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Dampfgarer und Steamer bei Manor — schonend garen, voller Geschmack
Der Steamer-Einsatz auf der Küchenablage dampft noch leise vor sich hin, auf dem Teller daneben liegt Brokkoli in einem Grün, das an den Gemüsestand auf dem Berner Wochenmarkt erinnert — und das Lachsfilet ist innen glasig geblieben, statt trocken zu zerfallen. Welcher Dampfgarer schafft solche Ergebnisse im Alltag, nicht nur beim ersten Ausprobieren? Die Antwort hängt weniger von der Marke ab als von der Gerätekategorie, dem Fassungsvermögen und einer einzigen Zahl: der Temperatursteuerung. Bevor Sie in ein Gerät investieren, lohnt sich ein Blick auf die drei grundlegend verschiedenen Dampfgarer-Typen, denn die Unterschiede sind grösser, als die meisten Produktfotos vermuten lassen.
Welcher Dampfgarer-Typ passt zu Ihrem Kochalltag?
Standalone-Dampfgarer — das elektrische Tischgerät
Ein Standalone-Steamer braucht weder Herd noch Einbau: Wasser einfüllen, Garkörbe stapeln, Timer einstellen, fertig. Typische Modelle bieten zwei bis drei übereinander gesetzte Etagen mit insgesamt 5 bis 9 Litern Fassungsvermögen. Der Einstieg ist günstig, das Gerät sofort einsatzbereit und braucht kaum Platz in der Küche.
Was man wissen sollte: Bei voll beladenen Etagen verteilt sich der Dampf weniger gleichmässig, und die unterste Etage gart immer schneller als die obere — wer Fisch und Gemüse gleichzeitig zubereitet, muss die Reihenfolge bewusst planen. Günstigere Modelle setzen auf Kunststoffkörbe, hier unbedingt auf die BPA-frei-Kennzeichnung achten.
Kombi-Dampfgarer — das Einbaugerät für ambitionierte Küchen
Kombi-Dampfgarer vereinen Dampfgaren, Heissluft und klassische Backofenfunktionen in einem Einbaugerät mit typisch 50 bis 75 Litern Garraumvolumen. Die Temperatur lässt sich oft stufenlos regeln — ab 30 °C für eine Art Sous-vide-Effekt bis 230 °C im Kombibetrieb mit Heissluft. Dampfstösse beim Brotbacken, Niedertemperaturgaren mit Feuchtigkeitskontrolle, Kerntemperaturfühler: Hier wird Dampf zum präzisen Werkzeug. Der Preis dafür liegt bei etwa CHF 800 bis 2500, je nach Marke und Ausstattung. Bei Geräten mit Festwasseranschluss kommen Installateurkosten hinzu. Wer bereits einen konventionellen Ofen besitzt und mehr Vielseitigkeit sucht, findet im Kombi-Dampfgarer die logische Weiterentwicklung.
Dampfeinsatz und Bambus-Steamer — der passive Klassiker
Kein Strom, kein Programm, volle Kontrolle: Dampfeinsätze aus Edelstahl oder traditionelle Bambus-Steamer werden einfach auf einen passenden Topf mit kochendem Wasser gesetzt. Der Einstieg beginnt bei rund CHF 15 bis 40, ein faltbarer Edelstahl-Einsatz passt in die Schublade. Bambus gibt beim Dampfen ein dezentes, leicht holziges Aroma an die Speisen ab — ein Effekt, den kein elektrisches Gerät nachahmt. Der Nachteil: keine Temperaturregelung, kein Timer, und der Wasserstand muss manuell kontrolliert werden. Bambus braucht nach jedem Einsatz sorgfältige Trocknung, sonst bildet sich Schimmel.
Worauf es beim Kauf ankommt
Wie viel Garraum braucht Ihr Haushalt wirklich?
Für ein bis zwei Personen reicht ein Standalone-Gerät mit zwei Etagen und rund 5 bis 6 Litern Fassungsvermögen — eine Portion Gemüse und eine Portion Fisch passen problemlos nebeneinander. Ab drei Personen empfehlen wir bei Manor ein Drei-Etagen-Modell mit 7 bis 9 Litern. Wichtig zu wissen: Die Garzeit verlängert sich pro zusätzliche Etage um etwa 3 bis 5 Minuten, da der Dampf nach oben an Intensität verliert. Platzieren Sie deshalb dichtes Gargut wie Kartoffeln oder Pouletbrust immer in die unterste Etage, zartes Gemüse nach oben. Wer regelmässig für vier oder mehr Personen kocht, kommt mit Standalone-Geräten an die Grenze und sollte direkt zu einem Einbau-Kombigerät mit mindestens 50 Litern Garraum greifen.
Mindestens genauso wichtig wie das Garraumvolumen: die Wassertank-Kapazität. Ein Tank unter 1 Liter reicht nur für etwa 20 bis 30 Minuten Dauerdampf — für Kartoffeln oder Pouletbrust mit 30 bis 45 Minuten Garzeit wird es damit knapp. Modelle mit 1 bis 1,5 Litern Tankvolumen schaffen 45 bis 60 Minuten am Stück und decken damit die meisten Alltagsgerichte ab, ohne dass Sie zwischendurch nachfüllen müssen.
Temperatursteuerung — der unterschätzte Qualitätssprung
Reine Dampfgartemperatur liegt bei 100 °C. Für Gemüse reicht das völlig — Brokkoli ist in 6 bis 8 Minuten fertig. Fisch allerdings gelingt deutlich besser bei 70 bis 85 °C, weil das Eiweiss dann langsam stockt statt austrocknet. Einfache Standalone-Geräte bieten nur Ein/Aus plus Timer, Mittelklasse-Modelle erlauben Temperaturwahl in Stufen (etwa 60, 80, 100 °C), und Kombi-Dampfgarer regeln stufenlos bis hinunter auf 30 °C.
Wer ausschliesslich Gemüse und Beilagen dämpft, kommt mit einem Timer-Modell gut zurecht. Sobald regelmässig Fisch oder empfindliche Speisen auf den Tisch kommen, ist eine Temperaturwahl der wichtigste Unterschied zur nächsten Preisklasse.
Material und Reinigung — worauf Sie achten sollten
Edelstahl-Garkörbe sind spülmaschinenfest und geschmacksneutral. Bei Kunststoffkörben auf BPA-frei-Kennzeichnung achten. Kombi-Einbaugeräte mit integriertem Entkalkungsprogramm sparen Wartungsaufwand — relevant, weil Schweizer Leitungswasser je nach Region einen Härtegrad von 15 bis 40 °fH erreicht. Ab 25 °fH heisst das: häufiger entkalken.
Ein oft übersehener Punkt betrifft die Zusatzfunktionen, die den Alltag erleichtern — hier lohnt sich ein kurzer Überblick:
- Warmhaltefunktion — hält Speisen nach Garende bei 60 bis 70 °C, praktisch wenn nicht alle gleichzeitig am Tisch sitzen
- Wasserstandsanzeige oder Nachfüllanzeige — verhindert Trockenlauf, besonders wichtig bei Garzeiten über 30 Minuten
- Kräutereinsatz — bei einigen Standalone-Modellen landen Rosmarin oder Zitronengras direkt im Dampfkreislauf
- Reisschale — geschlossene Schale zum gleichzeitigen Reiskochen, bei vielen Steamern im Lieferumfang. Wer bereits einen separaten Reiskocher besitzt, braucht sie nicht.
Marken im Manor-Sortiment
Einstieg und Alltagsküche
Solis steht als Schweizer Traditionsmarke für solide Standalone-Dampfgarer im Bereich von ca. CHF 80 bis 200 — zuverlässige Tischgeräte mit Timer und zwei bis drei Etagen, die im Alltag einfach funktionieren. Wir bei Manor schätzen die Marke, weil sie seit Jahrzehnten in Schweizer Küchen zu Hause ist. WMF ergänzt das Sortiment mit hochwertigen Edelstahl-Dampfaufsätzen und elektrischen Steamern, die preislich zwischen CHF 50 und 150 liegen. Auch Kuhn Rikon bietet im Bereich Kochen bewährte Dampfeinsätze aus Edelstahl, die auf verschiedene Topfgrössen passen.
Ambitionierte Küche und Kombi-Geräte
Im Premiumsegment finden Sie bei uns ein sorgfältig zusammengestelltes Sortiment bewährter Marken: V-ZUG als Schweizer Einbaugeräte-Hersteller bietet Kombi-Dampfgarer ab ca. CHF 1500, die sich nahtlos in bestehende Küchenkonzepte einfügen. Miele setzt mit der Klimagaren-Technologie auf besonders präzise Feuchtigkeitssteuerung — die Preisspanne reicht von CHF 1200 bis 3000, je nach Ausstattung. Beide Marken bieten stufenlose Temperaturregelung, Automatikprogramme und Kerntemperaturfühler.
Unserer Erfahrung nach ist die Entscheidung zwischen V-ZUG und Miele weniger eine Frage der Qualität als der Bedienphilosophie und des bestehenden Küchenkonzepts. Nicht alle Einbaugeräte sind im Online-Shop direkt bestellbar — für die Planung und Beratung rund um Kombi-Dampfgarer stehen Ihnen unsere Fachberater in den Manor-Filialen persönlich zur Verfügung.
Gut zu wissen — worauf Dampfgaren nicht die Antwort ist
Dampfgaren liefert hervorragende Ergebnisse bei Gemüse, Fisch, Teigtaschen und Beilagen — erzeugt aber weder Röstaromen noch eine knusprige Kruste. Wer goldbraune Kartoffeln oder ein scharf angebratenes Stück Fleisch erwartet, braucht weiterhin eine Pfanne, eine Heissluftfritteuse oder den Backofen. Kombi-Dampfgarer lösen das über ihren Heissluft-Modus, reine Standalone-Steamer nicht. Ausserdem: Bei kalkhaltigem Wasser ab etwa 25 °fH — verbreitet im Schweizer Mittelland — sollte das Gerät alle zwei bis vier Wochen entkalkt werden, sonst leidet die Dampfleistung spürbar. Für die Wahl der passenden Gerätekategorie stehen Ihnen unsere Fachberater in den Manor-Filialen gerne zur Seite.
Häufige Fragen zu Dampfgarern und Steamern
Welche Grösse sollte mein Dampfgarer haben?
Bevor Sie sich auf Literangaben konzentrieren, messen Sie die Stellfläche auf Ihrer Küchenablage: Standalone-Dampfgarer mit drei Etagen erreichen eine Stapelhöhe von 35 bis 45 cm — unter niedrigen Hängeschränken kann das knapp werden. Rechnen Sie mit einer Grundfläche von etwa 30 × 30 cm. Wer wenig Arbeitsfläche hat, profitiert von kompakteren Zwei-Etagen-Modellen, die sich nach Gebrauch in einem Küchenschrank verstauen lassen. Bei Einbau-Kombigeräten entfällt das Platzproblem, dafür muss die Nischenhöhe im Küchenmöbel zum Gerätemass passen — Standard sind 45 oder 60 cm Nischenhöhe.
Bleiben im Dampfgarer wirklich mehr Vitamine erhalten als beim Kochen?
Beim Kochen in Wasser gehen wasserlösliche Vitamine — besonders Vitamin C und B-Vitamine — zu 30 bis 50 % ins Kochwasser über. Beim Dampfgaren liegt der Verlust bei etwa 10 bis 25 %, weil das Gargut nicht im Wasser liegt. Am deutlichsten zeigt sich der Unterschied bei kurzen Garzeiten: Spinat braucht im Dampf nur 3 bis 5 Minuten statt 6 bis 8 Minuten im Kochwasser, Karotten behalten ihre leuchtende Farbe und einen spürbar festeren Biss. Auch Mineralien wie Kalium und Magnesium bleiben besser erhalten.
Welcher Dampfgarer eignet sich für asiatische Gerichte wie Dim Sum?
Für Dim Sum, Bao Buns und gedämpfte Teigtaschen ist ein Bambus-Steamer mit 25 bis 30 cm Durchmesser die authentischste Wahl — das Bambusholz absorbiert Kondenswasser, das sonst auf die Teigtaschen tropft und sie aufweicht. Im Manor-Sortiment sind Bambus-Steamer ab rund CHF 15 bis 25 erhältlich. Wer grössere Mengen dämpft, kann auf einen elektrischen Standalone-Steamer von Solis ausweichen und in der obersten Etage ein Baumwolltuch unterlegen, um denselben Anti-Tropf-Effekt zu erreichen.
Wie reinige und entkalke ich einen elektrischen Dampfgarer?
Nach jeder Nutzung Garkörbe mit warmem Wasser und mildem Spülmittel abwaschen, Wassertank leeren und offen trocknen lassen. Zum Entkalken eignet sich Zitronensäure besser als Essig: 30 g Zitronensäure auf 1 Liter Wasser lösen, durchlaufen lassen und anschliessend zweimal mit klarem Wasser nachspülen. Essig hinterlässt einen Geruch, der sich bei manchen Geräten über mehrere Durchgänge hält. Viele Hersteller bieten zusätzlich eigene Entkalkungstabletten an, die auf die Materialien im Gerät abgestimmt sind. Ein oft vergessenes Detail: Die Silikondichtungen an Deckeln und Wassertanks werden mit der Zeit spröde — wischen Sie sie regelmässig mit einem feuchten Tuch ab und prüfen Sie einmal im Jahr, ob sie noch dicht schliessen.
Lässt sich mit einem Dampfgarer auch Reis zubereiten?
Ja — die meisten Standalone-Dampfgarer werden mit einer speziellen Reisschale geliefert. Jasminreis braucht darin rund 25 bis 30 Minuten, Basmatireis 20 bis 25 Minuten. Der Vorteil gegenüber dem Topf: kein Anbrennen, kein Umrühren. Gleichzeitig kann auf der Etage darüber Gemüse oder Fisch mitgaren — echtes One-Pot-Prinzip ohne zusätzliches Küchengerät.