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Saucieren bei Manor – das richtige Gefäss für stilvolles Servieren
Eine halb gefüllte Sauciere steht dampfend neben dem Sonntagsbraten, der Bratenjus zieht langsam zum Ausguss hin, und das bauchige Porzellan hält die Wärme so selbstverständlich, als wäre es dafür gemacht worden – was es natürlich auch wurde. Genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen «Sauce aus dem Topf giessen» und einem gedeckten Tisch, an dem jedes Detail stimmt. Wer einmal erlebt hat, wie ein sauber gezogener Ausguss den Jus ohne Nachtropfen auf den Teller bringt, greift nie wieder zur Pfanne als Serviergefäss.
Worauf es bei einer guten Sauciere ankommt
Material und Wärmeverhalten — wo die Unterschiede wirklich liegen
Porzellan ist der Klassiker: Ab etwa 3 mm Wandstärke hält es die Sauce rund 15–20 Minuten auf angenehmer Serviertemperatur, ist spülmaschinenfest und passt sich dem bestehenden Geschirr stilistisch an. Keramik und Steingut speichern Wärme sogar noch etwas länger, bringen aber deutlich mehr Gewicht auf den Tisch – und nicht jedes Modell verträgt die Mikrowelle. Edelstahl mit Doppelwand isoliert thermisch am besten, die Aussenwand bleibt handwarm, während die Sauce innen heiss bleibt. Bruchsicher ist er obendrein. Glas wiederum sieht elegant aus und zeigt die Farbe einer Safransauce oder eines dunklen Rotweinjus besonders schön, bietet aber den dünnsten Wärmepuffer von allen.
Wer sich zwischen Porzellan und Edelstahl nicht entscheiden kann, sollte ehrlich überlegen, was am Tisch häufiger passiert: formelles Dinner oder Familienessen mit Kindern, bei dem auch mal etwas vom Tisch fällt.
Fassungsvermögen nach Personenzahl
- 200–300 ml: Beilagensaucen, Dipschälchen-Ersatz, kleine Runden zu zweit oder zu dritt
- 400–550 ml: Der Standard für Familienessen mit vier bis sechs Personen – genug Volumen für den Sonntagsbraten, ohne dass die Sauciere überdimensioniert wirkt
- Ab 600 ml: Festtafeln, Buffets oder wenn mehrere Saucen parallel serviert werden. Bei einem Weihnachtsessen in grösserer Runde spart eine grosse Sauciere das ständige Nachfüllen.
Ausguss und Tropfkante — das unterschätzte Kaufkriterium
- Ein breiter, nach unten gezogener Ausguss verhindert Nachtropfen zuverlässiger als ein schmaler, spitzer Schnabel
- Doppelausguss (beidseitig) ist kein Luxus, sondern praktisch für Links- und Rechtshänder am selben Tisch
- Die Tropfkante entscheidet über sauberes Servieren: Eine scharfe Kante am Ausgussrand sorgt für einen klaren Abschluss – bei gerundeten Kanten läuft der letzte Tropfen fast immer die Aussenwand hinunter
Drei weitere Punkte, die beim Kauf oft vergessen werden: Die Standfestigkeit – ein breiter Fuss oder ein mitgelieferter Unterteller schützt das Tischtuch vor Ringen und Flecken. Die Henkelform, die ergonomisch genug sein muss, um eine vorgewärmte Sauciere sicher zu greifen. Und die Kompatibilität mit dem bestehenden Tafelservice: Viele Hersteller wie Villeroy & Boch oder Ritzenhoff & Breker bieten Saucieren passend zu ihren beliebten Geschirr-Sets an.
Welcher Typ passt zu Ihrem Tisch?
- Klassische Sauciere mit Unterteller – Der Servier-Standard bei mehrgängigen Menüs. Der feste Unterteller fängt Tropfen auf, stabilisiert das Gefäss und schützt empfindliche Tischdecken. Typisch für Porzellan oder Bone China, wie man es von formellen Tafeln kennt.
- Sauciere mit Deckel (Terrine-Stil) – Hält die Sauce bis zu 30 Minuten länger auf Serviertemperatur als offene Modelle. Wer zwischen den Gängen Zeit lässt oder ein Buffet bestückt, profitiert spürbar davon. Unserer Erfahrung nach die beste Wahl für Gastgeber, die entspannt servieren statt hetzen wollen.
- Doppelwandige Edelstahl-Sauciere – Die Luft- oder Vakuumschicht zwischen den Wänden isoliert so gut, dass die Aussenwand handwarm bleibt, während die Sauce innen heiss ist. Bruchsicher und damit ideal für Familien oder das Gartenfest im Sommer. WMF bietet hier kompakte Modelle mit modernem Design.
- Giess-Sauciere (Gravy Boat) – Längliche, flache Bauform mit langem Ausguss für kontrolliertes, dünnes Giessen. Perfekt für Bratenjus und Vinaigrettes. Für dickflüssige Rahmsaucen oder Saucen mit Stücken ist sie allerdings weniger geeignet – der schmale Ausguss verstopft.
- Landhausstil in Keramik oder Steingut – Dickwandiges, oft handglasiertes Material mit hoher Wärmespeicherung und rustikal-dekorativem Charakter. Marken wie Le Creuset stehen für genau diesen Stil. Wichtig: Handbemalte Modelle gehören selten in die Spülmaschine – immer die Herstellerangabe prüfen.
Marken für stilvolles Servieren bei Manor
Klassik und Premium
Villeroy & Boch bietet ein breites Sortiment an Saucieren, die optisch zu beliebten Geschirrserien passen – Hartporzellan, spülmaschinenfest, im Preissegment zwischen etwa CHF 45 und 90. Wer es noch filigraner mag, findet bei Rosenthal dünneres Porzellan mit hoher Transluzenz und elegantem Design, das bei festlichen Anlässen auf dem Tisch eine ganz eigene Wirkung entfaltet – Preissegment etwa CHF 60–110. Und mit like. by Villeroy & Boch gibt es zeitgemässe Interpretationen zu moderateren Preisen, die sich gut als Einstieg eignen.
Alltag und modernes Design
Für den täglichen Gebrauch und Familien setzen wir bei Manor auf robustes Hartporzellan und Steingut in gedeckten Trendfarben. ASA Selection bringt mit ihren Keramik- und Steingut-Modellen zeitgenössische Farbtöne auf den Tisch – von warmem Greige bis kräftigem Salbeigrün, Preissegment etwa CHF 25–50. Kahla steht für deutsches Hartporzellan in schlichter, alltagstauglicher Formsprache, das auch nach Jahren im Dauereinsatz nicht an Substanz verliert – hier beginnen die Preise bei rund CHF 20–40. Die Modelle sind bewusst so gestaltet, dass sie zum Sonntagsbraten genauso passen wie zum schnellen Mittwochabend-Essen. Passend dazu finden Sie bei uns Servierbesteck und Servierplatten, die den Tisch komplett machen.
Funktional und bruchsicher
WMF steht für doppelwandige Edelstahl-Modelle mit Isolierfunktion – bruchsicher, modern und eine logische Ergänzung zum bestehenden WMF-Bestecksortiment. Preissegment: etwa CHF 35–65.
Gut zu wissen – worauf eine Sauciere nicht ausgelegt ist
Eine Sauciere ist ein Serviergefäss, kein Kochgeschirr. Sie gehört weder auf die Herdplatte noch in den Backofen – es sei denn, der Hersteller gibt explizit Ofenfestigkeit bis ca. 200 °C an. Porzellan und Keramik reagieren empfindlich auf Temperaturschock: Wer eine kalte Sauciere direkt mit kochender Sauce befüllt, riskiert Haarrisse, die sich erst nach Wochen als feines Netz auf der Glasur zeigen. Unser Tipp aus der Praxis: Spülen Sie die Sauciere vorher mit heissem Wasser aus, dann befüllen. Und wer regelmässig dickflüssige Rahmsaucen serviert, sollte bewusst auf einen breiten Ausguss achten – schmale Ausgüsse sind für Jus konzipiert und verstopfen bei cremigen Saucen oder solchen mit Stücken.
Häufige Fragen zu Saucieren
Welche Grösse sollte eine Sauciere für einen Haushalt mit vier Personen haben?
Greifen Sie zu mindestens 500 ml Fassungsvermögen. Unser Praxis-Tipp: Lieber eine Nummer grösser wählen. Eine halbvolle 550-ml-Sauciere lässt sich deutlich kontrollierter giessen als eine randvolle 350-ml-Variante, bei der die Sauce beim Kippen über den Ausguss schwappt.
Ist Porzellan oder Edelstahl besser?
Wer die Sauciere passend zur bestehenden Geschirrserie kaufen möchte und Wert auf Tischästhetik legt, wählt Porzellan. Wer Kinder am Tisch hat, häufig draussen isst oder ein Gefäss braucht, das auch mal herunterfallen darf, greift zu doppelwandigem Edelstahl. Im Gewicht liegt der Unterschied bei gleicher Grösse oft bei 100–150 g zugunsten von Edelstahl, beim Pflegeaufwand ist Edelstahl unkomplizierter – Porzellan dafür vielseitiger im Dekor.
Welche Sauciere eignet sich für ein Fondue Chinoise?
Beim Fondue Chinoise stehen oft drei bis fünf verschiedene Saucen gleichzeitig auf dem Tisch. Hier eignen sich kleine Gefässe mit 200–300 ml oder Sets mit mehreren Schüsseln besser als eine einzelne grosse Sauciere. WMF bietet kompakte Edelstahl-Serviergefässe, die sich platzsparend gruppieren lassen.
Wie reinige ich eine Sauciere mit eingetrockneter Sauce?
Eingetrocknete Bratensauce in Porzellan lösen Sie am besten, indem Sie die Sauciere 30–60 Minuten in lauwarmem Wasser (ca. 40 °C) mit einem Spritzer Spülmittel einweichen. Stahlwolle oder Scheuermilch sind tabu – sie verkratzen die Glasur. Edelstahl verträgt auch heisseres Wasser bis 60 °C und milde Scheuermittel. Prüfen Sie die Spülmaschinenfestigkeit immer am Symbol auf dem Boden – handbemalte Keramikmodelle gehören grundsätzlich nicht in die Maschine.