die Maillard-Reaktion an der Kruste aus, während die Feuchtigkeit im Teiginneren erhalten bleibt. Unserer Erfahrung nach unterschätzen viele Käufer diesen Punkt: Die Steintemperatur zählt, nicht die Lufttemperatur. Ein Backofen, der 275 °C Lufttemperatur anzeigt, hat auf der Steinoberfläche oft nur 230 °C.
Backfläche und Pizzagrösse – warum die Innenmasse den Unterschied machen
Prüfen Sie den Innendurchmesser der Backfläche, nicht das Aussenmass des Geräts. 30 cm reichen für eine Standard-Einzelpizza, 34 cm für eine grosszügige Portion. Wer regelmässig für vier oder mehr Personen backt, sollte auf die Regenerationszeit zwischen den Pizzen achten: Ein Stein braucht 2 bis 3 Minuten, bis er wieder die volle Temperatur erreicht hat, ein Gas-Pizzaofen nur 30 bis 60 Sekunden. Rechteckige Backstähle bieten teils mehr Nutzfläche als runde Steine gleicher Kantenlänge.
Cordierit, Schamott oder Stahl – welches Material zur Backfläche passt
Cordierit ist porös, speichert Feuchtigkeit und liefert gleichmässige Hitze – der Klassiker unter den Pizzasteinen. Schamott bietet etwas höhere Wärmespeicherung, ist aber schwerer und bruchempfindlicher. Backstahl aus Carbonstahl ermöglicht den schnellsten Wärmetransfer und ist pflegeleichter, gleicht aber keine Feuchtigkeit aus.
- Energiequelle und Standort: Elektro funktioniert drinnen (230 V, typisch 1200 bis 1700 W), Gas nur draussen. Holz- oder Pelletöfen erzeugen Rauch – auf vielen Schweizer Mietbalkonen laut Hausordnung nicht erlaubt.
- Reinigung: Steinplatten kein Spülmittel, Backstahl nach Gebrauch dünn einölen – die ausführliche Pflegeanleitung finden Sie weiter unten in den FAQ.
- Gewicht und Lagerung: Kompakte Elektrogeräte wiegen 3 bis 6 kg, Gas-Pizzaöfen 12 bis 25 kg. Bei Balkonnutzung Tragkraft und Stellplatz prüfen.
- Garantie: Markengeräte bieten in der Regel 2 Jahre Herstellergarantie. Risse durch Thermoschock (kalter Stein in heissen Ofen) gelten üblicherweise nicht als Garantiefall.
Welches Gerät passt zu welchem Pizza-Stil?
Nicht jedes Pizzagerät liefert jeden Stil gleich gut. Wer sich vor dem Kauf für eine Richtung entscheidet, spart Geld und Frust – denn ein 250-°C-Backofen mit Stein wird nie eine neapolitanische 60-Sekunden-Pizza hervorbringen, und ein 500-°C-Gasofen überfordert einen knackig-dünnen römischen Boden eher, als dass er ihn perfektioniert.
Neapolitanisch – weich, luftiger Rand, Leoparden-Flecken: Für diesen Stil braucht es einen Gas-Pizzaofen mit mindestens 400 °C oder einen leistungsstarken Elektro-Pizzaofen. Der Teig mit hoher Hydration von 65 bis 70 Prozent erfordert schnelle, intensive Hitze von unten und oben – die Pizza ist in 60 bis 120 Sekunden fertig. Wer diesen Stil liebt, investiert am besten in ein Gerät mit separater Ober- und Unterhitze-Regelung.
Knusprig-dünn – römischer Stil oder Bar-Pizza: Hier eignet sich ein Backstahl im Backofen bei Maximaltemperatur oder ein Elektro-Pizzaofen mit Grillfunktion von oben. Die längere Backzeit von 4 bis 6 Minuten ist gewünscht, weil sie einen durchgehend knusprigen Boden erzeugt. Wer auch andere Küchengeräte wie eine Heissluftfritteuse oder einen Ofen regelmässig nutzt, schätzt den Backstahl als platzsparende Lösung, die einfach im Backofen bleibt.
Familienpizza und Alltagsgebrauch: Ein Pizzastein auf dem Backofenrost ist die einfachste Lösung für Familien: Kein zusätzliches Gerät nötig, Kinder können beim Belegen helfen, und es besteht keine Verbrennungsgefahr durch offene Flammen. Bei häufiger Nutzung ab zweimal pro Woche lohnt sich ein Elektro-Pizzaofen wegen der kürzeren Aufheizzeit – das spart an einem Mittwochabend nach der Arbeit schnell 20 Minuten.
Marken im Manor-Sortiment
Wir bei Manor setzen auf ein sorgfältig zusammengestelltes Sortiment, das vom Einstieg bis zur ambitionierten Heimküche reicht. SEVERIN bietet solide Elektro-Pizzaöfen im mittleren Preissegment, die sich durch einfache Bedienung und kompakte Bauweise für den regelmässigen Einsatz in der Küche eignen.
Tefal verbindet bewährte Heiztechnologie mit durchdachtem Zubehör – ihre Geräte sprechen Familien an, die Wert auf unkomplizierte Reinigung und schnelle Einsatzbereitschaft legen.
BIRKMANN und Le Creuset ergänzen das Sortiment mit hochwertigem Backzubehör – von Pizzasteinen bis zu Pizzaschaufeln, die auch optisch auf den gedeckten Tisch passen. Für Schneidwerkzeuge und Küchenzubehör rund ums Pizzabacken empfehlen wir ausserdem einen Blick auf KUHN RIKON und WMF – Schweizer Traditionsmarke und deutscher Küchenklassiker mit langlebigen Helfern.
Gut zu wissen – worauf wir ehrlich hinweisen
Ein Pizzaofen allein macht noch keine perfekte Pizza. Teigführung mit mindestens 24 Stunden Kühlschrankgare für entwickelten Geschmack, die richtige Mehlsorte – Tipo 00 mit einem Proteingehalt von ca. 12 bis 13 Prozent – und Übung beim Formen und Einschiessen sind mindestens so entscheidend wie das Gerät selbst. Wer zum ersten Mal mit einem 400-°C-Ofen arbeitet, wird die ersten zwei bis drei Pizzen vermutlich verbrennen – das ist normal und gehört zum Lernprozess. Gas-Pizzaöfen erzeugen offene Flammen: Auf Schweizer Mietbalkonen gelten je nach Gemeinde und Hausordnung unterschiedliche Regelungen, weshalb wir empfehlen, vor dem Kauf den Mietvertrag und die Hausordnung zu prüfen. Wenn Sie vor Ort verschiedene Geräte vergleichen oder sich zum Teig beraten lassen möchten, schauen Sie bei unseren Fachberatern in der Manor-Filiale vorbei – die kennen den Unterschied zwischen einem Hobbybäcker-Setup und einem Pizzeria-Anspruch.
Häufige Fragen zu Pizzageräten
Welche Grösse sollte mein Pizzagerät haben?
Messen Sie die grösste Pizza, die Sie regelmässig backen möchten – eine typische Hauspizza hat 28 bis 32 cm Durchmesser. Das Gerät oder der Stein sollte mindestens 2 cm grösser sein, damit der Rand nicht über die Kante hängt und die Pizzaschaufel beim Einschiessen Spielraum hat. Denken Sie auch an die Stellfläche: Elektro-Pizzaöfen brauchen ringsum 10 bis 15 cm Abstand zur Wand für die Belüftung, und im Schrank beanspruchen sie eine volle Regalebene. Wer mehrere Pizzen hintereinander backt, achtet zusätzlich auf die Regenerationszeit des Geräts – sie bestimmt, wie lange die Gäste zwischen den Runden warten.
Lohnt sich ein Pizzaofen gegenüber einem Pizzastein im Backofen?
Wer seltener als zweimal im Monat Pizza macht, fährt mit einem Cordierit-Pizzastein ab ca. CHF 30 bis 50 am besten – er passt in jeden Backofen und liefert ein deutlich besseres Ergebnis als ein Backblech. Ab wöchentlicher Nutzung rechnet sich ein Elektro-Pizzaofen nicht nur durch die kürzere Aufheiz- und Backzeit, sondern auch energetisch: Einen kompakten Tischofen mit 1200 bis 1700 W auf Betriebstemperatur zu bringen, verbraucht spürbar weniger Strom als einen grossen Einbaubackofen 30 bis 45 Minuten bei Maximaltemperatur laufen zu lassen. Marken wie SEVERIN bieten bereits im Einstiegssegment solide Geräte an.
Welches Material ist für die Backfläche am besten?
Bei der Materialwahl geht es weniger um die Backleistung als um die Langlebigkeit im Alltag. Cordierit hält bei normaler Nutzung problemlos fünf bis zehn Jahre – vorausgesetzt, Sie vermeiden Thermoschock, also den Stein immer mit dem Ofen zusammen aufheizen und nie nassen Teig auf eine kalte Platte legen. Backstahl aus Carbonstahl rostet ohne Pflege, hält aber bei korrekter Einölung mit Leinöl – ähnlich wie bei einer Gusseisenpfanne – praktisch ein Leben lang. Schamottstein ist am schwersten und bricht am leichtesten bei Stürzen, eignet sich also für stationäre Öfen, weniger für häufiges Ein- und Ausräumen.
Wie reinige ich mein Pizzagerät richtig?
Lassen Sie Steinplatten mindestens eine Stunde vollständig auskühlen – Wasser auf heissem Cordierit führt zu Rissen, die sich nicht reparieren lassen. Lösen Sie Reste mit einem Ceranfeld-Schaber oder Metallspachtel und bürsten Sie die Oberfläche trocken ab. Giessen Sie kein Wasser auf den Stein und verwenden Sie kein Spülmittel: Das poröse Material saugt Geschmack und Seifenreste auf und gibt sie bei der nächsten Pizza wieder ab. Dunkle Flecken auf Cordierit sind normal und beeinträchtigen die Funktion nicht. Bei hartnäckigen Käseresten hilft es, den Stein nochmals leer auf 250 °C zu erhitzen – die Verkrustungen lassen sich danach leichter abschaben.
Beim Elektro-Pizzaofen entfernen Sie Krümel aus der Auffangschale und wischen das Gehäuse feucht ab. Bei Gas-Pizzaöfen prüfen Sie zusätzlich die Brenner-Düse regelmässig auf Verstopfung – ein Zahnstocher genügt.
Sind die Geräte auch für glutenfreien Teig geeignet?
Ja, glutenfreier Teig gelingt in einem Pizzaofen sogar einfacher als im normalen Backofen. Die hohe Hitze stabilisiert die Kruste schneller, bevor der Teig – der ohne Gluten weniger Struktur hat – auseinanderlaufen kann. Bestäuben Sie die Pizzaschaufel grosszügig mit Reismehl oder Maisgriess, da glutenfreier Teig stärker klebt. Ein Backstahl eignet sich hier besonders gut, weil er die Unterseite in Sekunden fixiert.