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BB & CC Creams bei Manor – die richtige Allround-Pflege für Ihren Teint
Vor wenigen Jahren hiess die Morgenroutine: Tagescreme, Primer, Foundation, Sonnenschutz – vier Produkte, bevor der Tag überhaupt begonnen hat. Heute erledigt eine einzige Tube, was früher vier Tiegel brauchten. BB und CC Creams vereinen Pflege, Abdeckung und UV-Schutz in einer Formel. Doch die beiden Formate unterscheiden sich stärker, als viele vermuten – in Deckkraft, Textur und Wirkstoffprofil. Zeit am Morgen sparen und die bessere Wahl für den eigenen Hauttyp treffen: Beides gelingt, wenn man die Unterschiede kennt.
Was unterscheidet BB Creams von CC Creams?
Beide Formate sind Hybride aus Pflege und Make-up – der entscheidende Unterschied liegt in Deckkraft und Hauptfunktion.
BB Cream: Abdeckung mit Pflegeeffekt
BB steht für Blemish Balm, und der Ursprung verrät viel über die Stärke: Entwickelt wurde das Format in der dermatologischen Nachsorge, um gereizte Haut gleichzeitig zu pflegen und sichtbare Rötungen zu kaschieren. Die Deckkraft liegt spürbar über der einer getönten Tagescreme und kommt an eine leichte Foundation heran. Die Textur ist reichhaltiger, oft mit Hyaluronsäure oder Niacinamid angereichert, der LSF liegt typischerweise bei 15–30. Ideal für normale bis trockene Haut, die Unebenheiten kaschieren will, ohne auf Pflege zu verzichten. Ehrlicher Hinweis: Bei öliger Haut neigen reichhaltige BB Creams zum Glänzen, und die Farbauswahl fällt mit drei bis sechs Nuancen deutlich schmaler aus als bei klassischer Foundation.
CC Cream: Farbkorrektur statt Abdeckung
CC steht für Color Correcting, und genau das beschreibt den Ansatz: Statt Unreinheiten zuzudecken, neutralisieren spezielle Pigmente Verfärbungen optisch – Rötungen, fahlen Teint, leichte Pigmentflecken. Die Textur ist leichter, das Finish natürlicher, fast wie nackte Haut mit einem ebenmässigen Filter darüber. Viele CC Creams bieten einen höheren LSF (20–50) und setzen auf antioxidative Wirkstoffe wie Vitamin C oder Vitamin E. Für Mischhaut bis ölige Haut oder als Sommeralternative zur BB Cream ist dieses Format oft die bessere Wahl. Die Einschränkung: Stärkere Unreinheiten oder Aknenarben deckt eine CC Cream nicht vollständig ab – dafür braucht es punktuell einen Concealer.
Darauf kommt es beim Kauf an
Welches Finish passt zu welchem Hauttyp?
Trockene Haut profitiert von BB Creams mit Glycerin- oder Sheabutter-Anteil, die über den Tag hinweg Feuchtigkeit spenden, statt sie zu entziehen. Ölige Haut und Mischhaut fahren besser mit einer CC Cream in ölfreier Formulierung und mattierendem Finish. Bei empfindlicher Haut lohnt sich ein Blick auf die Kennzeichnung „hypoallergen" und den Verzicht auf Duftstoffe in der Formel.
„Nicht komedogen" bedeutet übrigens nur, dass die Formel in Labortests keine Poren verstopft hat – bei individueller Akne-Neigung ist ein Patch-Test an der Unterarm-Innenseite trotzdem die sicherste Methode, bevor das Produkt ins Gesicht kommt.
Reicht der integrierte LSF für den Alltag?
Die Schweizerische Gesellschaft für Dermatologie empfiehlt LSF 30 als Mindeststandard für den täglichen Schutz. Bei Hyperpigmentierung oder Melasma-Neigung ist LSF 50 die bessere Wahl. Entscheidend ist aber nicht nur die Zahl auf der Tube, sondern die aufgetragene Menge: Der angegebene LSF gilt für 2 mg/cm² Hautfläche – das entspricht etwa einem halben Teelöffel fürs gesamte Gesicht. Die meisten tragen deutlich weniger auf, wodurch der effektive Schutz von LSF 30 auf geschätzt LSF 10–15 sinkt. Für den Arbeitsweg im Flachland reicht das im Winter. Für einen Tag am Thunersee, auf der Skipiste oder bei Höhensonne ab ca. 1500 m ü. M. gehört eine separate Gesichtssonnencreme unter oder über die getönte Pflege.
Farbton und Oxidation: Warum 15 Minuten Geduld sich lohnen
BB und CC Creams oxidieren auf der Haut häufig nach 10–20 Minuten leicht nach und wirken dann einen halben bis ganzen Ton dunkler. Testen Sie den Farbton deshalb am Kieferrand – nicht am Handrücken, der hat einen anderen Unterton – und warten Sie eine Viertelstunde bei Tageslicht. Einige CC Creams arbeiten mit adaptiven Pigmenten, die sich beim Verblenden dem individuellen Hautton anpassen.
- Textur und Auftrag: Flüssige Formeln ergeben ein leichteres, natürlicheres Finish. Cremigere Texturen bieten mehr Deckkraft. Das Ergebnis variiert je nach Methode – Fingerspitzen wärmen die Pigmente vor und verbessern das Einschmelzen, ein leicht angefeuchteter Beauty-Schwamm sorgt für ein ebenmässigeres Finish.
- Wirkstoffe mit Zusatznutzen: Niacinamid ab 2 % verfeinert sichtbar die Poren und reguliert den Talg, ab 4–5 % zeigt es Wirkung auf Pigmentflecken. Vitamin C hellt den Teint auf. Hyaluronsäure bindet ab ca. 0,1 % Feuchtigkeit auf der Hautoberfläche – achten Sie auf die Position in der INCI-Liste: Je weiter oben, desto höher die Konzentration.
- Haltbarkeit nach Öffnung (PAO): Das offene-Tiegel-Symbol mit Monatszahl gibt den Richtwert. Bei mineralischen UV-Filtern eher 6 Monate, da die Filterwirkung nachlässt. Bei chemischen Filtern sind 12 Monate realistisch. Tube ist hygienischer als Tiegel.
Marken im Manor-Sortiment
Premium und Derma-Expertise
Clinique setzt konsequent auf duftstofffreie Formeln mit ölfreier Textur und LSF 30 – unserer Erfahrung nach die sicherste Wahl für empfindliche Haut im gesamten Sortiment. Preissegment: ca. CHF 35–45. Estée Lauder bietet BB Creams mit Antioxidantien-Komplex in reichhaltigerer Textur, die sich besonders für trockene Haut eignet. Preissegment: ca. CHF 40–55. Beide Marken kommen mit dermatologischer Testung und einer vergleichsweise breiten Farbpalette.
Alltag und bewährte Drogerie-Qualität
L'Oréal Paris überzeugt mit 5-in-1-Formeln und LSF 20 bei einem Preis von ca. CHF 12–18. Garnier setzt auf leichte Texturen mit Vitamin-C-Extrakt – ideal als Sommer-BB-Cream, Preissegment ca. CHF 10–16. NYX Professional Makeup bietet mit sehr leichter Deckkraft eine CC-Alternative für alle, die kaum sichtbares Make-up wollen, ab ca. CHF 12–15.
Naturkosmetik und Clean Beauty
Erborian verbindet koreanische Formulierung mit hoher Farbkorrektur-Leistung – der Centella-Asiatica-Extrakt beruhigt die Haut, während adaptive Pigmente sich beim Verblenden anpassen. Preissegment: ca. CHF 35–45. Wer auf kurze INCI-Listen und pflanzliche Wirkstoffe Wert legt, sollte allerdings genau hinschauen: Nicht alle Marken, die sich als „Clean" positionieren, tragen ein offizielles Zertifikat.
Wir bei Manor haben das Sortiment bewusst so zusammengestellt, dass es von der Apotheken-Marke bis zur Premium-Linie reicht. In unseren Filialen ist eine persönliche Farbberatung am Beauty-Counter jederzeit möglich.
So holen Sie das Beste aus Ihrer BB oder CC Cream
Die Reihenfolge in der Routine: Reinigung, Serum (optional), BB oder CC Cream, bei Bedarf Concealer auf einzelne Stellen, Puder nur bei öliger Haut zum Fixieren. Ein Primer darunter verlängert die Haltbarkeit, ist aber kein Muss. Mit den Fingerspitzen von der Gesichtsmitte nach aussen einarbeiten – die Körperwärme hilft den Pigmenten, sich mit der Haut zu verbinden.
Mischen Sie Ihre BB oder CC Cream nicht mit Foundation – das verändert die Pigmentdichte und kann fleckig wirken.
Gut zu wissen – worauf diese Formate nicht ausgelegt sind
BB und CC Creams sind Hybridprodukte – sie ersetzen weder eine medizinische Hautpflege noch eine hochdeckende Camouflage. Bei Akne, Rosazea oder aktiven Hautentzündungen können die enthaltenen Pigmente und Duftstoffe die Haut zusätzlich reizen. Wer unter Hyperpigmentierung oder Melasma leidet, profitiert zwar vom integrierten LSF, sollte die Behandlung aber nicht allein einer getönten Creme überlassen. Der integrierte Sonnenschutz reicht für den Schweizer Alltag im Flachland, nicht aber für Höhensonne ab ca. 1500 m ü. M. oder ganztägige Outdoor-Exposition. Für individuelle Hauttyp-Beratung stehen Ihnen unsere Beauty-Beraterinnen und -Berater in den Manor-Filialen persönlich zur Verfügung – bei bestehenden Hautproblemen empfehlen wir zusätzlich das Gespräch mit einer Dermatologin oder einem Dermatologen.
Häufige Fragen zu BB & CC Creams
Wie finde ich den richtigen Farbton?
Bestimmen Sie zuerst Ihren Unterton: Sind die Adern an der Handgelenk-Innenseite eher bläulich-violett, ist Ihr Unterton kühl; schimmern sie grünlich, ist er warm. Neutrale Untertöne zeigen beides. Diese Einordnung grenzt die Farbauswahl stärker ein als jeder Swatch am Handrücken. Bei adaptiven CC Creams wie jenen von Erborian reicht oft eine Universalnuance – in den Manor-Filialen können Sie den Abgleich direkt am Beauty-Counter machen.
Kann ich eine BB Cream auch bei öliger Haut verwenden?
Ja, aber gezielt: Wählen Sie eine ölfreie BB Cream mit mattierendem Finish. Alternativ ist eine CC Cream die bessere Wahl, da sie leichter formuliert ist und weniger Glanz erzeugt. Ein Trick aus unserer Beauty-Beratung: Vor dem Auftragen einen mattierenden Primer verwenden und für unterwegs Blotting Papers einpacken – die saugen überschüssigen Talg auf, ohne das Make-up zu verschieben, und verlängern das matte Finish um Stunden.
Wie creme ich unterwegs nach, ohne das Make-up zu ruinieren?
Nachcremen über einer BB oder CC Cream ist die eigentliche Alltagshürde. Ein kompakter Sonnenschutzstick mit LSF 50 lässt sich gezielt auf Nasenrücken, Stirn und Wangenknochen auftragen, ohne die Pigmentschicht zu verwischen. Alternativ gibt es Sonnenschutzsprays mit feinem Nebel, die über dem Make-up trocknen. Wir bei Manor führen beide Formate im Sonnenpflege-Sortiment.
Wie lange hält eine geöffnete BB oder CC Cream?
Die PAO-Angabe auf der Verpackung gibt den Richtwert. Konkreter: Wenn die Textur körnig wird, sich die Farbe in Öl- und Pigmentschicht trennt oder ein ranziger Geruch entsteht, ist der UV-Filter mit hoher Wahrscheinlichkeit abgebaut. Lagern Sie das Produkt unter 25 °C und nie im Auto – bei sommerlicher Hitze kann die Filterwirkung schon nach wenigen Wochen nachlassen.
Sind BB und CC Creams auch für empfindliche oder allergische Haut geeignet?
Grundsätzlich ja, wenn die Formel duftstofffrei und als „hypoallergen" gekennzeichnet ist. Neben Octocrylen löst auch Benzophenon-3 (INCI: Oxybenzone) häufig Kontaktallergien aus – gleichen Sie die INCI-Liste im Zweifel mit Ihrem Allergiepass ab. Patch-Test an der Innenseite des Unterarms, 24 Stunden warten, bei Rötung oder Juckreiz das Produkt nicht verwenden.
Wie pflege ich meinen Beauty-Schwamm nach dem Auftragen?
Nach jedem Gebrauch den Schwamm unter lauwarmem Wasser (ca. 30–35 °C) mit einem milden Reinigungsmittel oder spezieller Schwammseife auswaschen, bis kein Pigment mehr austritt. Einmal pro Woche zusätzlich für fünf Minuten in Wasser mit einem Tropfen Teebaumöl einweichen. Zum Trocknen offen und luftig lagern, nie in einem geschlossenen Beutel – Feuchtigkeit plus Wärme sind der schnellste Weg zu Keimbildung.