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Ohrenpiercing-Schmuck bei Manor – finden, was zu Ihrem Stil passt
Ein kleiner Titanring am Helix, der beim Blick in den Badezimmerspiegel morgens kurz im Licht blitzt – seit drei Monaten eingeheilt, kaum noch spürbar, aber jedes Mal ein bewusster Stilakzent. Genau dieses Detail macht Piercing-Schmuck fürs Ohr so persönlich: Die Wahl von Position, Material und Form erzählt etwas über die Trägerin oder den Träger, ohne ein Wort zu sagen. Wir bei Manor haben unser Piercing-Sortiment so zusammengestellt, dass Sie nach der Abheilung genau den Schmuck finden, der Ihren Look unterstreicht – von dezent im Büro bis zum bewussten Statement am Wochenende.
Welche Ohrpiercing-Positionen gibt es – und welcher Schmuck passt dazu?
Lobe: das Ohrläppchen als vielseitigste Spielwiese
Das Lobe-Piercing ist die einzige Position ohne Knorpelbeteiligung, und genau das macht den Unterschied: Heilung in vier bis sechs Wochen, das grösste Schmuckspektrum aller Positionen – von schlichten Ohrsteckern über kleine Creolen bis hin zu Plugs. Der Standard-Stichkanal liegt bei 0,8 bis 1,0 mm Durchmesser. Auch wenn das Lobe oft mit der Ohrlochpistole gestochen wird, empfehlen Fachpiercer die Nadel: Sie erzeugt sauberere Wundränder und das Gewebe heilt gleichmässiger ab.
Helix: Knorpelschmuck mit Charakter
Am oberen Ohrknorpel wird es anspruchsvoller. Die Heilungsdauer liegt bei drei bis sechs Monaten, in manchen Fällen bis zu zwölf. Der Stichkanal misst meist 1,2 mm (16 Gauge) – dünner sollte der Schmuck nicht sein, da er sonst unter Belastung durch das Gewebe schneiden kann (der sogenannte Cheese-Cutter-Effekt). Labret-Stecker mit flacher Rückseite sind hier die erste Wahl, weil sie beim Schlafen nicht drücken. Auf einen Clicker-Ring wechseln sollten Sie erst, wenn der Kanal vollständig abgeheilt ist – zu früh eingesetzter Ringschmuck bewegt sich bei jeder Berührung und reizt das Gewebe.
Das Risiko einer Knorpelentzündung ist beim Helix deutlich höher als beim Lobe, weshalb Materialqualität hier nicht verhandelbar ist.
Weitere Positionen im Überblick
- Tragus: Knorpelvorsprung am Gehörgang, Heilung 3–6 Monate. Ideal für Mini-Labrets oder kleine Kugel-Stecker. In-Ear-Kopfhörer in den ersten Wochen konsequent meiden – der Druck verzögert die Heilung erheblich.
- Conch: Innere Ohrmuschel, Heilung 6–12 Monate. Labret oder Clicker-Ring, die grössere Schmuckfläche eignet sich für Statement-Pieces mit Steinbesatz.
- Daith: Innerste Knorpelfalte, Heilung 6–9 Monate, fast ausschliesslich Ringe (Clicker, Segment-Ring). Wird oft als Akupressur-Alternative bei Migräne diskutiert – wissenschaftlich ist das nicht belegt.
- Rook: Antihelix-Falte, Heilung 6–12 Monate, Curved Barbell oder kleiner Clicker. Anatomisch nicht bei jedem Ohr möglich – das sollte ein Piercer vorab beurteilen.
- Industrial: Zwei Stichkanäle durch den oberen Knorpel, verbunden durch einen geraden Barbell (meist 32–38 mm). Heilung 6–12 Monate, höchste Komplikationsrate aller Ohrpiercings.
Worauf Sie beim Kauf von Piercing-Schmuck achten sollten
Material – das entscheidende Kriterium für Ihre Haut
Titan Grade 23 (ASTM F136) ist der Goldstandard: nickelfrei, biokompatibel, Allergierisiko unter 0,5 %. Chirurgenstahl 316L enthält dagegen rund 10–14 % Nickel, der zwar durch die Legierung gebunden ist, bei nickelsensiblen Personen aber trotzdem Reaktionen auslösen kann. In Europa betrifft das etwa 15 % der Bevölkerung – und viele wissen es erst, wenn der Stichkanal sich rötet.
Massives 14- oder 18-Karat-Gold ist eine Premium-Alternative, aber Vorsicht: Vergoldeter Schmuck hat in einem nicht vollständig abgeheilten Piercing nichts verloren. Die Beschichtung kann sich im Stichkanal ablösen und Reizungen verursachen. Weissgold enthält je nach Legierung Nickel und ist für Allergiker ungeeignet. Bioplast oder PTFE funktionieren als temporäre Lösung bei akuten Unverträglichkeiten, sind aber kein Dauerschmuck.
Unserer Erfahrung nach greifen die meisten Kundinnen und Kunden bei Manor für den Alltagsschmuck zu Titan – und investieren für besondere Anlässe in ein Goldstück.
Warum der Verschlusstyp über den Tragekomfort entscheidet
Die Front des Schmucks fällt auf, aber der Verschluss bestimmt, wie sich das Piercing im Alltag anfühlt. Labret-Stecker mit flacher Rückplatte sind für Helix, Tragus und Conch die komfortabelste Lösung – kein Drücken beim Telefonieren, kein Hängenbleiben am Kopfkissen. Clicker-Ringe mit Scharniermechanismus lassen sich werkzeugfrei öffnen und einsetzen, während Segment-Ringe eine nahtlose Optik bieten, der Wechsel aber deutlich fummeliger ist. Der klassische Schmetterlingsverschluss eignet sich nur fürs Lobe – an Knorpelpositionen steht er ab und verhakt sich in Haaren.
- Oberfläche: Hochglanzpolierte Oberflächen (Mirror Finish) sind hygienischer als matte oder gebürstete – Bakterien finden weniger Angriffsfläche
- Steinbesatz: Bezel-Setting (gefasste Steine) ist für frische Piercings sicherer als Krappenfassungen, die am Wundrand hängenbleiben können
- Gewicht: Bei Lobe-Piercings relevant – Schmuck über 3–4 Gramm kann den Stichkanal langfristig dehnen und das Läppchen ausleiern
Stärke und Grösse richtig wählen
Lobe-Piercings nutzen meist 0,8–1,0 mm Stabstärke, Knorpelpiercings 1,2 mm. Bei Ringen gilt: 6 mm Innendurchmesser sitzt eng am Helix, 8 mm gibt einen lockereren Look. Erstschmuck wird vom Piercer immer länger gewählt, um Schwellungen Raum zu geben – nach sechs bis zwölf Wochen steht dann das Downsizing auf einen kürzeren Stab an.
Piercing-Schmuck bei Manor: Marken und Sortiment
Wir bei Manor verstehen uns als Anlaufstelle für hochwertigen Wechselschmuck, nicht als Piercing-Studio. Das heisst: Unser Sortiment ist für abgeheilte Stichkanäle konzipiert – den Erstschmuck setzt Ihr Piercer ein.
Elli bietet den Einstieg mit zeitlosen Designs in Chirurgenstahl und Sterling Silber – ideal, wenn das Lobe-Piercing verheilt ist und Sie erste Stilexperimente wagen möchten. Preislich bewegen sich die Stücke im Bereich von CHF 15–35.
Glanzstücke München und MUAU Schmuck positionieren sich in der Mittelklasse zwischen CHF 35 und 80 – hier finden Sie Titan-Schmuck und Zirkonia-besetzte Varianten, die auch für empfindliche Haut geeignet sind. Pilgrim ergänzt mit skandinavischem Design, das sich besonders für minimalistische Curated-Ear-Looks eignet.
L'Atelier Sterling Silver 925 liefert filigrane Stücke in massivem Silber, während L'Atelier Gold 18 Karat by Manor das Premium-Segment abdeckt – massives Gold ab CHF 80, als langfristige Investition für goldene Ohrringe, die jahrelang im Ohr bleiben.
Was unsere Fachberater zum Thema Ohrpiercing empfehlen
Piercing-Schmuck aus dem Manor-Sortiment ist für abgeheilte Stichkanäle konzipiert. Für das Stechen eines neuen Piercings empfehlen wir ausschliesslich den Besuch bei einem professionellen Piercer, der unter sterilen Bedingungen arbeitet und den passenden Erstschmuck – in der Regel Titan ASTM F136 – einsetzt. Ohrlochpistolen, wie sie teilweise in Schmuckgeschäften angeboten werden, erzeugen stumpfe Gewebetraumata statt sauberer Stichkanäle und lassen sich nicht sterilisieren. Bei Rötungen, Schwellungen oder Eiterbildung, die länger als 48 Stunden anhalten, ist ein Arztbesuch ratsam – den Schmuck dabei nicht eigenständig entfernen, da sich der Stichkanal sonst schliesst und ein Abszess einschliessen kann. Für individuelle Beratung zur Schmuckwahl stehen Ihnen unsere Fachberater in den Manor-Filialen persönlich zur Verfügung.
Häufige Fragen zu Ohrenpiercing-Schmuck
Welche Grösse brauche ich für meinen Piercing-Schmuck?
Messen Sie den Innendurchmesser Ihres aktuellen Schmucks mit einer Schieblehre oder einem Lineal. Alternativ fragen Sie Ihren Piercer, welche Stablänge und welches Gauge beim Stechen verwendet wurde. Eine Alltagsmethode ohne Werkzeug: Legen Sie den Ring auf Millimeterpapier oder halten Sie ihn an ein Lineal – die lichte Weite zwischen den Innenkanten ist Ihr Innendurchmesser. Im Zweifel lieber 1 mm mehr wählen, da ein zu enger Ring Dauerdruck auf den Stichkanal ausübt.
Ist Chirurgenstahl oder Titan besser für empfindliche Ohren?
Den grundlegenden Nickel-Vergleich finden Sie weiter oben im Materialabschnitt. In der Praxis zeigt sich der Unterschied oft erst beim Langzeittragen: Titan bleibt farbstabil und bildet keine dunklen Ablagerungen am Stichkanal, während Chirurgenstahl bei manchen Hauttypen nach Monaten einen feinen gräulichen Rand hinterlässt. Ein weiterer Vorteil von Titan: Es lässt sich anodisieren und ist dadurch in Farben wie Roségold, Blau oder Schwarz erhältlich – ganz ohne Beschichtung, die sich ablösen könnte. Wer unsicher ist, ob eine Nickelsensibilität vorliegt, kann als einfachen Vortest 48 Stunden lang ein Pflaster mit Metallknopf auf die Unterarminnenseite kleben – reagiert die Haut mit Rötung, ist Titan die sichere Wahl.
Welcher Piercing-Schmuck eignet sich für den Alltag im Büro?
Flache Labret-Stecker in Titan oder Gold mit dezenter Front – eine 2–3 mm Kugel oder Scheibe – sind die unauffälligste Option für Knorpelpiercings. Für Lobe-Piercings eignen sich kleine Creolen mit 8–10 mm Innendurchmesser oder klassische Ohrringe im Stecker-Format. Wer einen Mittelweg zwischen Statement und Zurückhaltung sucht, findet bei Pilgrim oder Glanzstücke München Clicker-Ringe mit feinem Zirkonia-Besatz, die im Meeting nicht ablenken, aber beim After-Work-Drink auffallen.
Wie pflege ich ein frisch gestochenes Ohrpiercing richtig?
Sterile Kochsalzlösung (NaCl 0,9 %) zweimal täglich auftragen – keine Desinfektionsmittel, keinen Alkohol, kein Teebaumöl. Den Schmuck nicht drehen, Hände vor jeder Berührung waschen. Schwimmbad, Sauna und Solarium für die gesamte Heilungsphase meiden: beim Lobe sechs Wochen, bei Knorpelpiercings mindestens drei Monate. Passende Pflegeprodukte und Aufbewahrungslösungen finden Sie ebenfalls bei Manor.
Woran erkenne ich hochwertigen Piercing-Schmuck?
Drei Prüfpunkte: Erstens die Materialangabe mit Norm – «Titan» allein reicht nicht, es muss ASTM F136 oder ISO 5832-3 ausgewiesen sein. Zweitens die Verarbeitung der Übergänge – bei hochwertigem Schmuck sind Lötstellen, Scharnierkanten und Gewindeansätze so glatt, dass Sie mit der Fingerkuppe keinen Grat spüren. Drittens die Gewindeart: Innengewinde (Internal Thread) ist Standard bei Qualitätsschmuck, weil kein scharfkantiges Gewinde durch den Stichkanal gezogen wird. Aussengewinde ist ein Billigmerkmal und kann den Kanal bei jedem Wechsel mikroskopisch verletzen.