Hol dir deine Must-haves fürs neue Schuljahr >
BMX Velos im Manor Online-Shop
Ein BMX-Velo mit abgewetzten Pegs lehnt am Geländer eines Skateparks in Zürich-Wipkingen – die Reifen noch staubig vom letzten Run. Nicht das Velo im Verkaufsregal, sondern das, das schon lebt. Genau dieses Bild zeigt, worum es beim BMX-Fahren wirklich geht: Tricks, Speed und ein Velo, das mitmacht. Doch bevor es so weit ist, stellt sich eine wichtige Frage: Welches Modell passt zu deinem Fahrstil, deiner Grösse und deinen Ansprüchen? Die Auswahl an Velos ist gross – umso wichtiger ist es, die Unterschiede zu kennen.
Welche BMX-Typen gibt es – und welcher passt zu dir?
Freestyle BMX
Freestyle-BMX-Velos erkennt man am kurzen Radstand von ca. 33–37 cm Kettenstrebenlänge und dem 360°-Rotor am Lenker, dem sogenannten Gyro, der Barspin-Tricks ohne verhedderte Bremsleitungen ermöglicht. Verstärkte Pegs an Vorder- und Hinterachse machen Grinds möglich, der Rahmen besteht fast immer aus Chromoly-Stahl (4130), da dieser Material Schläge besser wegsteckt als einfacher Stahl. Typisch ist eine Laufradgrösse von 20 Zoll. Ideal für alle, die im Skatepark oder auf der Street unterwegs sind – für lange Strecken oder Renneinsätze ist dieser Typ dagegen nicht gemacht.
Race BMX
Race-BMX-Velos sind reine Beschleunigungsmaschinen: Ein längerer Radstand und ein steilerer Lenkwinkel von rund 74–75° sorgen für Spurstabilität bei Höchstgeschwindigkeit. Der Rahmen besteht meist aus leichtem Aluminium 6061-T6 oder sogar Carbon, High-End-Modelle wiegen ab ca. 8 kg. Pegs und Gyro-Bremse fehlen komplett, da sie nur unnötiges Gewicht bedeuten würden. Diese Velos sind für Dirt Tracks und BMX-Bahnen gedacht, nicht für den Alltag. Üblich sind 20-Zoll-Laufräder in der Elite-Klasse und 24-Zoll-Varianten in der Cruiser-Klasse.
Dirt/Jump BMX
Dirt- oder Jump-BMX-Velos liegen geometrisch zwischen Freestyle und Race: ein mittlerer Radstand und ein höheres Tretlager von ca. 29–30 cm sorgen für ausreichend Bodenfreiheit bei Landungen. Breitere Reifen mit 2.1–2.4 Zoll und grobem Profil bringen Grip auf Erde und Lehm. Häufig ist nur eine Hinterradbremse verbaut, um Gewicht zu sparen und die Lenkerbewegung nicht einzuschränken. Wer zwischen Trails, Pump Tracks und Sprüngen pendelt, findet hier den passenden Mittelweg zwischen Parkfahrer und Rennfahrer.
- Flatland BMX: Extrem kurzer Radstand, 4 Pegs obligatorisch, bei Puristen sogar ohne Bremshebel – reines Kunstfahren auf ebenem Boden, sehr speziell.
- Cruiser BMX (24 Zoll): Grössere Laufräder für erwachsene Fahrer oder Einsteiger, die mehr Laufruhe wünschen – dafür weniger wendig als 20-Zoll-Modelle.
Worauf beim Kauf eines BMX Velos achten?
Rahmenmaterial & Gewicht
Das Rahmenmaterial entscheidet massgeblich über Haltbarkeit und Fahrgefühl. Hi-Ten-Stahl ist die günstigste Variante, bringt aber ein Gesamtgewicht von ca. 12–15 kg mit sich und ist spröder – bei starker Belastung droht eher ein Bruch.
Chromoly-Stahl (4130) gilt als Sweet Spot für die meisten Fahrer: Mit ca. 10–12 kg Gesamtgewicht bleibt das Velo robust und absorbiert Stösse bei Tricks deutlich besser. Aluminium-Rahmen, wie sie im Race-Bereich verwendet werden, wiegen ab ca. 8–10 kg und sind steifer, verzeihen dafür Fehllandungen weniger gut. Unserer Erfahrung nach lohnt sich Hi-Ten nur bei absoluten Einsteigermodellen, da der Materialverschleiss hier schneller einsetzt.
Rahmengrösse & Oberrohrlänge
Anders als bei Stadtvelos ist bei BMX-Velos nicht die Rahmenhöhe entscheidend, sondern die Oberrohrlänge (Top Tube Length, TT). Als Richtwert gilt: Bei einer Körpergrösse bis 160 cm passt eine TT von ca. 19.5–20 Zoll, zwischen 160–175 cm eine TT von 20–20.5 Zoll, ab 175 cm eher 20.5–21 Zoll. Kinder und Jugendliche mit einer Körpergrösse von ca. 120–145 cm sind mit 18-Zoll-Laufrad-Modellen gut bedient – passende Modelle finden sich in der Kategorie Kindervelos. Wichtig zu wissen: Ein kürzeres Oberrohr macht das Velo wendiger, ein längeres sorgt für mehr Stabilität bei hohem Tempo – hier spielen auch persönliche Vorlieben eine Rolle.
Bremsen & Sicherheit
U-Brakes sind leicht und der Standard bei Freestyle-Modellen, V-Brakes bieten dafür mehr Bremskraft und finden sich eher bei Race- oder Einsteigermodellen. Für Kinder und Einsteiger empfiehlt sich grundsätzlich eine Bremse an Vorder- und Hinterrad, auch wenn Profis oft nur mit einer oder gar keiner Bremse fahren. In der Schweiz gilt gemäss Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS) im normalen Strassenverkehr ausserdem: Zwei unabhängig voneinander wirkende Bremsen sind vorgeschrieben.
- Pegs: Stahl-Pegs sind langlebig, aber schwerer – Kunststoff-Pegs schonen dafür die Grind-Kanten. Relevant nur für Freestyle-Fahrer.
- Kurbellager: Loose-Ball-Lager sind einsteigerfreundlich, aber wartungsintensiver. Sealed- oder Mid-BB-Lager laufen runder und sind wartungsarm – ab dem mittleren Preissegment sollte darauf geachtet werden.
- Lenker (Bars): 4-Piece-Bars sind stabiler bei hoher Belastung, 2-Piece-Bars dafür leichter.
- Sattel & Sattelstütze: Beim BMX meist tief und kompakt – Sitzkomfort ist zweitrangig, Bewegungsfreiheit steht im Vordergrund.
Wir bei Manor achten bei der Sortimentszusammenstellung besonders auf diese Details, damit Sie unabhängig vom Budget ein Velo finden, das zu Ihrem Fahrstil passt. Passendes Zubehör sowie Ersatzteile für Wartung und Reparatur finden sich in den Kategorien Velozubehör und Veloersatzteile.
Beliebte BMX-Marken im Manor-Sortiment
Einstieg & Jugendliche
Im Einstiegssegment, etwa im Bereich ca. CHF 200–400, finden sich Marken wie B2X mit Hi-Ten-Rahmen und einfacher Ausstattung. Solche Modelle eignen sich ideal zum Reinschnuppern und für erste Tricks im Skatepark. Für Kinder und Jugendliche sind sie ein guter Einstieg – wer ambitionierter fährt, stösst materialbedingt aber meist nach ein bis zwei Saisons an Grenzen.
Fortgeschrittene & ambitionierte Fahrer
Wer regelmässig fährt und höhere Ansprüche an Material und Verarbeitung hat, findet im Segment ab ca. CHF 400 aufwärts Modelle mit Chromoly-Rahmen, Sealed-Lagern sowie besserer Lenker- und Gabelqualität – etwa von Marken wie Manor Sport. Unserer Erfahrung nach bietet dieses Segment für die meisten regelmässigen Fahrer das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, weil sich die Investition in bessere Lager und Rahmenqualität über mehrere Saisons auszahlt.
Gut zu wissen – ehrliche Einschätzung zu BMX Velos
Ein BMX Velo ist kein Allrounder – es ist für Tricks, kurze Strecken und Spass gebaut, nicht für den täglichen Arbeitsweg oder längere Touren. Die aufrechte, kompakte Sitzposition und das Fehlen einer Gangschaltung machen Strecken über 3–5 km schnell anstrengend. Eltern sollten wissen: BMX fahren im Skatepark oder auf Dirt Tracks bedeutet Stürze – Helm (CE-Norm EN 1078), Knieschoner und Ellbogenschoner sind keine Option, sondern Pflicht. Passende Schutzausrüstung findet sich in der Kategorie Helme, Protektoren & Schoner, ergänzend dazu auch Knieschoner. Zudem sind viele BMX Velos ab Werk nicht StVZO-konform (keine Beleuchtung, keine Reflektoren, teilweise nur eine Bremse) und damit in der Schweiz nicht für den Strassenverkehr zugelassen. Für individuelle Beratung – besonders bei der Grössenwahl für Kinder – stehen Ihnen unsere Fachberater in den Manor-Filialen persönlich zur Verfügung.
Häufige Fragen zu BMX Velos
Welche BMX-Grösse passt zu meinem Kind?
Kind barfuss an die Wand stellen und Körpergrösse messen. Bis ca. 130 cm eignet sich ein 18-Zoll-Laufrad, zwischen 130–155 cm ein 20-Zoll-Laufrad mit kurzem Oberrohr (TT 19–19.75 Zoll), ab 155 cm ein Standard-20-Zoll-Modell mit TT 20+ Zoll. Entscheidend ist die Standover-Höhe: Das Kind sollte mit beiden Fussballen den Boden berühren, wenn es über dem Oberrohr steht. In einer Manor-Filiale kann das Kind vorab probesitzen.
Ist Chromoly-Stahl wirklich den Aufpreis wert?
Für Gelegenheitsfahrer, die ein- bis zweimal pro Woche cruisen, reicht ein Hi-Ten-Rahmen im Einstiegssegment völlig aus. Wer aber regelmässig Tricks übt und Drops über 50 cm Höhe fährt, wird mit Hi-Ten innerhalb einer Saison Risse oder Verformungen am Steuerrohr sehen. Chromoly (4130) lohnt sich, sobald das Velo nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern Sportgerät ist.
Kann ich mit einem BMX Velo auch normale Strecken im Alltag fahren?
Technisch ja, praktisch nur eingeschränkt. Ohne Gangschaltung ist jede Steigung zäh, der kleine Rahmen erzwingt eine gebückte Haltung, die nach 10–15 Minuten Dauerfahrt den Rücken belastet. Ein 24-Zoll-Cruiser-BMX, wie er etwa bei Manor Sport erhältlich ist, bringt etwas mehr Laufruhe und Sitzkomfort – ein echtes Pendlervelo ersetzt aber auch dieser nicht. Für den Schulweg unter 2 km in flachem Gelände funktioniert es, für mehr lohnt sich ein separates Stadtvelo.
Wie pflege ich mein BMX Velo richtig?
Kette alle 2–4 Wochen mit trockenem Kettenöl nachölen, vorher alte Verschmutzungen mit einem Lappen entfernen. Lager wie Tretlager und Steuersatz alle 3–6 Monate auf Spiel prüfen: Rad anheben, Lenker und Kurbel drehen – Knirschen oder Wackeln bedeutet Nachziehen oder Lagertausch. Schrauben an Achsmuttern, Lenkerklemme und Vorbau mit einem Drehmomentschlüssel auf die vom Hersteller angegebenen Nm-Werte prüfen. Rahmen nach Regenfahrten trockenwischen, besonders an Schweissnähten, um Rostbildung bei Stahl-Rahmen zu vermeiden.
Gibt es BMX Velos mit nachhaltigen Materialien?
Klassische BMX-Rahmen aus Chromoly-Stahl sind per se langlebig und reparierbar – ein gut gepflegter Chromoly-Rahmen hält 10+ Jahre und kann mit Einzelteilen wie Gabel, Lenker oder Laufrädern modular aufgerüstet statt ersetzt werden. Konkrete Umweltzertifikate sind in der BMX-Branche noch selten, einzelne Hersteller im Race-Segment experimentieren aber bereits mit recyceltem Aluminium für Rahmen und Komponenten. Die ehrlichste Nachhaltigkeitsentscheidung beim BMX: Qualität kaufen, die nicht nach einer Saison ersetzt werden muss.