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Camping-Equipment & Zubehör im Manor Online-Shop

Letzten Sommer die Nacht auf dem Campingplatz am Vierwaldstättersee im durchfeuchteten Schlafsack verbracht, dieses Jahr mit der richtigen Isomatte und einem wasserdichten Zelt den Morgentau nur noch von aussen gehört. Der Kontrast zwischen improvisiertem und durchdachtem Camping-Equipment entscheidet über Erholung oder Schlafentzug. Wer beim Aufbau nicht mehr improvisieren muss, gewinnt genau das, wofür man überhaupt campt: einen ruhigen Morgen mit Kaffee statt nasser Socken.

Welche Ausrüstung braucht es wirklich? Die wichtigsten Kaufkriterien

Zelttyp & Wetterschutz

Kuppelzelt, Tunnelzelt oder Pop-up – die Wahl hängt von Standfestigkeit bei Wind, Aufbauzeit und Innenhöhe als Komfortfaktor ab. Kuppelzelte sind freistehend und eignen sich gut für wechselnde Untergründe wie Kies oder Wiese, während Tunnelzelte mehr Raum pro Kilogramm Gewicht bieten, dafür aber Heringe und straff gespannte Abspannleinen benötigen. Die Personenangabe bei Zelten beschreibt dabei lediglich die Liegebreiten ohne Gepäckraum – für komfortables Camping zu zweit empfiehlt sich deshalb ein 3-Personen-Zelt. Bei der Wassersäule gilt: Ab 3.000 mm reicht es für Schönwetter-Camping, ab 5.000 mm für mitteleuropäische Regennächte und ab 10.000 mm für mehrtägige Touren bei unsicherer Wetterlage. Unserer Erfahrung nach lohnt sich bei der Wassersäule eher die Investition in die höhere Kategorie, als im Nachhinein ein zweites Zelt zu kaufen.

Schlafsystem: Schlafsack und Isomatte als Einheit denken

Für erholsamen Schlaf zählt allein die Komforttemperatur, nicht die Extremtemperatur – beide Werte werden nach der europäischen Prüfnorm EN 13537 ermittelt. Daunenfüllung mit Bauschkraft ab 600 cuin ist leichter und wärmer pro Gramm, aber feuchtigkeitsempfindlich; Kunstfaser ist schwerer, trocknet dafür schneller und ist günstiger.

Ebenso entscheidend, aber oft unterschätzt: der R-Wert der Isomatte. R 1–2 genügt für Sommertouren über 10 °C, R 3–4 für Frühling, Herbst und alpine Nächte bis rund 0 °C, R 5+ für Wintercamping. Ein R-Wert unter 2 auf einem Schweizer Campingplatz ab September macht sich schnell als Bodenkälte bemerkbar. Selbstaufblasende Matten bieten mehr Komfort bei grösserem Packvolumen, Luftmatten sind leicht und kompakt, benötigen aber eine Pumpe, während Schaumstoffmatten robust, günstig, aber sperrig sind. Das passende Angebot an Schlafsäcken & Isomatten deckt alle diese Anforderungen ab.

Gewicht & Packmass

Für Autocamper zweitrangig, für Wanderer entscheidend: Die Gesamtausrüstung aus Zelt, Schlafsack und Isomatte sollte für Trekkingtouren unter 4 kg bleiben, sonst wird sie auf mehrtägigen Touren zur spürbaren Belastung.

Gewichtsersparnis bedeutet dabei fast immer einen höheren Preis.

  • Campingkocher: Gaskartusche mit Schraubventil (EN 417) für einfache Handhabung, Benzinkocher für Höhenlagen und Kälte unter –10 °C
  • Campinggeschirr: Titan ist ultraleicht und langlebig, aber teuer; Aluminium leicht und günstig, dafür weniger kratzfest; Edelstahl robust und schwerer – ideal fürs Autocamping
  • Stirnlampe: Mindestens 150 Lumen für die Lagerplatzbeleuchtung, ein Rotlichtmodus schont die Nachtsicht und stört Zeltnachbarn weniger
  • Erste-Hilfe-Set & Reparaturkit: Zeltreparatur-Tape, Ersatzheringe und Blasenpflaster gehören kompakt verpackt in jeden Rucksack

Wer sein Set gezielt ergänzen möchte, findet passendes Camping-Zubehör für genau diese Anwendungsfälle.

Camping-Typen: Welche Ausrüstung passt zu Ihrem Stil?

  • Komfort-Camper (Autocamping / Campingplatz): Anreise mit Auto, Gewicht und Packmass spielen eine untergeordnete Rolle. Grösseres Zelt ab 4 Personen mit Stehhöhe ab 180 cm, selbstaufblasende Isomatte mit 7+ cm Dicke, dazu Campingmöbel wie Faltstuhl und Tisch. Stehhöhe und Vorzeltfläche sind hier die kaufentscheidenden Merkmale.
  • Trekking-Camper (Mehrtagestouren zu Fuss): Jedes Gramm zählt. Leichtzelt für 1–2 Personen unter 2 kg, Daunenschlafsack mit kleinem Packmass, aufblasbare Isomatte mit R-Wert 3+. Als Orientierung gilt: Packmass unter 3 Liter pro Ausrüstungsteil – was nicht in den Rucksack passt, bleibt zu Hause. Passende Trekking-Ausrüstung unterstützt bei der gewichtsoptimierten Zusammenstellung.
  • Festival- & Wochenend-Camper: Schneller Aufbau ist wichtiger als Langlebigkeit. Pop-up-Zelt mit Aufbau unter 2 Minuten, pflegeleichter Kunstfaser-Schlafsack, waschbar bei 30 °C. Der Pop-up-Mechanismus kommt ohne Gestänge aus, hat dafür aber ein grösseres Transportmass als flache Scheibe und ist praktisch nur mit Auto transportierbar.
  • Familien-Camper: Platz und Organisation stehen im Vordergrund. Zelt mit getrennten Schlafkabinen, Vorzelt als Wetterschutz für Ausrüstung und Schuhe, Isomatten mit erhöhtem Komfort für Kinder ab 5 cm Dicke. Getrennte Schlafkabinen aus Mesh-Gewebe ermöglichen Belüftung und Privatsphäre – bei Familien mit Kindern ab 6 Jahren ein häufiges Kaufargument.
  • Biwak- & Minimal-Camper: Reduktion aufs Nötigste. Biwaksack statt Zelt, wasserdicht und unter 500 g, dazu ultraleichte Isomatte und Mehrzweck-Ausrüstung. Der Verzicht auf Gestänge bedeutet im Gegenzug mehr Kondensation im Innenraum – ein bewusster Kompromiss erfahrener Outdoor-Gänger.

Marken im Manor-Sortiment: Von Einstieg bis Performance

Bewährte Outdoor-Marken für anspruchsvolle Touren

Wir bei Manor setzen bei technischer Ausrüstung auf Marken mit nachweisbarer Erfahrung im alpinen Einsatz. Mammut steht für Zelte und Schlafsysteme, die auch bei Bergtouren über 2.000 m zuverlässig funktionieren, meist im Preissegment ab CHF 250 für Zelte. MSR punktet bei Leichtzelten und Campingkochern für Trekking-Touren, während Therm-a-Rest als Referenz bei Isomatten mit hohem R-Wert gilt – hier bewegen sich die Preise meist zwischen CHF 80 und 200, je nach Isolationsleistung.

Solide Allrounder für Einsteiger und Familien

Jack Wolfskin deckt ein breites Camping-Sortiment von Zelten bis Schlafsäcken ab und punktet mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis im Einstiegs- und Mittelsegment, oft zwischen CHF 60 und 180. VAUDE setzt zusätzlich auf nachhaltige Materialien und ist besonders bei Schlafsäcken und Zelten für umweltbewusste Camper gefragt. Auch THE NORTH FACE und CMP ergänzen das Sortiment mit Funktionsbekleidung und Zubehör für unterschiedliche Camping-Ansprüche. Unserer Erfahrung nach lohnt sich der Griff zur Einstiegsmarke besonders für alle, die zum ersten Mal campen und noch nicht wissen, welcher Camping-Typ zu ihnen passt – die Investition in Premium-Ausrüstung folgt meist erst ab der zweiten oder dritten Saison.

Warum Camping-Equipment bei Manor kaufen?

  • Filialberatung mit Hands-on-Erfahrung: Zelte und Isomatten lassen sich in ausgewählten Manor-Filialen in Augenschein nehmen – Materialhaptik und Reissverschlussqualität sind online schwer zu beurteilen
  • Express-Abholung: Camping-Trip am Wochenende geplant, Equipment unter der Woche online bestellt und in der nächsten Filiale abgeholt
  • Sortimentsbreite über Camping hinaus: Sonnenschutz, Outdoor-Bekleidung, Kühltaschen und passende Sportrucksäcke lassen sich im selben Einkauf mitbestellen
  • Unkomplizierte Retouren: Gerade bei Zelten, deren Packmass und Aufbau sich erst zu Hause realistisch beurteilen lassen, eine relevante Sicherheit

Gut zu wissen: Worauf die Produktangaben nicht immer hinweisen

Die Personenangabe bei Zelten beschreibt die maximale Liegefläche – nicht den komfortablen Platz inklusive Gepäck. Wer zu zweit campt und Rucksäcke, Schuhe und Kocher unterbringen will, greift zum 3-Personen-Zelt. Ebenso unterschätzt: Schlafsack-Temperaturangaben folgen der Norm EN 13537, aber die „Extremtemperatur" markiert die Überlebensgrenze, nicht die Komfortgrenze.

Nur die „Komforttemperatur" garantiert erholsamen Schlaf.

Für individuelle Beratung – besonders bei der Kombination von Schlafsack, Isomatte und Zelt für Schweizer Bergregionen – stehen Ihnen unsere Fachberater in den Manor-Filialen persönlich zur Verfügung.

Häufige Fragen zu Camping-Equipment & Zubehör

Welche Zeltgrösse brauche ich für zwei Erwachsene und ein Kind?

Ein 4-Personen-Zelt wählen – nicht ein 3er. Faustregel: Personenzahl plus 1 für Gepäck und Bewegungsfreiheit. Die Breite pro Liegeplatz beträgt herstellerübergreifend rund 50–55 cm, das reicht zum Liegen, nicht zum bequemen Drehen. Mit einem Kind unter 6 Jahren ist eine verbundene Schlafkabine praktischer als getrennte Kabinen, da das Kind nachts den Kontakt zu den Eltern sucht.

Kunstfaser- oder Daunenschlafsack – was eignet sich besser fürs Schweizer Camping?

Für Campingplätze im Mittelland und Voralpenraum von Mai bis September, mit selten unter 5 °C fallenden Nachttemperaturen, reicht ein Kunstfaserschlafsack – günstiger, waschbar bei 30 °C und auch feucht noch funktionstüchtig. Ein Daunenschlafsack von Mammut oder Therm-a-Rest lohnt sich erst bei Bergtouren über 2.000 m oder Herbstcamping mit Temperaturen unter 0 °C, dann überzeugt das Wärme-Gewicht-Verhältnis.

Kann ich meine Campingausrüstung auch für eine SAC-Hüttentour nutzen?

Die Isomatte ja – viele SAC-Hütten haben nur Matratzenunterlagen, eine eigene Isomatte steigert Komfort und Hygiene. Beim Schlafsack kommt es auf die Hütte an: Viele stellen Wolldecken zur Verfügung, ein leichtes Hüttenschlafsack-Inlet aus Seide oder Mikrofaser reicht dann als Ergänzung. Ein Zelt wird nicht benötigt, Stirnlampe und eigenes Campinggeschirr sind aber auch auf Hüttentouren willkommen. Wer Equipment für beide Szenarien nutzen möchte, kauft am besten modular statt im Komplett-Set – ergänzend hilft dabei auch Wanderzubehör aus dem Sortiment.

Wie pflege und lagere ich Zelt und Schlafsack richtig, damit sie lange halten?

Das Zelt nach jeder Tour komplett trocknen lassen – nie feucht einpacken, da Schimmel die PU-Beschichtung innerhalb weniger Wochen zerstört. Zur Lagerung eignet sich ein locker aufgehängtes oder lose gerolltes Zelt in einem grossen Baumwollsack, nicht der Kompressionspacksack, da Dauerdruck die Beschichtung angreift. Kunstfaserschlafsäcke bei 30 °C mit Spezialwaschmittel maximal zweimal pro Saison waschen, Daunenschlafsäcke mit Daunenwaschmittel bei 30 °C und drei Tennisbällen im Trockner bei niedriger Hitze, um Verklumpungen zu verhindern. Reissverschlüsse vor dem Waschen immer schliessen.

Gibt es Camping-Equipment mit Nachhaltigkeitszertifizierungen bei Manor?

Jack Wolfskin setzt bei Teilen seines Zelt- und Schlafsack-Sortiments auf bluesign®-zertifizierte Stoffe – das Zertifikat prüft den gesamten Produktionsprozess auf Schadstofffreiheit und Ressourceneffizienz. Recyceltes Polyester, oft als GRS-zertifiziert gekennzeichnet, findet sich zunehmend bei Zelthüllen und Packsäcken, etwa bei VAUDE. Konkrete Angaben zur Zertifizierung finden sich jeweils direkt auf der entsprechenden Produktseite.