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Dessertteller bei Manor – klein, aber mit grosser Wirkung
Vor ein paar Jahren landete das Stück Tarte direkt aus der Auflaufform auf dem grossen Speiseteller – zwischen Salatrest und Brotkrümeln. Heute steht ein handlicher Dessertteller bereit, der dem Dessert einen eigenen Auftritt gibt und den gedeckten Tisch spürbar aufwertet. Was beim Kauf zählt, geht dabei weit über die Optik hinaus: Grösse, Material und Stilrichtung entscheiden darüber, ob der Teller im Alltag wirklich funktioniert.
Worauf es beim Kauf eines Desserttellers ankommt
Grösse und Proportionen – das Zusammenspiel mit dem Gedeck
Der Standarddurchmesser eines Desserttellers liegt zwischen 19 und 22 cm. Unter 19 cm bewegt man sich im Bereich von Untertassen oder Brottellern, über 22 cm beginnt bereits der Frühstücksteller. Für Torten- und Kuchenstücke eignen sich 20 bis 21 cm am besten. Damit das Gedeck harmonisch wirkt, sollte der Dessertteller etwa 60 bis 70 Prozent des Durchmessers Ihres Speisetellers betragen. Wir bei Manor empfehlen, vor dem Kauf den vorhandenen Speiseteller zu messen – so vermeiden Sie Fehlkäufe.
Welches Material hält Ihrem Alltag stand?
- Hartporzellan: Dicht gebrannt bei 1'400 °C, sehr kratzfest, spülmaschinenfest und kantenschlagresistent – das Standardmaterial für langlebiges Alltagsgeschirr.
- Bone China: Enthält ca. 30 bis 50 Prozent Knochenasche, dadurch transluzent und besonders dünnwandig bei hoher Bruchfestigkeit – verleiht dem Tisch festlichen Charakter.
- Steingut und Steinzeug: Robuster, rustikaler Look, dickwandiger und oft handgefertigt. Steinzeug wird bei ca. 1'200 bis 1'300 °C gebrannt und ist dichter und frostfester als Steingut.
- Glas und Opalglas: Leicht, gut stapelbar, und bruchgehemmtes Opalglas ist bis zu dreimal schlagfester als Standardglas – für den Alltag mit Kindern eine praktische Wahl.
Design und Stilrichtung – den richtigen Ton treffen
- Unifarben oder Weiss: Zeitlos, mit allem kombinierbar und lässt Desserts visuell besonders gut wirken.
- Dekor und Muster: Gibt dem Gedeck Persönlichkeit – achten Sie auf die Kompatibilität mit Ihrem vorhandenen Geschirr.
- Organische Formen und unregelmässige Ränder: Der Trend zu handwerklicher Ästhetik bringt Abwechslung auf den Tisch, allerdings kann die Stapelbarkeit eingeschränkt sein.
Ein wichtiger Punkt, der beim Kauf oft vergessen wird: Spülmaschinenfestes Porzellan verträgt in der Regel Temperaturen bis 70 °C im Intensivprogramm problemlos. Handbemalte Dekore und Goldränder sollten dagegen nur bei maximal 45 °C im Schonprogramm mitlaufen – oder besser per Hand gewaschen werden, da die Glasur sonst erfahrungsgemäss nach etwa 50 bis 80 Spülgängen sichtbar verblasst. Beim Thema Mikrowelleneignung gilt: Porzellan und Opalglas vertragen Mikrowellen in der Regel problemlos, Teller mit Metalldekor hingegen nicht. Überlegen Sie auch, ob Einzelteller oder ein Set die bessere Wahl sind. Geschirr-Sets ab vier oder sechs Stück sind pro Stück meist günstiger und sorgen für ein einheitliches Erscheinungsbild auf dem Tisch.
Varianten im Überblick – welcher Teller passt zu Ihrem Alltag?
Dessertteller unterscheiden sich nicht nur im Material, sondern auch im Einsatzzweck und in der Form.
- Klassischer Dessertteller (rund, 19–21 cm): Die Standardform, die zu jedem Geschirr-Service passt. Ideal für Kuchen, Gebäck und kleine Vorspeisen. Stapelbar und platzsparend im Schrank.
- Frühstücksteller und Salatteller (rund, 21–23 cm): An der Grenzgrösse zum Dessertteller und damit vielseitiger einsetzbar – für Frühstück, Salat und Dessert gleichermassen. Praktisch für Haushalte, die ein Universalformat bevorzugen und nicht zwei separate Grössen kaufen möchten.
- Formteller (eckig, oval, organisch): Brechen die klassische Rundform und wirken modern auf dem Tisch. Allerdings sind sie schwieriger zu stapeln und passen selten in bestehende Services. Als Akzentteller oder für besondere Anlässe eine interessante Option.
- Randteller versus Coupteller: Randteller mit klassischer Fahne wirken formell und halten Saucen besser. Coupteller ohne Rand wirken modern und lassen sich einfacher stapeln – ein Trend, der aus der Gastronomie zunehmend in den Privathaushalt wandert.
Marken für Dessertteller bei Manor
Alltagsgeschirr und solide Basics
Cucina & Tavola bietet funktionales Porzellan und Opalglas mit einer breiten Farbpalette ab ca. CHF 3.– bis 5.– pro Teller – ideal für den täglichen Gebrauch und Familien. Ergänzend dazu setzen wir bei Manor auf Seltmann Weiden für solide Verarbeitung in klassischen Formen mit zeitgemässen Dekoren – hier starten Dessertteller ab etwa CHF 8.– pro Stück. Wer leichte, bruchresistente Teller für den Outdoor-Einsatz oder Kinderalltag sucht, findet bei Mepal praktische Lösungen.
Gehobene Tischkultur
Villeroy & Boch steht für Premiumporzellan mit Sammlungswert – durchdachte Farbkonzepte und formschöne Serien ab ca. CHF 18.– bis 35.– pro Dessertteller, die sich auch als Geschenk eignen. ASA Selection ergänzt das Sortiment mit modernem, oft handwerklich anmutendem Steinzeug, das durch unregelmässige Glasuren und gedeckte Farbtöne auffällt – eine gute Wahl, wenn Sie ein Designstatement auf dem Tisch setzen möchten, ohne sich an ein klassisches Service zu binden.
Manor bietet ein sorgfältig zusammengestelltes Sortiment über verschiedene Preissegmente hinweg – vom robusten Alltagsset bis zum einzelnen Designstück für besondere Anlässe. Passend zum Dessertteller finden Sie bei uns auch die richtigen Kuchengabeln und Kaffeetassen für ein stimmiges Gedeck.
Gut zu wissen – Grenzen und Pflegehinweise
Dessertteller aus Porzellan sind robust, aber nicht unzerstörbar: Kantiger Kontakt beim Stapeln verursacht feine Abplatzungen an der Glasur, die sich über Monate summieren. Filzpads oder textile Trennlagen zwischen gestapelten Tellern verlängern die Lebensdauer spürbar. Handbemalte Dekore und Goldränder vertragen keine aggressive Spülmaschinenreinigung – wer die Optik langfristig erhalten will, wäscht diese Stücke per Hand bei maximal 40 °C mit mildem Spülmittel. Steingut ist porös und kann bei unsachgemässer Glasur Feuchtigkeit aufnehmen, was zu Verfärbungen durch Tee oder Kaffee führt. Für individuelle Beratung zur Geschirr-Zusammenstellung stehen die Fachberater in den Manor-Filialen persönlich zur Verfügung.
Häufige Fragen zu Desserttellern
Welche Grösse sollte ein Dessertteller haben?
Der Durchmesser allein erzählt nur die halbe Geschichte. Achten Sie auch auf die Randhöhe: Ein Dessertteller mit einer klassischen Fahne von 1,5 bis 2 cm lässt ein Tortenstück grösser wirken, weil der erhöhte Rand einen Rahmen bildet. Ein flacher Coupteller in derselben Grösse wirkt dagegen grosszügiger und moderner, macht das Stück optisch aber kleiner. Wer nur ein Format für Dessert, Frühstück und Salat anschaffen will, greift zu 21 cm – das ist die vielseitigste Kompromissgrösse für den Schweizer Haushalt.
Welches Material ist für den Alltag am besten geeignet?
Für Haushalte mit Kindern ist Opalglas die pragmatischste Wahl – deutlich leichter als Porzellan und im Alltag kaum kaputtzukriegen. Ein oft übersehener Vorteil: Die glatte, nicht poröse Oberfläche nimmt auch nach Jahren keine Verfärbungen von Beeren oder Schokoladensauce an, was bei Steingut schnell passiert. Für Paare und Erwachsenen-Haushalte bleibt Hartporzellan der Goldstandard: kratzfest, geschmacksneutral und formstabil über Jahrzehnte. Bone China lohnt sich nur, wenn die filigrane Optik wichtiger ist als die robuste Alltagstauglichkeit – es ist zwar erstaunlich bruchfest, aber preislich ab ca. CHF 20.– pro Teller in einer anderen Liga. Der Trade-off bei Opalglas: Die Dekor-Auswahl ist deutlich eingeschränkter als bei Porzellan, und echte Handmalerei gibt es auf Glas praktisch nicht.
Kann ich einzelne Dessertteller zu meinem bestehenden Service kombinieren?
Der aktuelle Trend geht zum bewussten Mix, und das funktioniert gut, wenn Sie einen gemeinsamen Nenner beibehalten: gleiche Farbfamilie oder gleiches Material. Villeroy & Boch bietet explizit Mix-and-Match-Konzepte an, die genau darauf ausgelegt sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, kombiniert verschiedene Serien desselben Herstellers – die Proportionen und Glasurqualitäten sind dann aufeinander abgestimmt.
Wie pflege ich Dessertteller mit Dekor oder Goldrand richtig?
Goldrand und Handmalerei waschen Sie am besten per Hand mit einem pH-neutralen Spülmittel ohne Zitronensäure – Produkte mit dem Zusatz «für empfindliches Geschirr» sind hier die sicherste Wahl. Verzichten Sie auf Mikrofasertücher, da diese zu abrasiv sind, und verwenden Sie stattdessen ein weiches Baumwolltuch. Falls Sie die Spülmaschine nutzen möchten, wählen Sie das Schonprogramm bei maximal 45 °C und vermeiden Sie Klarspüler mit Zitrusanteil. Ein Erkennungszeichen für bereits angegriffene Goldränder: Wenn der Rand an Einzelstellen statt glänzend matt schimmert und sich leicht rau anfühlt, hat die Glasur dort bereits nachgegeben – dann ist Handwäsche nicht mehr optional, sondern Pflicht.