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Produkte von 1 bis 48 – 15 weitere Produkte verfügbar
Skateboards & Longboards bei Manor
Reicht ein günstiges Komplett-Board für den Einstieg, oder lohnt sich gleich ein Setup mit hochwertigeren Kugellagern? Diese Frage stellt sich, sobald die Wahl zwischen Cruisen am Zürichsee-Ufer, Tricks im Skatepark oder dem täglichen Weg durch die Stadt ansteht. Jedes Vorhaben verlangt nach einem anderen Board – Deckform, Rollenhärte und Grösse entscheiden massgeblich darüber, wie viel Freude das Fahren bereitet. Dieser Text zeigt, worauf es bei der Wahl zwischen Skateboard und Longboard wirklich ankommt und welche Kriterien beim Kauf zählen.
Skateboard oder Longboard – welcher Boardtyp passt zu dir?
Die Boardwahl hängt in erster Linie vom Fahrstil ab – nicht vom Erfahrungslevel. Wer Tricks lernen möchte, braucht ein anderes Setup als jemand, der entspannt durch die Stadt rollen will. Wir bei Manor stellen unser Sortiment bewusst nach diesen drei Fahrstilen zusammen, statt nach Preisklassen zu sortieren – denn die Frage "Was will ich damit machen?" führt schneller zum passenden Board als die Frage "Wie viel darf es kosten?".
Klassisches Skateboard (Shortboard / Trickboard)
Ein konkaves Deck mit Kicktail und Nose – typischerweise 78,5 bis 82,5 cm lang und 19 bis 21 cm breit – macht Ollies, Kickflips und Grinds erst möglich. Harte Rollen mit einem Härtegrad von 99A bis 101A sorgen für Grip auf glattem Parkbeton, fühlen sich auf rauem Asphalt jedoch spürbar unkomfortabel an. Dieses Board eignet sich für alle, die im Skatepark oder auf der Strasse Tricks üben möchten. Der Einstieg ist anspruchsvoll: Erste saubere Ollies sind bei regelmässigem Üben realistisch nach 2 bis 4 Wochen zu erwarten. Nachteil ist der geringe Fahrkomfort auf langen Strecken sowie eine gewisse Instabilität bei höheren Geschwindigkeiten.
Longboard
Ein längeres, oft flexibleres Deck zwischen 90 und 130 cm, kombiniert mit weicheren Rollen (75A bis 85A) und breiteren Achsen, sorgt für ruhiges Fahrverhalten auch auf unebenem Untergrund. Bei Drop-Through-Montage liegt der Schwerpunkt tiefer, was bei höherem Tempo für zusätzliche Stabilität sorgt. Longboards eignen sich für Cruiser, Pendler und Carving-Fans, die Uferpromenaden, Stadtverkehr oder leichte Hügel bevorzugen. Der Einstieg fällt hier deutlich leichter als beim Shortboard, da die breitere Standfläche mehr Stabilität bietet.
Dafür sind klassische Tricks kaum möglich, der Transport ist sperriger und das Gewicht mit 2,5 bis 5 kg spürbar höher als beim Shortboard mit 1,8 bis 2,5 kg.
Cruiser-Board
Das kompakte Hybridformat zwischen 55 und 75 cm Länge vereint die Transportierbarkeit eines Skateboards mit dem Fahrkomfort weicherer Rollen (78A bis 85A) – bekanntestes Beispiel ist das Penny-Board-Format. Ideal für kurze Stadtstrecken und das letzte Stück Weg zur Tramhaltestelle, da es problemlos in Rucksack oder Schliessfach passt. Für echtes Carving ist die Standfläche allerdings zu kurz, und auch Anfänger mit wenig Gleichgewichtserfahrung sind mit einem grösseren Board oft besser beraten.
Worauf beim Kauf achten: die wichtigsten Kriterien
Die Rollenhärte wird als Durometer-Wert angegeben: Weiche Rollen (75A bis 85A) absorbieren Vibrationen und eignen sich für rauen Asphalt sowie Cruising, harte Rollen (95A bis 101A) bieten weniger Grip, dafür besseres Slide-Verhalten für Tricks auf glattem Untergrund. Faustregel: Je rauer der Boden, desto weicher sollte die Rolle sein.
Bei den Kugellagern gilt die ABEC-Klassifikation (1 bis 9, ungerade Zahlen) als Orientierung. ABEC 5 ist der Standard-Einstieg mit solidem Preis-Leistungs-Verhältnis, ABEC 7 rollt leichtgängiger und hält Geschwindigkeit besser, ABEC 9 ist nur für Downhill- oder Speed-Setups relevant. Für Einsteiger und Park-Skating reicht ABEC 5 in der Regel völlig aus.
Deckbreite und Schuhgrösse
Die Deckbreite ist das wichtigste Mass und sollte zu Schuhgrösse und Fahrstil passen. Als Faustregel gilt: Schuhgrösse 36 bis 40 passt zu einer Deckbreite von 7,5 bis 8,0 Zoll, Schuhgrösse 41 bis 44 zu 8,0 bis 8,5 Zoll, ab Grösse 45 empfiehlt sich mindestens 8,25 Zoll. Ein breiteres Deck bietet mehr Stabilität beim Cruisen oder auf der Rampe, ein schmaleres mehr Wendigkeit für technische Street-Tricks. Für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren sind Komplett-Boards mit 7,0 bis 7,5 Zoll Breite die passende Wahl.
Achsen (Trucks) und Stabilität
Die Achsenbreite sollte mit einer Toleranz von etwa 0,25 Zoll zur Deckbreite passen. Low Trucks senken den Schwerpunkt und eignen sich für Flip-Tricks mit kleineren Rollen, High Trucks bieten mehr Bodenfreiheit für grössere Rollen ab 55 mm und eignen sich besser für Cruising und Carving. Bei Longboards sind Reverse Kingpin Trucks der Standard, da sie bei niedrigeren Geschwindigkeiten lenkfreudiger reagieren als klassische Kingpin-Trucks.
Komplettboard vs. Custom-Setup
Für Einsteiger ist ein Komplettboard die sinnvollste Wahl, da alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind und die Investition mit CHF 60 bis 150 überschaubar bleibt.
Unserer Erfahrung nach lohnt sich ein Custom-Setup erst, wenn der eigene Fahrstil feststeht und gezielt einzelne Teile wie Achsen, Rollen oder Deck getauscht werden sollen – vorher ist die Gefahr gross, in Komponenten zu investieren, die gar nicht zum eigenen Fahrverhalten passen.
Weitere Kriterien auf einen Blick
- Griptape: Grob (Standard) für sicheren Halt bei Tricks, feinkörnig für leichteres Umsetzen der Füsse beim Cruisen.
- Deck-Material: 7-Ply Canadian Maple als Industriestandard für Belastbarkeit – Bambus-Decks bei Longboards flexibler und vibrationsärmer.
- Gewicht des Boards: Leichtere Setups unter 2 kg bei Shortboards erleichtern Flip-Tricks spürbar.
- Schutzausrüstung: Helme & Schutz Skate & Rollsport sind für Kinder unter 12 Jahren und bei Longboard-Downhill dringend empfohlen.
Marken im Manor-Sortiment
Einstieg und Kinder
Komplett-Boards im Bereich von CHF 40 bis 90 bieten solide Einstiegsqualität mit vormontierten Setups. Ideal für Kinder ab 6 Jahren und Gelegenheitsfahrer, die zunächst herausfinden möchten, welcher Fahrstil ihnen liegt. Dabei lohnt sich ein Blick auf altersgerechte Deckgrössen.
Fortgeschrittene und Lifestyle
Im Bereich von CHF 90 bis 180 liefern ausgewählte Marken bessere Kugellager, hochwertigere Decks aus 7-Ply Maple oder Bambus-Kombinationen sowie stilbewusste Grafiken. Auch Manor Sport führt passende Modelle für Jugendliche und Erwachsene, die regelmässig fahren und ein Board suchen, das optisch wie funktional überzeugt. Ergänzend lohnt sich ein Blick in die Kategorie Skate & Rollsport für weiteres passendes Zubehör.
Sicherheit und Grenzen beim Boardfahren
Skateboards und Longboards erreichen auf Gefällen Geschwindigkeiten über 30 km/h – ganz ohne Bremssystem.
Wer das unterschätzt, riskiert Stürze mit ernsthaften Verletzungen. Ein Helm nach Norm EN 1078 ist keine reine Anfänger-Massnahme, sondern gehört auf jeden Kopf, unabhängig vom Fahrkönnen. Kinder unter 10 Jahren sollten ausschliesslich unter Aufsicht fahren und niemals im Strassenverkehr unterwegs sein. Longboard-Downhill auf öffentlichen Strassen ist in vielen Schweizer Gemeinden nicht gestattet – lokale Regelungen sollten vorab geprüft werden. Für individuelle Beratung zu Boardgrösse und Schutzausrüstung, etwa passenden Knieschonern, stehen die Fachberater in den Manor-Filialen persönlich zur Verfügung.
Häufige Fragen zu Skateboards & Longboards
Welche Boardgrösse ist richtig für mein Kind?
Das Kind auf das Board stellen lassen – die Füsse sollten nicht seitlich über das Deck hinausragen. Für 6- bis 8-Jährige mit Schuhgrösse 28 bis 33 eignet sich ein Mini-Deck mit 7,0 Zoll Breite und rund 70 cm Länge. Für 9- bis 12-Jährige mit Schuhgrösse 34 bis 38 empfiehlt sich ein Mid-Size-Deck mit 7,25 bis 7,5 Zoll Breite. Wichtiger als das exakte Alter ist die Körpergrösse: Kinder unter 120 cm kommen mit einem Cruiser-Board im Penny-Format von 56 cm oft besser zurecht als mit einem Standard-Skateboard.
Harte oder weiche Rollen – was ist besser für Anfänger?
Für Anfänger auf Asphalt und Quartierstrassen eignen sich weiche Rollen mit 78A bis 85A, da sie Unebenheiten schlucken und den Stand ruhiger halten. Im Skatepark hingegen sind härtere Rollen mit 95A bis 99A sinnvoller, da der glatte Beton keine Dämpfung braucht und harte Rollen präziser ansprechen. Wer unsicher ist, greift zu einer mittleren Härte von 87A bis 92A – ein brauchbarer Kompromiss für gemischte Untergründe, der jedoch in keinem Bereich wirklich ideal performt.
Welches Board eignet sich am besten zum Pendeln in der Stadt?
Beim Pendeln zählt nicht nur der Fahrkomfort, sondern vor allem die Transportierbarkeit – das Board muss in den Zug, unter den Schreibtisch oder ins Schliessfach passen. Ein Cruiser-Board zwischen 56 und 70 cm ist hier dem Longboard überlegen, da es unter 2 kg wiegt und in grössere Rucksäcke passt. Modelle mit weichen 59-mm-Rollen und ABEC-7-Kugellagern rollen leise und laufruhig genug für die Strecke von der Tramhaltestelle bis ins Büro. Ein Longboard lohnt sich erst, wenn die Strecke länger als 2 bis 3 km ist und das Board nicht häufig getragen werden muss.
Wie pflege ich mein Skateboard oder Longboard richtig?
Die Kugellager sollten alle 2 bis 3 Monate mit einem trockenen Tuch gereinigt und mit wenigen Tropfen Kugellager-Öl nachgeschmiert werden – WD-40 ist dabei tabu, da es die Fettfüllung auflöst. Die Kingpin-Muttern der Achsen monatlich auf festen Sitz prüfen. Griptape lässt sich mit einer trockenen Bürste gegen den Strich abbürsten. Das Board sollte nie nass stehen bleiben, da Feuchtigkeit die Holzlagen aufquellen lässt und das Deck dauerhaft an Spannung verliert. Nach Fahrten im Regen: Deck sofort auf die Seite stellen, trocknen lassen und die Lager herausnehmen sowie separat trockenwischen.