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Geschirr-Serie Bohème bei Manor entdecken

Noch vor wenigen Jahren holte man das schöne Geschirr nur hervor, wenn Besuch kam – im Alltag assen alle von schlichten weissen Tellern. Heute darf auch das Montagmorgen-Müesli auf einem Teller serviert werden, der Freude macht. Genau hier setzt die Bohème-Serie an: Warme Erdtöne, organische Muster und handwerklicher Charakter verwandeln jede Mahlzeit in ein kleines Ritual. Vom entspannten Sonntagsbrunch bis zum schnellen Feierabendessen bringt Bohème-Geschirr eine ruhige Wärme auf den Tisch, die nie deplatziert wirkt.

Welche Teile umfasst die Bohème-Serie?

Die Serie deckt vom Frühstück bis zum Abendessen alle Situationen ab. Hier ein Überblick über die wichtigsten Geschirrteile und ihren Einsatzzweck:

  • Flachteller / Speiseteller – Mit einem Durchmesser von ca. 27–28 cm das Herzstück jeder Tafel. Der leicht erhöhte Rand verhindert, dass Saucen über den Tellerrand laufen – ein Vorteil gegenüber komplett flachen Platztellern.
  • Suppenteller / Tiefteller – Ca. 22–23 cm Durchmesser bei 4–5 cm Tiefe. Die bauchige Bohème-Form hält Suppen, Pasta und Eintöpfe länger warm als flachere Coupé-Formen.
  • Frühstücksteller / Dessertteller – Mit ca. 20–22 cm Durchmesser der vielseitigste Teller der Serie: Kuchen, Vorspeise, Brotzeit. Wer nur wenige Teile kaufen möchte, startet am besten hier.
  • Schalen / Bowls – Ideal für Bowl-Gerichte, Müesli und Salat. Mit ca. 15–17 cm Durchmesser sind sie tiefer als klassische Dessertschalen und ersetzen im Alltag oft den Suppenteller.
  • Tassen und Becher – Fassungsvermögen typisch 300–350 ml. Dickwandige Keramik hält Kaffee und Tee länger warm als dünnwandiges Porzellan, liegt aber schwerer in der Hand.
  • Servierteile (Platte, Schüssel) – Ergänzungsstücke für grössere Runden. Eine Servierplatte (ca. 30–35 cm) und eine grosse Schüssel decken rund 90 % aller Anlässe ab.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Material und Verarbeitung – der entscheidende Unterschied

Bohème-Serien bestehen typischerweise aus Steingut oder Steinzeug. Steingut wird bei ca. 1'000–1'150 °C gebrannt, ist leichter und günstiger, aber auch poröser und bruchempfindlicher. Steinzeug durchläuft höhere Brenntemperaturen, ist dichter, robuster und nimmt kaum Feuchtigkeit auf. Die charakteristischen Reaktivglasuren erzeugen das leicht unregelmässige Farbspiel – jedes Stück wird so zum Unikat. Bei guter Steingutware ist die Glasur lückenlos und mindestens 0,3–0,5 mm stark. Sichtbare Glasurfehler an der Unterseite sind bei handgefertigten Serien normal; an der Innenseite – wo Speisen aufliegen – sollten sie hingegen nicht vorkommen. Wir bei Manor achten bei der Sortimentszusammenstellung auf Serien, die diesen Standard erfüllen.

Spülmaschinen- und Mikrowellentauglichkeit

  • Steingut ist grundsätzlich spülmaschinengeeignet, doch Reaktivglasuren vertragen aggressive Reinigertabs (pH-Wert über 11) schlecht.
  • Klarspüler auf die niedrigste Stufe dosieren, um die Glasuroberfläche zu schonen.
  • Varianten mit Metalldekor oder Goldrand gehören nicht in die Mikrowelle.
  • Reaktivglasuren können bei regelmässigem Kontakt mit stark säurehaltigen Speisen wie Zitrone oder Tomate über Jahre minimal nachdunkeln.

Set-Kauf oder Einzelteile?

  • Ein Geschirr-Set (meist 12- oder 18-teilig für 4–6 Personen) ist preislich ca. 15–25 % günstiger als der Einzelkauf derselben Teile.
  • Wer eine bestehende Ausstattung ergänzt, profitiert von Einzelteilen – achten Sie bei Bohème-Serien auf die Farbton-Charge, da Reaktivglasuren zwischen Produktionsläufen leicht variieren können.
  • Tipp: Beim Nachkauf möglichst zeitnah bestellen, solange dieselbe Charge verfügbar ist.
  • Für einen 4-Personen-Haushalt empfehlen wir als Startausstattung rund 20 Teile.

Ein Punkt, der bei Bohème-Keramik gerne unterschätzt wird: die Stapelbarkeit. Organische Formen mit geschwungenen Rändern stapeln sich weniger platzsparend als geometrisches Geschirr. Wer wenig Schrankplatz hat, sollte die Rand- und Bodenform vor dem Kauf prüfen.

Bohème-Geschirr stilvoll kombinieren

Bohème lebt vom bewussten Mix. Neutrale Tischsets aus Leinen oder Holzunterlagen setzen einen ruhigen Kontrast zu den Erdtönen. Für grössere Runden funktioniert die Kombination mit schlichtem weissem Geschirr ohne stilistischen Bruch – etwa Bohème-Teller kombiniert mit einer weissen Servierschale. Beim Besteck passt mattes Edelstahl oder Besteck mit Holzgriff zum handwerklichen Charakter der Serie. Marken wie Villeroy & Boch oder like. by Villeroy & Boch bieten ergänzende Keramiklinien in kompatiblen Farbtönen, während Leonardo mit passendem Glas-Zubehör den Tisch abrundet. Hochglanzpoliertes Besteck wirkt formaler, erzeugt aber einen bewussten Kontrast, der bei gedeckten Tafeln seinen Reiz hat.

Gut zu wissen: Besonderheiten handglasierter Serien

Reaktivglasuren machen jedes Teil zum Unikat – leichte Farbunterschiede zwischen zwei Tellern derselben Bestellung sind gewollt und kein Produktfehler. Steingut ist weniger stossfest als Porzellan: Ein Teller, der vom Tisch fällt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit brechen. Für Haushalte mit kleinen Kindern oder gastroähnlicher Beanspruchung ist Steinzeug oder Porzellan die langlebigere Wahl. Einzelteile zum Nachkaufen sind bei Manor verfügbar – bei Sonderfarben oder limitierten Auflagen kann die Nachbestellung jedoch eingeschränkt sein. Für individuelle Beratung zur Zusammenstellung stehen Ihnen unsere Fachberater in den Manor-Filialen persönlich zur Verfügung.

Häufige Fragen zur Geschirr-Serie Bohème

Wie viele Teile brauche ich für meinen Haushalt?

Für einen 2-Personen-Haushalt reichen 2× Flachteller, 2× Tiefteller, 2× Frühstücksteller und 2× Schalen als Basisausstattung – das sind 8 Teile. Faustregel: Pro Person 3 Teller (flach, tief, klein) plus 1 Schale plus 1 Tasse ergibt 5 Teile. Ein 4-Personen-Starter umfasst also idealerweise 20 Teile. Wer regelmässig Gäste einlädt, stockt am besten direkt auf ein 6er-Set auf, um nicht später mit abweichenden Farbchargen nachkaufen zu müssen.

Aus welchem Material besteht Bohème-Geschirr und wie robust ist es?

Prüfen Sie vor dem Kauf die Produktbeschreibung auf die Bezeichnung «Steingut» oder «Steinzeug». Wer das Geschirr täglich nutzt und regelmässig in die Spülmaschine gibt, wählt Steinzeug – es ist dichter, kratzfester und nimmt keine Feuchtigkeit auf. Steingut ist leichter und zeigt oft das intensivere Farbenspiel, braucht aber mehr Sorgfalt. Platzieren Sie Steingut-Teile nicht in der untersten Spülmaschinenebene, wo der Wasserstrahl am härtesten trifft. Marken wie Ritzenhoff & Breker oder Le Creuset setzen bei ihren Keramikserien auf besonders widerstandsfähige Glasuren.

Passt Bohème-Geschirr zu meinem vorhandenen Service?

Bohème-Erdtöne wie Terrakotta, Salbei und Sand harmonieren am besten mit weissem, cremefarbenem oder mattschwarzem Bestandsgeschirr. Eine Kontrast-Kombination mit kühlen Blautönen funktioniert ebenfalls, wirkt aber bewusst eklektisch. Bestellen Sie einen einzelnen Frühstücksteller und legen Sie ihn zuhause neben Ihr bestehendes Service – so sehen Sie den Farbabgleich bei Tageslicht, bevor Sie das volle Set bestellen. Einzelteile sind bei Manor in der Regel separat erhältlich.

Wie pflege ich reaktivglasiertes Geschirr richtig?

Nutzen Sie das Schonprogramm bei maximal 55 °C – das Intensivprogramm bei 70 °C greift Reaktivglasuren auf Dauer an. Stapeln Sie Bohème-Teller im Geschirrspüler nicht direkt aufeinander, sondern nutzen Sie die Tellerhalter, damit der Wasserstrahl alle Oberflächen gleichmässig erreicht. Eingebrannte Reste vorher kurz einweichen statt mit Stahlwolle schrubben – die raue Oberfläche der Reaktivglasur nimmt sonst feine Kratzer an, die sich mit der Zeit dunkel verfärben. Geben Sie Bohème-Teller nie direkt aus dem Kühlschrank in die heisse Spülmaschine: Der Temperaturschock kann bei Steingut Haarrisse verursachen, sogenanntes Crazing. Von Hand gespültes Bohème-Geschirr hält die Glasur erfahrungsgemäss deutlich länger makellos als maschinengespültes.

Ist Bohème-Geschirr nachhaltig produziert?

Keramik und Steingut bestehen aus natürlichen Rohstoffen wie Ton, Feldspat und Quarzsand und sind frei von Kunststoffbeschichtungen. Achten Sie in der Produktbeschreibung auf konkrete Angaben – etwa bleifreie Glasuren, die der EU-Norm EN 1388 zur Blei- und Cadmiumabgabe aus Keramik entsprechen, oder Herkunftsangaben der Manufaktur. Der wichtigste Nachhaltigkeitsfaktor bleibt die Langlebigkeit: Ein hochwertiges Bohème-Set, das über ein Jahrzehnt hält, schlägt in der Ökobilanz jedes günstige Geschirr, das nach wenigen Jahren ersetzt werden muss.