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Elektrogrill bei Manor – die richtige Wahl für Balkon, Terrasse und Küche
Ein Elektrogrill steht auf einem Berner Stadtbalkon im Juli, die Kabeltrommel läuft zurück ins Wohnzimmer, die Fettauffangschale ist halb gefüllt – und der Nachbar vom oberen Stock grüsst zurück, statt sich zu beschweren. Genau das ist der Punkt: Wer in einer Schweizer Mietwohnung grillieren will, hat mit einem Standgrill elektrisch oder einem Kontaktgrill oft die einzige gasfreie und rauchreduzierte Option. Vorausgesetzt, das Gerät passt zur tatsächlichen Nutzung – und da beginnt der eigentliche Beratungsbedarf.
Bauformen im Überblick – welches Gerät passt zu welcher Nutzung
Der Begriff Elektrogrill umfasst mehrere völlig unterschiedliche Geräteklassen. Die wichtigste Grundunterscheidung: Ein Kontaktgrill beheizt beidseitig und arbeitet mit geschlossenem Deckel, ein Standgrill hat einen offenen Rost über einer Heizspirale. Dazu kommt die Frage nach mobil oder stationär. Wer diese Grundlogik einmal verstanden hat, sortiert sich in drei Minuten durchs Sortiment.
Standgrill mit Elektroheizung – der Balkon-Klassiker
Der Standgrill hat einen offenen Rost über einer Heizspirale mit meist 2.000 bis 2.400 Watt, oft ergänzt durch Deckel und Warmhaltezone. Er ersetzt am ehesten den klassischen Holzkohle- oder Gasgrill – mit Grillflächen von 1.500 bis 2.500 cm², was für 4 bis 8 Personen reicht. Weil weder offene Flamme noch klassische Rauchentwicklung entsteht, ist er in vielen Mietverträgen erlaubt, wo Kohle- und Gasgrills untersagt sind. Die Aufheizzeit auf Grilltemperatur liegt bei 8 bis 12 Minuten. Ehrlich gesagt: Ein echtes Raucharoma wie vom Holzkohlegrill bekommen Sie damit nicht – und bei Bise unter 15 °C Aussentemperatur verliert das Gerät spürbar an Leistung.
Kontaktgrill und Tischgrill mit Deckel – Küchengerät statt Balkonlösung
Der Kontaktgrill wird gerne mit dem Standgrill verwechselt, ist aber ein anderes Gerät. Zwei beheizte Platten schliessen über dem Grillgut zusammen, gegart wird von oben und unten gleichzeitig – die Garzeit halbiert sich gegenüber offenen Grills. Meist 2.000 bis 2.200 Watt, Grillfläche 500 bis 900 cm². Das ist primär ein Küchengerät für Steaks, Panini, Sandwiches und Gemüsescheiben. Für den spontanen Feierabend-Steak ideal, für den Familien-BBQ auf der Terrasse zu klein. Eine gute Übersicht dazu finden Sie in unserer Auswahl an Kontaktgrills und Panini-Grills.
Spezialgeräte: Plancha, Raclette und Smoker im Kurzüberblick
- Plancha / Grillplatte: Geschlossene Metallplatte statt Rost – ideal für Fisch, Meeresfrüchte und Gemüse, aber ohne Grillstreifen und ohne Fettabtropfen.
- Raclette-Grill-Kombi: Grillplatte oben, Pfännchen unten – Winter-Allrounder, aber für vollwertigen BBQ-Betrieb zu klein. Ein Blick lohnt sich hier auch in unser Sortiment an Racletteöfen.
- Mobiler Mini-Tischgrill: Kompakt unter 30 cm, 1.200 bis 1.800 Watt – für 2 bis 3 Personen und kurze Kabeldistanzen.
- Smoker-Elektrogrill: Nische mit Temperaturregelung ab 80 °C für langsames Garen – teuer und nur für BBQ-Enthusiasten sinnvoll.
Die wichtigsten Kaufkriterien im Detail
Wie viel Leistung ist wirklich nötig?
Unter 1.800 Watt bewegen Sie sich im Snack-Bereich für 1 bis 2 Personen. 2.000 bis 2.200 Watt sind der Standard für den Familienbetrieb mit 4 Personen, ab 2.400 Watt merken Sie auch bei windstiller Balkonlage ein spürbar schnelleres Anbraten. Wir bei Manor weisen bei der Beratung immer auf einen Punkt hin, der gerne übersehen wird: Ab 2.300 Watt sollte ein eigener Stromkreis zur Verfügung stehen. Ältere Schweizer Wohnungen mit 10-Ampere-Sicherungen lösen sonst aus, sobald parallel Wasserkocher oder Backofen laufen. Kein Drama, aber ärgerlich, wenn das Steak halb gar ist.
Grillfläche und Personenzahl – die Faustregel
Als Richtwert gelten 150 cm² Netto-Grillfläche pro Erwachsenen. Für 4 Personen brauchen Sie also mindestens 600 cm². Der Haken: Herstellerangaben nennen oft die Bruttofläche inklusive Rand – die tatsächlich nutzbare Grillzone ist meist 15 bis 20 Prozent kleiner. Wer regelmässig Gäste bewirtet, sollte lieber grosszügig planen und ein Modell mit Warmhaltezone wählen. So bleiben die ersten Steaks warm, während die zweite Fuhre gart.
Temperaturregelung – warum stufenlos den Unterschied macht
Eine stufenlose Regelung ist einem klassischen Stufenschalter mit 3 bis 5 Positionen deutlich überlegen. Fisch will ab 160 °C, Steak 220 bis 260 °C, Gemüse 180 °C – das lässt sich mit fünf Stufen nur grob treffen. Ein Thermostat mit Abschaltautomatik ist zudem ein Sicherheitsplus, gerade in Mietwohnungen.
Praktische Details, die den Alltag entscheiden
- Herausnehmbare Grillplatte, spülmaschinenfest – spart bei wöchentlicher Nutzung 10 bis 15 Minuten Reinigungszeit.
- Fettauffangschale mit Wasserfüllung reduziert Rauch- und Geruchsbildung deutlich.
- Kabellänge mindestens 1,5 bis 2 Meter (Schweizer Balkone haben Aussensteckdosen selten günstig platziert).
- Windschutz bei offenen Standgrills – ohne verliert der Grill bei Bise bis zu 30 °C Oberflächentemperatur.
- Standfestigkeit bei mobilen Modellen: entscheidend, wenn Kinder im Haushalt leben.
- Passendes Werkzeug einplanen – ein Blick in unser Sortiment an Grillzangen und Grillwender lohnt sich, damit die Antihaftbeschichtung nicht schon in der ersten Saison leidet.
Marken und Preissegmente – wo Sie was bekommen
Bei Elektrogrills entscheidet weniger die Marke, mehr die Bauform und die Wattklasse. Trotzdem gibt es typische Positionierungen, an denen Sie sich orientieren können.
Premium und Design (ca. CHF 300–800)
Weber Pulse steht für App-gesteuerte Standgrills mit präzisem Temperatursensor – gedacht für Balkonbesitzer, die kein Gas verwenden dürfen, aber BBQ-Qualität wollen. Napoleon-Elektromodelle punkten mit robuster Verarbeitung, Warmhaltezone und langlebigen Gussrosten. Zielgruppe: regelmässige Nutzung, echter Anspruch an das Grillergebnis.
Mittelklasse und Alltagsgeräte (ca. CHF 120–280)
Die OptiGrill-Serie von Tefal hat sich als Kontaktgrill mit automatischer Garstufenerkennung durchgesetzt – ein Küchengerät, kein Balkongrill. SEVERIN liefert klassische Standgrills mit solidem 2.000 bis 2.200 Watt und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Rommelsbacher steht für robuste Tischgrills und Raclette-Kombis.
Einstieg und Kompaktgeräte (ca. CHF 40–110)
Marken wie Trisa, Koenig oder NOUVEL liefern solide Tisch- und Minigrills für 2 bis 3 Personen, meist 1.500 bis 2.000 Watt, ohne Warmhaltezone. Ideal für WG-Küche, Single-Haushalt oder den gelegentlichen Balkoneinsatz.
Wir bei Manor führen ein sorgfältig zusammengestelltes Sortiment an bewährten Elektrogrill-Marken – vom Einstiegs-Tischgrill bis zum App-gesteuerten Premium-Standgrill. Wer über den Elektrogrill hinaus stöbern möchte, findet weiteres in unserer Auswahl an Grill und Zubehör.
Auf dem Balkon – rechtliche und praktische Rahmenbedingungen
Was ist auf Schweizer Mietbalkonen erlaubt?
Elektrogrills sind in fast allen Schweizer Mietverträgen zulässig, auch dort, wo Holzkohle- und Gasgrills ausdrücklich untersagt sind. Der Grund liegt in der Sache: Es entsteht weder offene Flamme noch Rauchentwicklung im klassischen Sinn. Massgeblich bleibt trotzdem der individuelle Mietvertrag und die Hausordnung – ein kurzer Blick lohnt sich, ein Anruf bei der Verwaltung auch.
Rauch und Nachbarschaft – so bleibt die Balkonstimmung entspannt
Eine Fettauffangschale mit Wasserfüllung ist bei Balkonnutzung fast schon Pflicht – sie reduziert Geruchsbildung spürbar. Achten Sie zusätzlich auf die Windrichtung und nehmen Sie bei Reihenwohnungen am Abend Rücksicht auf offene Nachbarfenster. Ein Elektrogrill mit Deckel reduziert die Geruchsverbreitung deutlich stärker als ein offener Rost.
Reinigung, Pflege und Langlebigkeit
Reinigung ist bei Elektrogrills das häufigste Frustthema – meist, weil Nutzer zu schnell oder mit falschem Werkzeug ans Gerät gehen.
- Herausnehmbare Teile immer mindestens 30 Minuten abkühlen lassen, bevor Sie mit Wasser arbeiten – heisses Wasser auf glühender Alugussplatte kann zu Materialrissen führen.
- Nie Metallschwamm oder Scheuermittel verwenden – das zerstört die Antihaftbeschichtung dauerhaft.
- Fettauffangschale nach jeder Nutzung leeren. Geruchsbildung setzt nach etwa 24 Stunden ein.
- Das Heizelement selbst nie mit Wasser behandeln – nur mit trockenem, weichem Tuch abwischen.
- Bei Standgrills mit Deckel: Deckelinnenseite regelmässig entfetten, sonst tropft Kondensat auf das Grillgut.
Wer nach der Grillsaison eine gründliche Grundreinigung plant, findet weiteres passendes Grillzubehör für die Aufbewahrung und den Schutz über den Winter.
Unser Tipp aus der Manor-Fachberatung
Die häufigste Fehlkaufentscheidung in dieser Kategorie ist die Verwechslung von Kontaktgrill und Balkongrill. Ein OptiGrill von Tefal ist ein hervorragendes Küchengerät für schnelle Steaks und Panini – er ersetzt aber keinen Standgrill auf der Terrasse. Und umgekehrt. Wer regelmässig für 4 oder mehr Personen auf dem Balkon grillieren will, braucht mindestens 2.000 Watt, eine Netto-Grillfläche ab 600 cm² und eine Fettauffangschale mit Wasserfüllung. Für den spontanen Feierabend-Steak in der Küche reicht dagegen ein Kontaktgrill mit 2.000 Watt und 700 cm² völlig aus – meist zum halben Preis. Für die individuelle Abwägung stehen Ihnen unsere Fachberater in den Manor-Filialen persönlich zur Verfügung. Weitere Anregungen finden Sie auch in unserem Bereich Küchengeräte.
Häufige Fragen zum Elektrogrill
Wie viel Watt sollte ein Elektrogrill für 4 Personen haben?
Praxistauglich ist bei Standgrills eine Wattklasse, die das Gerät in rund 8 bis 12 Minuten auf Grilltemperatur bringt – im Herbst und bei Balkonlagen mit Wind lohnt sich der Griff zur nächsthöheren Stufe, weil die Aufheizzeit sonst schnell auf 15 Minuten und mehr steigt. Ein Kontaktgrill kommt effizienter davon, weil die beidseitige Beheizung die Garzeit halbiert und Temperatur besser hält. Wer im Sommer für 4 Personen grilliert, ist mit einem Mittelklasse-Standgrill fast immer richtig – im März oder Oktober macht sich mehr Leistungsreserve spürbar bezahlt.
Kontaktgrill oder Standgrill – was ist der Unterschied?
Der Kontaktgrill gart Grillgut zwischen zwei beheizten Platten von oben und unten gleichzeitig, ist Indoor-Küchengerät und bringt Panini, Toasts oder dünne Steaks in wenigen Minuten fertig – Vorheizen inklusive oft unter 5 Minuten. Der Standgrill ersetzt den klassischen BBQ auf Balkon oder Terrasse, braucht 8 bis 12 Minuten Vorheizzeit und liefert echte Röstaromen an dickeren Fleischstücken, Würsten und Gemüse-Spiessen. Faustregel: Wurst, ganze Poulet-Schenkel und Maiskolben gehören auf den Standgrill, Panini und Sandwiches auf den Kontaktgrill. Fisch funktioniert auf beiden, wobei die Plancha-Variante am schonendsten arbeitet.
Darf ich einen Elektrogrill auf dem Mietbalkon benutzen?
In den meisten Schweizer Mietverträgen ist der Betrieb erlaubt, auch dort, wo Holzkohle- oder Gasgrills untersagt sind – es entsteht weder offene Flamme noch klassische Rauchentwicklung. Massgeblich bleiben Ihr individueller Mietvertrag und die Hausordnung. Praxis-Empfehlung: Fettauffangschale mit Wasserfüllung nutzen und bei Reihenwohnungen die Windrichtung beachten. Bei Unsicherheit kurz mit der Verwaltung Rücksprache halten.
Wie reinige ich einen Elektrogrill richtig?
Grundsatz: kurze Reinigung nach jedem Grillen, gründliche Grundreinigung etwa alle 4 bis 6 Einsätze. Für eingebrannte Rückstände hilft der Natron-Trick – ein Esslöffel Natron mit warmem Wasser zu einer Paste anrühren, 15 Minuten einwirken lassen, mit weichem Schwamm abwischen. Bei Plancha-Platten arbeiten Sie idealerweise mit einem Holzschaber, während die noch handwarme Platte gereinigt wird; bei offenen Rosten lohnt sich das Einweichen über Nacht in warmem Seifenwasser. Antihaftbeschichtung und Heizelement beachten – Details dazu stehen im Pflege-Abschnitt oben.
Welche Marken sind bei Manor erhältlich?
Manor führt unter anderem Weber und Napoleon für Premium-Standgrills mit App-Steuerung und robuster Verarbeitung, Tefal mit der OptiGrill-Serie für Kontaktgrills mit automatischer Garstufenerkennung, SEVERIN und Rommelsbacher als bewährte Mittelklasse für Balkon und Küche sowie Einstiegsmarken wie Trisa, Koenig und NOUVEL für Tisch- und Kompaktgeräte. Die Auswahl deckt Preissegmente von rund CHF 40 für Mini-Tischgrills bis rund CHF 800 für Premium-Standgrills mit smarter Steuerung ab.