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Jalousien und Plissees bei Manor – Sichtschutz mit Stil für jedes Fenster

Im Winter war das Schlafzimmer morgens angenehm dunkel – jetzt, Anfang Juni, steht die Sonne um halb sechs im Raum, und der Wecker klingelt erst in zwei Stunden. Was in der Altbauwohnung an der Zürcher Langstrasse genauso gilt wie im Neubau am Zugersee: Ohne den richtigen Licht- und Sichtschutz am Fenster wird jede Jahreszeit zur kleinen Herausforderung. Jalousien und Plissees lösen genau dieses Problem – allerdings auf grundverschiedene Weise. Und genau darin liegt die Chance, für jedes Fenster und jede Wohnsituation die passende Lösung zu finden.

Jalousie oder Plissee – welcher Typ passt zu Ihrem Fenster?

Die Entscheidung zwischen Jalousie und Plissee hängt nicht vom Geschmack allein ab. Fensterform, gewünschte Lichtsteuerung und Montagesituation geben die Richtung vor. Wer diese drei Faktoren kennt, spart sich Fehlkäufe und Rücksendungen. Wir bei Manor erleben in der Beratung immer wieder, dass Kundinnen und Kunden erst nach dem Gespräch über Fensterform und Raumnutzung zum richtigen System greifen – der Unterschied zwischen den beiden ist grösser, als viele erwarten.

Jalousie – Licht gezielt lenken statt nur blockieren

Die Horizontaljalousie arbeitet mit drehbaren Lamellen aus Aluminium, typischerweise 16 mm oder 25 mm breit. Der entscheidende Vorteil gegenüber jedem Stoffsystem: Sie blockieren Licht nicht einfach, sondern lenken es aktiv in den Raum – stufenlos, je nach Lamellenwinkel. Am Schreibtisch neben dem Fenster lässt sich so Blendung eliminieren, ohne den Raum komplett abzudunkeln. Bei bodentiefen oder sehr breiten Fenstern ab etwa 180 cm Breite wird die Konstruktion allerdings spürbar schwer und die Bedienung hakelig. Ausserdem sammeln die Lamellen auf der Oberseite Staub – wer das stört, greift regelmässig zum feuchten Tuch oder einem Fensterreiniger.

Plissee – der Allrounder für Sonderformen und leise Fenster

Ein Plissee funktioniert völlig anders: Gefalteter Stoff, der sich stufenlos von oben, von unten oder beidseitig verschieben lässt. Kein Drehen, kein Klicken, kein Geräusch bei Durchzug. Genau das macht Faltstore-Systeme zur ersten Wahl für Dachfenster, Dreiecksfenster und andere Sonderformen, an denen eine Jalousie konstruktionsbedingt scheitert. Die Stoffbahn ist federleicht, die Montage unkompliziert. Allerdings kann ein Plissee Licht nicht gezielt umlenken – es filtert oder blockiert, je nach Stoffqualität. Bei günstigen Qualitäten verliert der Stoff nach zwei bis drei Jahren an Spannkraft, die Falten hängen dann leicht durch.

Wabenplissee – wenn Isolation genauso zählt wie Sichtschutz

Das Wabenplissee ist die technisch aufwendigste Variante: Zwei Stofflagen bilden wabenartige Luftkammern, die wie eine zusätzliche Isolierschicht vor dem Fenster wirken. Herstellerangaben beziffern die Reduktion des Wärmeverlusts auf 15–25 %, abhängig von Zellgrösse und bestehender Fensterisolierung. Die Schnüre laufen unsichtbar innerhalb der Wabe – optisch die sauberste Lösung. Der Preis liegt spürbar über dem eines Standardplissees, die Farbauswahl ist eingeschränkter, und die Reinigung der Doppelzellstruktur braucht mehr Geduld.

Jalousien und Plissees kaufen – worauf Sie achten sollten

Montage-Art: Bohren, Klemmen oder Kleben

Drei Wege führen ans Fenster, und jeder hat seinen Haken. Die Verschraubung ist die stabilste Lösung – sinnvoll in der Eigentumswohnung, wo Bohrlöcher kein Problem darstellen. Klemmträger kommen ohne Schrauben aus und lassen sich beim Auszug rückstandslos entfernen, was sie zur Standardwahl in Schweizer Mietwohnungen macht. Voraussetzung: Der Fensterrahmen muss eine Falztiefe von 15 bis 23 mm haben – nachmessen, bevor Sie bestellen. Klebeträger funktionieren bei leichten Plissees bis etwa 2 kg Gesamtgewicht, verlieren aber bei starker Sonneneinstrahlung auf der Südseite nach ein bis zwei Sommern an Haftkraft. Bei Dachfenstern mit einer Neigung über 15° sind Spannschuhe oder seitliche Führungsschienen Pflicht – sonst hängt der Stoff durch, und der Sichtschutz wird zur Dekoration ohne Funktion.

Mass nehmen – so vermeiden Sie Fehlkäufe

Der häufigste Fehler bei der Bestellung: die Breite des Fensterflügels statt der Glasfläche gemessen. Bei Plissees mit Glasleistenmontage messen Sie Breite und Höhe der Glasscheibe innen – jeweils an drei Stellen (oben, Mitte, unten), und nehmen den kleinsten Wert. Bei Jalousien mit Wandmontage gilt: Nischenbreite minus 2–3 mm Spiel je Seite. Verwenden Sie einen Metallmassstab, kein flexibles Textilband, und schliessen Sie das Fenster vor dem Messen – geöffnete Flügel verfälschen die Nischenbreite erheblich.

Griffleiste, Schnurzug oder Kettenzug – die Bedienung ist Geschmackssache, solange keine Kleinkinder im Haushalt leben. In diesem Fall ist schnurlose Bedienung Pflicht: Die EU-Norm EN 13120 schreibt eine Kindersicherung vor, weil lose Schnüre eine Strangulationsgefahr darstellen.

Weitere Kaufkriterien – von Lamellenbreite bis Lichtdurchlässigkeit

  • Lamellenbreite und Stapelhöhe: 16-mm-Lamellen passen zu schmalen Fensterrahmen und wirken filigran. 25-mm-Lamellen sind der Standard für Wohn- und Büroräume. Wer den warmen Look von Holzjalousien bevorzugt, landet bei 50 mm Breite – allerdings mit einer Stapelhöhe von 8–12 cm im hochgezogenen Zustand, was bei niedrigen Fenstern den Lichteinfall spürbar reduziert.
  • Feuchtraumeignung: Aluminium-Jalousien oder Kunststoff-Plissees mit Perlmutt-Beschichtung eignen sich fürs Badezimmer und die Küche. Stoffplissees aus Polyester nur, wenn sie explizit als feuchtraumgeeignet deklariert sind – sonst drohen Stockflecken und Geruchsbildung.
  • Hitzeschutz und Reflexion: Plissees mit silber- oder weissbeschichteter Rückseite (Perlexbeschichtung) reflektieren bis zu 70 % der Sonnenwärme. Für Südfenster und Dachwohnungen in der Sommerhitze ein echter Unterschied – wir bei Manor empfehlen diese Variante besonders für Räume unter dem Dach.
  • Lichtdurchlässigkeit: Transparente Plissee-Stoffe lassen 40–70 % Licht durch – Sichtschutz bei Tag, aber keine Verdunkelung. Dimout-Stoffe filtern auf 5–15 %, Blackout-Stoffe liegen unter 1 % und eignen sich für Schichtarbeitende oder lichtempfindliche Kinder.
  • Farbwahl mit Konsequenz: Helle Stoffe reflektieren mehr Wärme, dunkle absorbieren sie. Im Schlafzimmer zählt Verdunkelung, im Wohnbereich oft der Wärmeschutz – beides gleichzeitig geht nur mit beschichteten Stoffen.
  • Aluminium-Lamellen feucht abwischbar. Plissee-Stoffe nur mit Staubwedel oder im lauwarmen Tauchbad reinigen – nie in die Waschmaschine, nie bügeln.

Die passende Lösung nach Raum – wo welcher Schutz funktioniert

Nicht jeder Raum braucht denselben Schutz. Wer in einer Berner Altbauwohnung mit Sprossenfenstern lebt, hat andere Anforderungen als jemand im Minergie-Neubau mit bodentiefen Glasfronten. Hier unsere Erfahrungswerte aus der Beratung.

Schlafzimmer – maximale Dunkelheit erreichen

Blackout-Plissees mit einer Lichtdurchlässigkeit unter 1 % sind hier die konsequenteste Lösung. Eine Jalousie lässt konstruktionsbedingt immer Restlicht zwischen Lamellen und Rahmen durch – je nach Einbau 3 bis 8 mm Lichtschlitze. Für Schichtarbeitende oder Familien mit Kleinkindern funktioniert ein Doppelplissee besonders gut: oben Verdunkelungsstoff, unten Tageslicht – so bleibt der Raum tagsüber hell und nachts stockdunkel.

Wohnzimmer – Licht steuern statt aussperren

Transparente oder halbtransparente Plissees schaffen Sichtschutz, ohne das Wohnzimmer abzudunkeln. Wer regelmässig am Fenster arbeitet, profitiert von Jalousien mit 25-mm-Lamellen – die gezielte Lichtlenkung eliminiert Bildschirmblendung, ohne den Raum zu verschliessen. Helle Naturtöne vergrössern den Raum optisch, ein Effekt, der besonders in kompakten Stadtwohnungen spürbar wird. Ergänzend dazu lassen sich Fertigvorhänge als abendliche Verdunkelungsschicht kombinieren.

In Badezimmer und Küche fordern Feuchtigkeit und Fettdampf robuste Materialien – Aluminium-Jalousien sind hier die unkomplizierteste Wahl. Plissees funktionieren, wenn sie als feuchtraumgeeignet deklariert sind, und bieten den Vorteil, sich von unten nach oben schieben zu lassen: Sichtschutz auf Augenhöhe, während oben Tageslicht hereinströmt. Für geneigte Dachfenster kommen nur Plissees mit seitlicher Schienenführung infrage – Jalousien scheiden konstruktionsbedingt aus. Dachfenstermarken wie Velux, Roto oder Fakro verwenden unterschiedliche Masse, prüfen Sie die Kompatibilität vor der Bestellung. Passendes Vorhangzubehör und Vorhangstangen für angrenzende Fenster finden Sie ebenfalls bei Manor.

Gut zu wissen – worauf wir bei Manor hinweisen

Jalousien und Plissees sind Massprodukte – selbst bei Standardgrössen weichen Fenster in Schweizer Altbauten häufig um mehrere Millimeter von der Norm ab. Wer ohne exaktes Ausmessen bestellt, riskiert Rücksendungen und Wartezeit. Unserer Erfahrung nach lohnt es sich, die Glasleiste mit einem Metallmassstab nachzumessen und konsequent den kleinsten gemessenen Wert zu verwenden. Plissee-Stoffe lassen sich weder kürzen noch anpassen – ein Fehlkauf bedeutet Neukauf. Für individuelle Beratung zu Montage und Massfindung stehen Ihnen unsere Fachberater in den Manor-Filialen persönlich zur Verfügung.

Häufige Fragen zu Jalousien und Plissees

Wie finde ich die richtige Grösse für mein Plissee?

Messen Sie die Glasscheibe innen – Breite und Höhe jeweils an drei Punkten – und verwenden Sie den kleinsten Wert. Wichtig: Das Bestellmass ist nicht das Fertigmass. Die meisten Hersteller fertigen mit 2–4 mm Toleranz, weshalb der kleinste gemessene Wert die sicherste Grundlage bildet. Bei Rundbögen oder Trapezfenstern benötigen Sie eine Schablone aus Karton, die Sie an den Rahmen halten – reine Zahlenmasse reichen bei Sonderformen nicht aus. Prüfen Sie bei Klemmträger-Montage zusätzlich die Falztiefe: unter 15 mm hält kein Standardträger.

Aluminium oder Polyester – welches Material hält länger?

Aluminium-Lamellen sind formstabil, feuchtigkeitsresistent und lassen sich jahrelang feucht abwischen, ohne an Spannung zu verlieren – dafür fühlen sie sich kühl und technisch an und klappern bei Durchzug hörbar. Polyester-Plissees sind leiser, leichter und in deutlich mehr Farben und Transparenzgraden erhältlich, verlieren aber bei günstigen Qualitäten nach zwei bis drei Jahren an Faltspannung. Für Feuchträume und Küchen ist Aluminium die robustere Wahl, für Wohn- und Schlafräume bietet Polyester mehr gestalterische Freiheit. Marken wie Intirilife decken bei Manor beide Materialwelten ab – vom Alu-Einstiegsmodell bis zum Stoff-Plissee mit Perlexbeschichtung.

Welche Lösung eignet sich für Mietwohnungen ohne Bohren?

Klemmträger-Plissees sind die erste Wahl – sie werden direkt auf den Fensterflügel geklemmt, keine Schraube, kein Loch, rückstandslos entfernbar beim Auszug. Voraussetzung: Falztiefe des Rahmens zwischen 15 und 23 mm. Klebeträger funktionieren bei leichten Plissees unter 2 kg Gesamtgewicht, verlieren aber bei starker Sonneneinstrahlung nach ein bis zwei Sommern an Haftkraft. Jalousien mit Klemmhalterung gibt es ebenfalls, sie belasten den Rahmen aber stärker – bei Kunststofffenstern auf Verformung achten.

Wie reinige ich Plissee-Stoff, ohne ihn zu beschädigen?

Alle zwei bis drei Wochen mit weichem Staubwedel oder Mikrofasertuch trocken abstauben. Bei Flecken das Plissee komplett abnehmen, zusammengefaltet in lauwarmes Wasser (maximal 30 °C) mit einem Tropfen Feinwaschmittel legen und 20 Minuten einweichen – nicht reiben. Danach mehrfach in klarem Wasser schwenken, gefaltet abtropfen lassen und erst am Fenster wieder aufspannen. Nie in die Waschmaschine, nie bügeln, keinen Dampfreiniger verwenden: Die Falten sind thermisch fixiert und gehen bei Hitze über 60 °C irreversibel verloren.

Welches System empfiehlt Manor für eine Dachwohnung mit Südausrichtung?

Für Dachfenster mit Südausrichtung bewähren sich Wabenplissees mit silberbeschichteter Aussenseite am besten – die Doppelzellstruktur isoliert, und die Beschichtung reflektiert bis zu 70 % der Sonnenwärme, bevor sie den Raum erreicht. Bei Manor führen Marken wie Living Home und VidaXL passende Modelle mit seitlicher Schienenführung, die auch bei Neigung straff sitzen. Wer den Preissprung zum Wabenplissee scheut, fährt mit einem Dimout-Plissee mit Perlexbeschichtung als Kompromiss gut – weniger Isolation, aber deutlich spürbarer Hitzeschutz gegenüber einem Standardstoff.