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Nasenpiercing bei Manor: den passenden Schmuck für Ihren Stil finden
Vor ein paar Jahren war ein Nasenstecker noch ein bewusstes Statement. Heute gehört er so selbstverständlich zum Gesicht wie dezente Ohrstecker – auf der Strasse in Zürich genauso wie im Büro in Bern. Was sich verändert hat, sind die Ansprüche: Wer Schmuck täglich im Knorpelgewebe trägt, spürt den Unterschied zwischen billig beschichtetem Metall und implantattauglichem Titan nach wenigen Wochen. Die eigentliche Kaufentscheidung beginnt deshalb nicht beim Design. Sie beginnt beim Material.
Welche Arten von Nasenpiercings gibt es?
Nostril: der Klassiker am Nasenflügel
Das Nostril-Piercing wird seitlich durch den Nasenflügel gestochen, durch Knorpelgewebe, in der Standardstärke 0,8 mm (20 Gauge). Es ist die mit Abstand häufigste Variante und gleichzeitig die vielseitigste: Stecker, L-Pins, filigrane Ringe – alles passt. Die Heilungsdauer liegt bei etwa 3 bis 6 Monaten, je nach Pflege und individueller Hautreaktion. Wer zum ersten Mal ein Nasenpiercing trägt, ist hier richtig, weil es sich dezent tragen lässt und die grösste Schmuckauswahl bietet.
Warum das Septum so alltagstauglich ist
Das Septum-Piercing sitzt nicht im Knorpel, sondern in der dünnen Hautmembran zwischen den Knorpelwänden der Nasenscheidewand – dem sogenannten Sweet Spot. Standardstärke: 1,2 mm (16 Gauge). Weil kein Knorpel durchstochen wird, heilt es mit 2 bis 4 Monaten oft schneller als ein Nostril. Der grösste Vorteil im Alltag: Ein hufeisenförmiger Retainer lässt sich nach oben in die Nase klappen und wird unsichtbar. Für alle, die zwischen Freizeit-Look und formellem Dresscode wechseln, ist das ein echtes Argument.
Bridge: nur mit Piercing-Erfahrung empfehlenswert
Das Bridge-Piercing sitzt am Nasenrücken zwischen den Augen und durchsticht ausschliesslich Haut, keinen Knorpel. Es ist ein Oberflächenpiercing mit erhöhtem Herauswachsungsrisiko (Rejection) und erfordert flache Barbell-Formen. Wer hier einsteigt, sollte bereits Erfahrung mit dem Tragen und Pflegen von Piercings mitbringen.
- Nasallang: Durchsticht beide Nasenflügel und das Septum in einem einzigen Stich – extrem selten und nur bei sehr erfahrenen Piercern zu empfehlen.
- High Nostril: Höher am Nasenflügel positioniert als das klassische Nostril. Die Schmuckauswahl ist eingeschränkt, weil nur gerade Labret-Pins sicher sitzen.
Worauf Sie beim Kauf von Nasenschmuck achten sollten
Warum das Material wichtiger ist als das Design
Titan (Grade 23 / ASTM F136) gilt als Goldstandard für Nasenschmuck, besonders bei frisch gestochenen und empfindlichen Piercings. Der Nickelgehalt liegt unter 0,05 % – praktisch null. Chirurgischer Stahl (316L) ist günstiger und in mehr Designs verfügbar, enthält aber bis zu 14 % Nickel. Das klingt nach wenig, betrifft aber rund 10 bis 15 % der Bevölkerung, die mit Kontaktallergien reagieren.
Gold ab 585er Legierung (14 Karat) ist hautverträglich und anlaufbeständig, 750er (18 Karat) noch besser. Niob ist eine seltene, aber exzellente Alternative für Allergiker. Wir bei Manor raten klar von Silber, versilberten Metallen und Acryl als Erstschmuck ab: Silber oxidiert direkt im Stichkanal und verfärbt die Haut schwarz, Acryl lässt sich nicht sterilisieren.
Welche Schmuckform funktioniert wirklich im Alltag?
Gerade Labret-Stecker mit flacher Rückplatte sitzen am stabilsten und eignen sich für Sport und Schlaf. L-förmige Pins lassen sich leichter einsetzen und herausnehmen, rutschen aber bei Bewegung gelegentlich heraus – nachts oder beim Laufen ein echtes Ärgernis. Ringe gibt es als Clicker (Scharniermechanismus, sehr bequem), Segment-Ringe (nahtlose Optik, braucht etwas Übung beim Einsetzen) und nahtlose Biegeringe.
Für Septum-Schmuck sind Curved Barbells und Clicker die gängigsten Formen. Unserer Erfahrung nach greifen die meisten Kundinnen nach der Heilungsphase zum Clicker, weil der Scharnierverschluss im Vergleich zum Kugelverschluss deutlich einfacher zu handhaben ist.
Grösse und Passform: Millimeter, die zählen
Beim Innendurchmesser von Ringen sind 6 mm, 8 mm und 10 mm die gängigen Grössen für Nostril-Schmuck; beim Septum eher 8 mm oder 10 mm. Stecker haben eine Standardstablänge von 6 bis 8 mm. Ein zu enger Ring drückt auf den Stichkanal, ein zu weiter hängt und bewegt sich bei jeder Berührung – beides verzögert die Heilung spürbar.
- Steinbesatz und Oberfläche: Bezel-Fassungen (geschlossene Einfassung) sind glatter als Krappenfassungen und bleiben deutlich seltener an Schals, Masken oder Kopfkissen hängen.
- Anlaufbeständigkeit: Titan und Niob laufen nicht an. Gold ab 585er behält seine Farbe dauerhaft. Silber verfärbt sich im Stichkanal schwarz – das ist kein Schmutz, sondern eine chemische Reaktion mit Schweiss und Hautfett.
- Allergiepotenzial: Bei bekannter Nickelallergie ausschliesslich Titan, Niob oder Gold ab 750er wählen. Kein Chirurgenstahl, kein vergoldeter Modeschmuck.
- Einsatzbereich: Für Sport und Schlaf flache Labret-Stecker bevorzugen. Ringe und Clicker eignen sich besser für abgeheilte Piercings im entspannten Alltag – beim Yoga in Luzern genauso wie beim Apéro am See.
Nasenschmuck bei Manor entdecken
Thomas Sabo positioniert sich im mittleren Preissegment zwischen etwa CHF 30 und 80 und setzt auf trendorientierte Designs mit Steinbesatz, oft aus 925er Silber oder vergoldetem Silber. Für abgeheilte Piercings eine stilvolle Wahl – als Erstschmuck allerdings nicht geeignet, da Silber im frischen Stichkanal oxidiert.
Im Einstiegssegment zwischen CHF 10 und 25 finden Sie bei Marken wie Elli oder Glanzstücke München schlichte Stecker und Ringe aus Chirurgenstahl oder beschichtetem Metall. Perfekt für den gelegentlichen Wechsellook, wenn das Piercing vollständig abgeheilt ist. Für Dauerträgerinnen mit empfindlicher Haut empfehlen wir allerdings den Griff zu höherwertigen Materialien.
Im Premium-Segment ab CHF 80 bieten Marken wie L'Atelier Gold 18 Karat by Manor oder MUAU Schmuck dezente Solitär-Stecker und filigrane Ringe in Gelb-, Weiss- oder Roségold. Die Investition rechnet sich bei Schmuck, der täglich und über Jahre getragen wird: kein Anlaufen, keine Hautreaktion, keine Kompromisse.
Wir bei Manor haben das Piercing-Sortiment bewusst so zusammengestellt, dass Sie von modischen Einstiegsstücken bis zu hochwertigem Goldschmuck alles online nach Material, Farbe und Preissegment filtern können.
Gut zu wissen: was Nasenschmuck nicht leisten kann
Hochwertiger Nasenschmuck aus verträglichem Material reduziert das Risiko von Hautreizungen und allergischen Reaktionen erheblich – ersetzen kann er aber weder eine professionelle Piercingberatung noch eine ärztliche Einschätzung. Wer zu Kontaktallergien, Keloidbildung oder Hauterkrankungen im Nasenbereich neigt, sollte vor dem Stechen und vor dem ersten Schmuckwechsel einen Dermatologen konsultieren. Erstschmuck wird in der Regel vom Piercing-Studio eingesetzt und sollte erst nach vollständiger Abheilung gegen frei gekauften Schmuck getauscht werden – beim Nostril frühestens nach 3 Monaten, beim Septum nach 2 Monaten. Ein zu früher Wechsel kann den Stichkanal verletzen und die Heilung um Wochen zurückwerfen.
Häufige Fragen zu Nasenpiercings
Welche Grösse brauche ich für meinen Nasenschmuck?
Den Gauge (Stabstärke) kennen Sie vom Ersteinsatz im Studio – im Zweifel dort nachfragen. Den Innendurchmesser eines Rings messen Sie am einfachsten, indem Sie den aktuellen Schmuck flach auf ein Lineal legen und den Abstand zwischen den Innenkanten ablesen. Wer zwischen zwei Grössen liegt, etwa 7 mm und 8 mm, wählt die grössere: Ein minimal lockerer Ring ist angenehmer als einer, der auf die Einstichstelle drückt.
Ist Chirurgenstahl oder Titan besser für empfindliche Haut?
Ein einfacher Selbsttest vor dem Kauf: Tragen Sie ein Paar günstige Ohrstecker aus Chirurgenstahl zwei Tage lang durchgehend. Juckt oder rötet sich die Haut, reagieren Sie wahrscheinlich auf Nickel und sollten direkt zu Titan (Grade 23) greifen. Die Preisdifferenz liegt bei etwa CHF 5 bis 15 pro Stück – und Titan behält seine Oberflächenglätte auch nach Jahren, während Chirurgenstahl bei manchen Trägern mikroskopisch aufrauen kann.
Welcher Nasenschmuck eignet sich für das Büro?
Ein flacher Labret-Stecker mit 1,5 bis 2 mm Kugel in Silber- oder Goldton ist auf Armlänge kaum sichtbar. Wer ein Septum trägt, klappt einen Retainer einfach nach oben in die Nase. Im Manor-Sortiment eignen sich schlichte Solitär-Stecker aus Gold oder Titan mit kleinem Zirkonia-Stein – dezenter Glanz ohne aufzufallen.
Wie pflege ich mein Piercing und den Schmuck richtig?
Frisches Piercing: zweimal täglich mit steriler Kochsalzlösung (0,9 % NaCl) abtupfen, nicht drehen, nicht mit den Fingern berühren. Abgeheilten Schmuck beim Duschen mit lauwarmem Wasser abspülen und alle 2 bis 4 Wochen kurz in warmem Wasser mit einem Tropfen mildem Spülmittel einweichen. Silberschmuck bei Verfärbung mit einem Silberputztuch polieren – Titan und Gold benötigen keine Spezialpflege.
Woran erkenne ich nachhaltig produzierten Nasenschmuck?
Recyceltes 925er Silber ist bei vielen Schmuckmarken inzwischen Standard und in der Materialeigenschaft identisch mit Neusilber. Fairtrade-zertifiziertes Gold garantiert faire Abbaubedingungen, ist im Nasenschmuck-Segment aber selten und deutlich teurer. Der pragmatischste Nachhaltigkeitsansatz: Ein einzelner hochwertiger Titan- oder Goldstecker, der jahrelang getragen wird, ist ressourcenschonender als häufig gewechselter Modeschmuck aus beschichtetem Metall.