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Haushaltsgrossgeräte bei Manor – Orientierung vor dem Kauf
Sonntagmorgen in einer Zürcher Altbauwohnung: Der Geschirrspüler summt leise hinter der Küchenfront, aus dem Waschraum dringt das gedämpfte Schleudern der letzten Wochenladung, und im Backofen bräunt ein Hefezopf, dessen Duft sich bis ins Treppenhaus zieht. Drei Grossgeräte, die gleichzeitig laufen und den Rhythmus einer ganzen Familie tragen – lautlos, wenn sie gut gewählt sind, und nervend, wenn nicht. Genau deshalb lohnt sich bei diesen Anschaffungen ein genauer Blick: Ein Kühlschrank läuft im Schnitt 12–15 Jahre, eine Waschmaschine 10–12. Wer hier voreilig entscheidet, zahlt den Unterschied über Jahre in Strom, Wasser und Komfort.
Welche Grossgeräte gibt es? — Ein Überblick nach Gerätetyp
- Waschmaschine: Frontlader bieten grössere Trommeln (typisch 7–9 kg) und lassen sich unter die Arbeitsplatte schieben. Toplader brauchen nur rund 40 cm Stellbreite – die Rettung in schmalen Schweizer Badezimmern –, fassen dafür meist nur 5–6 kg. Unser Waschmaschinen-Sortiment deckt beide Bauformen ab.
- Wäschetrockner: Wärmepumpentrockner verbrauchen rund 50 % weniger Energie als Kondensationstrockner – etwa 1,5–2,0 kWh statt 3,5–4,5 kWh pro Durchgang. Der Haken: Sie brauchen deutlich längere Laufzeiten. Wer abends die Wäsche einlädt und morgens entnimmt, merkt davon nichts. Unsere Wäschetrockner und Tumbler finden Sie nach Technologie filterbar.
- Geschirrspüler: Vollintegriert verschwindet die Bedienblende komplett hinter der Möbelfront – ästhetisch sauber, aber man sieht die Restlaufzeit nicht. Entscheidend ist der Schweizer Einbau-Standard: 55 cm oder 60 cm Nischenbreite. Unsere Geschirrspüler-Auswahl umfasst alle gängigen Einbaumasse.
- Backofen und Herd: Ein Einbaubackofen lässt sich auf Augenhöhe montieren – ergonomisch ein Gewinn, den man täglich spürt. Wer auf Induktion umsteigen will, fährt mit separatem Backofen und eigenständigem Kochfeld besser.
- Kochfeld: Induktion erhitzt ferromagnetisches Kochgeschirr in 3–4 Minuten auf Siedetemperatur, Glaskeramik braucht 7–9 Minuten. Die Oberfläche bleibt dabei selbst kühl – ein echtes Sicherheitsplus in Haushalten mit kleinen Kindern. Allerdings: Altes Alu- oder Kupfergeschirr funktioniert auf Induktion nicht.
- Kühlschrank und Kühl-Gefrier-Kombination: Als Faustregel rechnen Sie mit 100–120 Litern Kühlvolumen plus 40–60 Litern Gefrierraum pro Person. French-Door-Modelle bieten breite Fächer für Backbleche und Tortenplatten, brauchen aber mindestens 90 cm Nischenbreite. Unsere Kühlschränke bilden alle gängigen Grössen ab.
- Gefrierschrank und Gefriertruhe: Truhen sind energieeffizienter, weil kalte Luft beim Öffnen nicht herausfällt – sie sinkt nach unten und bleibt drin. Gefrierschränke mit Schubladen bieten dafür deutlich bessere Übersicht. Alle Optionen finden Sie bei unseren Gefrierschränken und Gefriertruhen.
Worauf es beim Kauf wirklich ankommt
Energieeffizienz – und was sie über ein Geräteleben kostet
Seit März 2021 gilt das neue EU-Energielabel mit der Skala A–G, ohne die früheren Plus-Klassen. Aktuell erreichen nur wenige Geräte die Klasse A – ein Gerät der Klasse C ist derzeit bereits Oberklasse. Konkret: Ein Kühlschrank der Klasse C verbraucht etwa 110–150 kWh pro Jahr, ein vergleichbares Modell der Klasse F liegt bei 250–340 kWh. Bei Schweizer Durchschnittsstrompreisen von rund 27 Rappen pro Kilowattstunde (Stand 2024) ergibt das einen Unterschied von etwa CHF 40–50 pro Jahr – und über 10–15 Jahre Gerätelebensdauer summiert sich das auf CHF 400–750. Die Mehrkosten für ein effizienteres Gerät amortisieren sich unserer Erfahrung nach oft innerhalb von 3–5 Jahren.
Einbaumasse – der Zentimeter, der über Rücksendung entscheidet
Schweizer Küchen arbeiten mit genormten Nischen: 55 cm oder 60 cm Breite, 82–87 cm Arbeitshöhe. Vor dem Kauf brauchen Sie drei exakte Masse: Nischenbreite, Nischenhöhe und Nischentiefe. Bei Kühl- und Gefriergeräten kommt ein Belüftungsabstand von mindestens 5 cm hinter dem Gerät dazu – ohne diesen Abstand steigt der Energieverbrauch spürbar, und der Kompressor altert schneller. Prüfen Sie auch den Türanschlag: Lässt sich die Gerätetür vollständig öffnen, ohne an die Wand oder das Nachbargerät zu stossen? Ein Smartphone-Foto der Nische mit Zollstock erleichtert jede Filialberatung enorm.
Fassungsvermögen richtig dimensionieren
Waschmaschine: 6–7 kg für 1–2 Personen, 7–8 kg für 3–4 Personen, 9 kg aufwärts für Familien mit Kindern. Geschirrspüler: 12–14 Massgedecke decken einen 3–4-Personen-Haushalt ab, wobei eine Familie mit Kindern, die täglich warm kocht, mit 14 Massgedecken deutlich komfortabler fährt als mit 12 – der Unterschied zeigt sich spätestens am Sonntagabend, wenn Backblech und Auflaufform gleichzeitig reinmüssen. Überdimensionierung klingt nach Reserve, kostet aber bei jedem halb befüllten Durchgang unnötig Wasser und Strom.
- Lautstärke (dB): In offenen Wohnküchen entscheidend. Bei Geschirrspülern gelten Werte unter 42 dB als besonders leise, 42–48 dB als Standard, über 50 dB als störend bei Tischgesprächen. Bei Waschmaschinen: Schleudern unter 72 dB gilt nach neuer Norm als leise.
- Programme und Sonderfunktionen: Dampffunktion im Backofen, 15-Minuten-Kurzprogramme bei Waschmaschinen, Schnellkühlung im Kühlschrank – klingt verlockend auf dem Datenblatt, bringt aber nur etwas, wenn es zur tatsächlichen Nutzung passt. Wir bei Manor empfehlen: Zuerst den eigenen Alltag analysieren, dann die Features wählen.
- Wasserverbrauch: Moderne Geschirrspüler verbrauchen im Eco-Programm ca. 6–10 Liter pro Spülgang, ältere Modelle oft 12–15 Liter. Bei Schweizer Wasserpreisen von CHF 2–4 pro Kubikmeter ein moderater Posten – der sich über Jahre aber spürbar summiert.
- Anschlussart: Backöfen und Kochfelder benötigen häufig einen Starkstromanschluss (400 V), Waschmaschinen und Kühlschränke laufen an der Standardsteckdose (230 V). Eine Nachrüstung durch den Elektriker kostet schnell CHF 300–500.
Marken im Manor-Sortiment – vom Einstieg bis Premium
Premium-Segment – gebaut für Jahrzehnte
Miele steht für Langlebigkeit – die Geräte werden auf 20 Jahre Nutzungsdauer respektive 10'000 Betriebsstunden ausgelegt. Das Preisniveau bei Waschmaschinen beginnt bei etwa CHF 1'200 und reicht bis CHF 2'500. V-ZUG aus dem Kanton Zug ist auf Schweizer Einbaunormen spezialisiert und baut kompakte Geräte, die exakt in Schweizer Küchen und Waschräume passen – preislich in einer ähnlichen Liga wie Miele.
Mittleres Segment – solide Technik mit breiter Auswahl
Electrolux aus Schweden liefert ein breites Sortiment mit solidem Preis-Leistungs-Verhältnis, Waschmaschinen starten hier bei etwa CHF 600–1'200. Bosch und Siemens (beide unter dem BSH-Dach) bringen deutsche Ingenieursqualität mit starkem Schweizer Marktanteil – besonders ihre leisen Geschirrspüler und zuverlässigen Waschmaschinen haben sich im mittleren Preissegment einen festen Platz erarbeitet.
Einstiegssegment – faire Preise für den Start
Samsung und LG bieten technologisch aktuelle Geräte mit Inverter-Motoren und teilweise Smart-Home-Anbindung zu Einstiegspreisen – Waschmaschinen ab ca. CHF 400–700. Eine gute Wahl für die Erstausstattung oder Mietwohnungen, in denen man nicht die nächsten 15 Jahre bleiben wird.
Was unsere Fachberater Ihnen vor dem Kauf empfehlen
Das teuerste Gerät ist nicht automatisch das passende. Ein Single-Haushalt, der dreimal pro Woche wäscht, braucht keine 9-kg-Trommel mit Dampffunktion – eine 7-kg-Maschine mit solidem Eco-Programm reicht und spart bei jedem Durchgang Wasser. Genauso unterschätzt wird die Frage, ob ein Gerät überhaupt zur eigenen Kochroutine passt: Wer den Backofen hauptsächlich für Tiefkühlpizza nutzt, braucht keine Dampfgarfunktion für CHF 400 Aufpreis. Für individuelle Beratung zu Einbausituationen und Gerätekombinationen stehen Ihnen unsere Fachberater in den Manor-Filialen persönlich zur Verfügung.
Warum Elektro-Grossgeräte bei Manor kaufen
Wir bei Manor verbinden Online-Komfort mit persönlicher Beratung vor Ort – gerade bei Grossgeräten, wo Einbaumasse, Anschlüsse und Lieferlogistik gleichzeitig stimmen müssen.
- Filialberatung mit Fachwissen: Persönliche Beratung zu Einbausituationen, Schweizer Normmassen und Gerätekombinationen – Lösungsfindung für Ihre konkrete Küche oder Ihren Waschraum.
- Lieferung und Altgeräte-Mitnahme: Grossgeräte werden bis an den Aufstellort geliefert. Die Entsorgung des Altgeräts ist als Service verfügbar.
- Sortimentsbreite über alle Preisstufen: Von V-ZUG und Miele bis Samsung und LG – verschiedene Preissegmente unter einem Dach.
- Retouren und Reklamationen über die Filiale: Bei Problemen ein persönlicher Ansprechpartner vor Ort statt reiner Online-Ticket-Abwicklung.
Häufige Fragen zu Grossgeräten für den Haushalt
Passt das neue Gerät durch mein Treppenhaus?
Neben den Nischenmassen in der Küche wird ein Faktor regelmässig vergessen: der Lieferweg. Messen Sie die engste Stelle im Treppenhaus oder Lift – bei vielen Schweizer Altbauten liegt die Liftbreite bei nur 70–80 cm, und eine French-Door-Kühl-Gefrier-Kombination mit Verpackung kommt auf 95–100 cm. Auch Türrahmen im Keller oder Winkel im Treppenhaus können zum Problem werden. Notieren Sie Liftinnenmasse (Breite × Tiefe × Höhe) und die schmalste Durchgangsbreite auf dem Weg zum Aufstellort – diese Angaben helfen unseren Lieferteams, den Transport im Voraus zu planen. Bei sehr engen Verhältnissen kann es sich lohnen, die Gerätetüren vor dem Transport abzunehmen – bei den meisten Kühlschränken ist das mit wenigen Handgriffen möglich.
Welches Material ist langlebiger – Edelstahl oder Kunststoff?
Edelstahl-Innenräume in Geschirrspülern und Backöfen sind korrosionsbeständig, nehmen keine Gerüche an und vertragen dauerhaft hohe Temperaturen – kosten aber mehr. Kunststoff-Laugenbehälter in Waschmaschinen sind leichter und günstiger, halten bei normaler Nutzung problemlos 10 Jahre und mehr. Anfällig werden sie bei häufigen Niedrigtemperatur-Wäschen unter 40 °C: Dann können sich Verfärbungen und Gerüche bilden. Die Trommel selbst ist bei beiden Varianten fast immer aus Edelstahl.
Welche Geräte brauche ich für eine Erstausstattung?
Für eine erste Wohnung mit 1–2 Personen reichen drei Kerngeräte: eine Kühl-Gefrier-Kombination (ca. 200 Liter), eine Waschmaschine mit 7 kg Fassungsvermögen und ein Geschirrspüler mit 60 cm Breite. Eine Kühl-Gefrier-Kombination von Electrolux oder Samsung bietet im Einstiegssegment solide Energieeffizienz ab ca. CHF 500, für die Waschmaschine liefern Bosch und Electrolux im mittleren Preissegment zuverlässige Modelle ab CHF 600. Einen Trockner brauchen Sie erst, wenn kein Trocknungsraum vorhanden ist – in vielen Schweizer Mietwohnungen gibt es Gemeinschafts-Tumbler im Keller. Einstiegspreise für diese drei Geräte liegen zusammen bei etwa CHF 1'600–2'400, je nach Marke und Energieklasse.
Wie pflege ich meine Geräte, damit sie lange halten?
Waschmaschine: Einmal monatlich einen 60-°C-Leerwaschgang mit Maschinenreiniger oder 50 g Zitronensäure fahren – das verhindert Biofilm und Gerüche. Türdichtung nach jedem Waschgang trocken wischen. Geschirrspüler: Sieb und Sprüharme alle 2–4 Wochen unter fliessendem Wasser reinigen, Klarspüler und Regeneriersalz auch bei Multitabs nachfüllen. Kühlschrank: Türdichtungen halbjährlich mit lauwarmem Wasser reinigen – poröse Dichtungen können den Stromverbrauch um bis zu 20 % erhöhen. Backofen: Pyrolyse-Funktion (falls vorhanden) alle 3–6 Monate nutzen, dabei erhitzt sich der Innenraum auf rund 500 °C und verbrennt Rückstände zu Asche.
Warum weicht der reale Stromverbrauch vom Energielabel ab?
Das Energielabel zeigt Verbrauchswerte, die unter standardisierten Testbedingungen ermittelt werden – etwa beim Eco-40-60-Programm der Waschmaschine oder bei einer Umgebungstemperatur von 25 °C beim Kühlschrank. Im Alltag weichen die Werte oft ab: Ein Kühlschrank neben dem Backofen oder in einer sonnendurchfluteten Küche verbraucht bis zu 10–15 % mehr als auf dem Label angegeben. Bei Waschmaschinen treibt häufiges Waschen bei 60 °C statt im Eco-Programm den Verbrauch ebenfalls spürbar nach oben. Seit 2021 zeigt das Label zusätzlich einen QR-Code, der zur EU-Produktdatenbank führt – dort finden Sie das vollständige Datenblatt mit Verbrauchswerten für verschiedene Programme, nicht nur den Bestwert.