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Schlitten & Bobs im Manor Online-Shop

Im November lag der alte Holzschlitten noch verstaubt im Keller – sechs Wochen später, am ersten Schneesamstag auf dem Zugerberg, zeigt sich, ob die Kufen noch gleiten oder ob ein neues Modell fällig ist. Welcher Schlittentyp für welches Alter, welches Gelände und welche Ambitionen passt, klärt dieser Überblick.

Welcher Schlittentyp passt zu wem?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen klassischen Kufen-Schlitten aus Holz und gelenkten Kunststoff-Bobs. Während erstere auf Stabilität und Tradition setzen, punkten Bobs mit präziserer Steuerung und geringerem Gewicht. Wir bei Manor führen beide Welten bewusst nebeneinander, weil sich Familien mit Kleinkindern und ambitionierte Schlittler auf steilen Pisten schlicht unterschiedliche Eigenschaften wünschen. Die zwei meistgefragten Varianten lohnen einen genaueren Blick, bevor die restlichen Typen im Kurzüberblick folgen.

Davoser Schlitten: der Klassiker für Familienpisten

Der Davoser Schlitten besitzt flache, feststehende Stahlkufen ohne Lenkung – die Richtung wird ausschliesslich über Gewichtsverlagerung und Fussbremse bestimmt. Mit einer Tragfähigkeit von häufig 90 bis 110 kg eignet er sich auch für Erwachsene oder Eltern-Kind-Tandems. Der massive Rahmen aus Esche oder Buche macht ihn mit 4 bis 7 kg schwerer als Kunststoffmodelle, dafür extrem langlebig. Ideal für gemütliches Gleiten auf Familienpisten sowie den Transport von Kindern oder Gepäck bei Winterwanderungen – solo nutzbar ab etwa 6 Jahren, mit Erwachsenem bereits ab 4 Jahren.

Lenkbob: mehr Tempo, mehr Kontrolle

Beim Lenkbob sorgt ein integriertes Lenkrad oder ein Lenkhebel mit Seilzug-Mechanismus für deutlich präzisere Richtungskontrolle als beim Davoser. Die Kunststoffschale aus HDPE mit niedrigem Schwerpunkt wiegt nur 2 bis 4 kg und ist oft mit einer Handbremse ausgestattet, die Tragfähigkeit liegt meist bei 50 bis 80 kg. Der Lenkbob eignet sich für aktives Schlitteln auf steileren Hängen, solo ab etwa 5 bis 6 Jahren, mit Erwachsenem bereits ab 3 Jahren. Auf präparierten Pisten entwickelt er deutlich mehr Tempo als auf unpräparierten Wegen.

  • Hörnerschlitten / Rodel: Nach oben gebogene Hörner an der Front ermöglichen sichereres Festhalten als beim Davoser, eine elastische Kufenaufhängung absorbiert Unebenheiten. Schwerer (5–8 kg), aber sehr kurvenstabil durch den flexiblen Rahmen.
  • Zipfelbob: Kompakte Sitzschale mit Haltegriff zwischen den Beinen, Steuerung rein über Körperverlagerung. Ultraleicht (0,5–1,5 kg), platzsparend, ideal für kurze Hänge und spontane Einsätze, Belastbarkeit meist nur 50–70 kg.
  • Rutschteller / Poporutscher: Flache Kunststoffscheibe ohne Kufen mit minimalem Reibungswiderstand – daher nur für flache, übersichtliche Hänge geeignet. Unter 0,5 kg leicht, für Kleinkinder ab ca. 2 Jahren, jedoch ohne Bremsfunktion.
  • Aufblasbarer Schneetube: Ringförmig, ohne Kufen, gleitet auf der gesamten Unterseite und erreicht auf Eis und Hartschnee hohe Geschwindigkeiten – dafür ohne jegliche Steuerung. Nur auf speziellen Tubingbahnen oder sehr flachen Hängen sicher, dabei platzsparend im Transport.

Worauf beim Schlittenkauf achten?

Belastbarkeit und Alterseignung richtig einschätzen

Das Gewichtslimit ist das erste Entscheidungskriterium beim Kauf – die Herstellerangabe sollte nie überschritten werden. Davoser und Hörnerschlitten tragen typischerweise 90 bis 110 kg und eignen sich damit für Tandem-Nutzung, Lenkbobs meist 50 bis 80 kg, Zipfelbobs und Rutschteller oft nur 50 bis 70 kg. Altersempfehlungen aus TÜV- oder GS-Prüfungen dienen als Orientierung, letztlich entscheidet aber die individuelle Motorik des Kindes.

Bei Tandem-Fahrten von Eltern und Kind zählt stets das Gesamtgewicht beider Personen.

Welches Material passt zu welcher Nutzung?

  • Hartholz (Esche, Buche): Robust, reparierbar, schwerer – ideal für lange Nutzungsdauer und Erwachsene. Muss trocken gelagert werden, da es sonst aufquillt.
  • HDPE-Kunststoff: Leicht, UV-beständig, pflegeleicht – Standard bei Bobs und Zipfelbobs. Wird bei Temperaturen unter –15 °C spröder.
  • Aluminium: Seltener, sehr leicht (ca. 3 kg bei Vollschlitten), rostfrei – dafür teurer und bei Aufprall weniger nachgiebig als Holz.

Welche Sicherheitsmerkmale wirklich zählen

  • GS-Prüfzeichen: Geprüfte Sicherheit nach europäischer Norm – besonders relevant bei Modellen für Kinder unter 6 Jahren.
  • Bremssystem: Lenkbobs mit integrierter Handbremse bieten deutlich mehr Kontrolle. Davoser-Schlitten bremsen ausschliesslich über Fussdruck im Schnee.
  • Zugseil mit Griff: Sollte fest montiert sein, damit Kinder den Schlitten beim Bergaufziehen nicht verlieren.
  • Rückenlehne: Bei Modellen für Kinder unter 3 Jahren empfehlenswert, verhindert Rückwärtskippen.

Auch Transportfreundlichkeit und Lagerung spielen eine Rolle: Zipfelbobs und Rutschteller passen dank geringem Gewicht in jeden Rucksack, während Davoser-Schlitten festen Kellerplatz benötigen. Wer wenig Stauraum hat, findet bei klappbaren Kunststoff-Bobs eine platzsparende Alternative. Passendes Zubehör für unterwegs, etwa aus dem Bereich Wintersport-Zubehör, rundet die Ausrüstung ab.

Marken im Manor-Sortiment

Klassik & Tradition

Als Schweizer Traditionshersteller steht Kathrein für Davoser Schlitten und Hörnerschlitten aus Eschenholz im Preissegment von rund CHF 80 bis 160. Die handwerkliche Verarbeitung sorgt für Langlebigkeit und macht die Modelle generationsübergreifend nutzbar. Gloco ergänzt das Angebot als deutscher Spezialist für klassische Holzschlitten im mittleren Preissegment.

Kinder & Familien

KHW und Stiga zählen zu den führenden Herstellern von Lenkbobs und Kinderschlitten im Kunststoffsegment, mit Preisen zwischen etwa CHF 30 und 90. Die Modelle überzeugen mit farbenfrohem Design, GS-Prüfung und oft integrierter Bremse samt Lenkrad. Unserer Erfahrung nach ist gerade dieses Segment für Familien der sinnvollste Einstieg, weil sich Sicherheit und Preis hier am ausgewogensten treffen.

Kompakt & Spontan

  • Zipfelbobs und Rutschteller verschiedener Hersteller, Einstieg bereits ab ca. CHF 10 bis 25.
  • Ideal als Zweitgerät, für spontane Schneeausflüge oder als praktische Lösung für Gäste.

Gut zu wissen vor dem Kauf

Holzschlitten reagieren empfindlich auf Nässe und Bodenkontakt ohne Schnee – wer den Davoser nach der Fahrt nass in den Keller stellt, riskiert aufgequollene Kufen und raue Sitzflächen.

Nach jeder Nutzung sollte der Schlitten aufrecht trocknen, die Stahlkufen lassen sich mit einem ölgetränkten Lappen pflegen. Kunststoff-Bobs sind pflegeleichter, sollten aber nicht über Kies oder Asphalt gezogen werden, da die Gleitfläche sonst irreparabel verkratzt. Bei Kindern unter 3 Jahren empfehlen unsere Fachberater in den Manor-Filialen Modelle mit Rückenlehne und Sicherheitsgurt; für die Wahl der richtigen Grösse und Ausstattung stehen sie persönlich zur Verfügung. Wer zusätzlich passende Wintersport-Bekleidung sucht, findet im Manor Online-Shop eine breite Auswahl.

Häufige Fragen zu Schlitten und Bobs

Welche Schlittengrösse braucht mein Kind?

Kind auf den Schlitten setzen – die Füsse sollten flach auf dem Boden stehen können, wenn die Fersen an der Sitzkante anliegen. Bei Holzschlitten gilt: 80 cm Sitzfläche reicht für Kinder bis ca. 120 cm Körpergrösse, 90–100 cm Sitzfläche für ältere Kinder und Tandemfahrten. Im Zweifel eine Nummer grösser wählen – «herauswachsen» passiert schneller als «hineinwachsen».

Holzschlitten oder Kunststoff-Bob – was hält länger?

Ein gepflegter Davoser aus Eschenholz hält problemlos 15 bis 20 Jahre. Kunststoff-Bobs halten bei regelmässigem Gebrauch etwa 5 bis 8 Saisons, bevor die Gleitfläche stumpf oder UV-bedingt spröde wird.

Reparaturen sind beim Holzschlitten meist möglich, beim Kunststoff-Bob in der Regel nicht.

Welcher Schlitten eignet sich für steile Schlittelpisten wie am Pilatus oder auf der Rigi?

Für steile, präparierte Schlittelwege ist ein Lenkbob mit Handbremse die sicherste Wahl – Modelle mit Stahlbremse und Seilzuglenkung bieten die beste Kontrolle. Der klassische Davoser funktioniert ebenfalls, erfordert aber Übung beim Bremsen mit den Füssen und ist für Kinder unter 8 Jahren auf steilen Pisten weniger geeignet. Zipfelbobs und Rutschteller sind für steile Hänge tabu.

Wie lagere ich den Schlitten im Sommer richtig?

Holzschlitten aufrecht oder hängend an der Wand lagern, nie flach auf dem Betonboden, da Feuchtigkeit von unten das Holz aufquellen lässt. Kunststoff-Bobs reichen sauber und trocken, aber vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Das Zugseil auf Risse prüfen und bei Bedarf vor der nächsten Saison ersetzen – ein gerissenes Seil am Hang ist ein Sicherheitsrisiko.

Gibt es nachhaltig produzierte Schlitten?

Holzschlitten von Kathrein werden aus FSC-zertifiziertem Eschenholz gefertigt und sind über Jahrzehnte reparierbar – das nachhaltigste Modell ist eines, das nicht ersetzt werden muss. Bei Kunststoff-Bobs lohnt sich der Blick auf den Hinweis «recyceltes HDPE», den einzelne Hersteller wie KHW bei ausgewählten Modellen verwenden. Grundsätzlich gilt: Ein langlebiger Holzschlitten mit guter Pflege schlägt in der Ökobilanz jeden Kunststoff-Bob, der nach wenigen Saisons ersetzt wird.