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Kommoden bei Manor – Stauraum, der zu Ihrem Zuhause passt

Auf der schmalen Kommode im Flur sammeln sich Schlüssel, die Post vom Vormittag und ein kleiner Topf mit Sukkulenten. Jeden Morgen der letzte Griff vor der Tür, jeden Abend die erste Ablage nach dem Heimkommen. Genau an diesem Möbelstück zeigt sich, was eine gute Kommode ausmacht: Sie organisiert den Alltag leise, schluckt Kleinkram in geordnete Schubladen und nimmt dabei so wenig Wohnfläche ein, dass man fast vergisst, wie viel sie eigentlich leistet.

Worauf es beim Kauf ankommt

Masse und Raumplanung – warum Zentimeter hier wirklich zählen

Die Standardhöhe einer Kommode liegt bei 75–90 cm, was einer bequemen Ablagefläche auf Hüfthöhe entspricht – ohne Bücken, ohne Strecken. Sideboards sind mit 60–75 cm bewusst flacher gehalten, Highboards starten ab 100 cm und ersetzen in kleinen Wohnungen mitunter den Kleiderschrank. Entscheidend ist die Tiefe: 35–45 cm genügen für Flur und Schlafzimmer, ab 45 cm wird ein Sideboard im Wohnzimmer zur echten Staufläche.

Vor dem Bestellen unbedingt Sockelleisten und den Türöffnungsradius einplanen. Eine 40 cm tiefe Kommode in einem 80 cm schmalen Korridor lässt nur 40 cm Durchgang – das wird mit Einkaufstaschen in beiden Händen eng. Wir bei Manor empfehlen, den Stellplatz mit Malerkrepp am Boden abzukleben, bevor Sie sich festlegen.

Material und Oberfläche – was hält, was schön bleibt

  • Massivholz (Eiche, Kiefer, Nussbaum): Langlebig und jedes Stück ein Unikat. Allerdings empfindlich gegen Wasserränder, wenn die Oberfläche nicht versiegelt ist. Marken wie La Redoute Intérieurs bieten geölte Eichenmodelle, die mit der Zeit eine charakteristische Patina entwickeln.
  • MDF mit Melaminharz-Beschichtung: Pflegeleicht, formstabil bei Klimaschwankungen und preislich deutlich zugänglicher. Die Schwachstelle: Platzt eine Kante ab, dringt Feuchtigkeit ins Trägermaterial und es quillt irreversibel.
  • Lackierte Oberflächen: Hochglanz sieht im Showroom spektakulär aus, zeigt im Alltag aber jeden Fingerabdruck. Matt ist erheblich alltagstauglicher.
  • Furnier: Echte Holzoptik auf stabilem Trägermaterial – der Kompromiss zwischen Massivholz-Ästhetik und Budget, den unserer Erfahrung nach die meisten Kundinnen und Kunden am Ende wählen.

Schubladen und Beschläge – hier trennt sich Qualität von Kompromiss

  • Vollauszüge (Teleskopschienen): Die Schublade lässt sich komplett herausziehen, sodass auch der hinterste Winkel erreichbar bleibt. Bei guten Modellen tragen die Schienen 25–30 kg pro Schublade – genug für gestapelte Bettwäsche oder schwere Fotoalben.
  • Soft-Close-Dämpfung: Verhindert das Zuschlagen, schont Korpus und Inhalt. Im Kinderzimmer ist das kein Luxus, sondern Fingerschutz.
  • Rollauszüge (Teilauszug): Günstiger, aber das hintere Drittel bleibt schlecht zugänglich – Socken verschwinden dort gerne für Monate.

Hohe, schmale Kommoden mit einem Höhe-zu-Breite-Verhältnis grösser als 2:1 gehören zwingend an die Wand geschraubt. Viele Modelle liefern Kippsicherungen mit; falls nicht, lässt sich ein einfacher Metallwinkel aus dem Baumarkt in zehn Minuten nachrüsten.

Kommode, Sideboard oder Highboard – welcher Typ passt?

Die Begriffe werden oft synonym verwendet, bezeichnen aber Möbeltypen mit unterschiedlichen Stärken.

  • Klassische Kommode: Höhe 75–90 cm, überwiegend Schubladen statt Türen. Dadurch lässt sich Inhalt kleinteilig organisieren – gefaltete T-Shirts im KonMari-Falz (ca. 10 × 20 cm) passen ab 30 cm Innentiefe, Bettwäsche-Sets und A4-Ordner ab 40 cm. Typisch für Schlafzimmer, Flur und Kleideraufbewahrung.
  • Sideboard: Breiter und flacher (Höhe 60–75 cm, Breite oft 120–200 cm), mit Türfächern und Schubladen kombiniert. Dient im Wohnzimmer gleichzeitig als Ablagefläche für Deko, Kerzen oder den Plattenspieler. KARE Design setzt hier auf auffällige Fronten, mutoni auf schlichte Funktionalität.
  • Highboard: Ab 100 cm Höhe, oft mit Vitrinenelement oder offenem Fach oben – verbindet Stauraum mit Präsentationsfläche. In Wohn- und Esszimmern ein platzsparender Schrankersatz, der weniger Stellfläche braucht als ein Regal gleicher Kapazität.
  • Schubladenturm / Schmalkommode: Breite unter 50 cm, vier bis sechs Schubladen übereinander – nutzt vertikalen Raum in Nischen oder neben dem Bett. Kippsicherung hier nicht optional, sondern Pflicht.

Stile im Manor-Sortiment – von skandinavisch bis urban

Skandinavisch und modern

Klare Linien, helle Hölzer wie Eiche natur oder Birke, konische Beine. Beliani und Calicosy setzen auf reduzierte Formen, die in einer Zürcher Stadtwohnung genauso funktionieren wie im Chalet oberhalb von Montreux. Preislich bewegen sich diese Modelle meist zwischen CHF 300 und 700.

Klassisch und zeitlos

Dunklere Holztöne, Metallgriffe, teilweise Landhauselemente. Vente-unique bietet hier solide Modelle mit traditioneller Formensprache. Einstieg ab rund CHF 200, Mittelklasse bis CHF 600 – ein Segment, in dem sich Massivholz und Furnier am häufigsten begegnen.

Minimalistisch und urban

Grifflose Fronten mit Push-to-Open-Mechanismus, Hochglanz- oder Mattlack in Weiss, Anthrazit oder Schwarz. Modelle von HOMCOM und VCM bedienen diesen Stil im zugänglichen Preissegment. Wer Premium sucht, landet bei CHF 400 bis 900.

Gut zu wissen – worauf unsere Fachberater hinweisen

Massivholz arbeitet. Bei trockener Heizungsluft im Schweizer Winter können sich Schubladen leicht klemmen, bei hoher Luftfeuchtigkeit im Sommer quellen sie minimal. Das ist kein Qualitätsmangel, sondern natürliches Materialverhalten – Eiche und Kiefer reagieren besonders spürbar. Wer ganzjährig reibungslose Schubladenfunktion priorisiert, greift zu MDF mit Melaminharz-Beschichtung. Wer die lebendige Holzoptik bevorzugt, plant ein gelegentliches Nachschleifen und Ölen ein, etwa ein- bis zweimal jährlich mit Hartöl. Für individuelle Beratung zur Materialwahl stehen Ihnen unsere Fachberater in den Manor-Filialen persönlich zur Verfügung.

Häufige Fragen zu Kommoden

Welche Kommode passt in einen schmalen Flur?

Flurbreite messen und mindestens 60 cm Durchgangsbreite freihalten. Bei 90 cm Flurbreite also maximal 30 cm Möbeltiefe wählen. Schmalkommoden mit vier bis fünf Schubladen übereinander (Breite 40–50 cm) nutzen die Höhe statt die Fläche. Wer gleichzeitig einen Schuhstauraum braucht, fährt mit einem Schuhkipper neben der Kommode oft besser als mit einer breiteren Kommode allein – der Kipper ist nur 15–20 cm tief und hält den Durchgang frei.

Ist Massivholz besser als MDF?

Das hängt von der Lebenssituation ab. Massivholz altert schöner, lässt sich bei Dellen oder Kratzern abschleifen und neu ölen – eine Reparatur, die bei MDF nicht möglich ist, weil unter der Beschichtung nur gepresstes Fasermaterial liegt. Dafür ist MDF rund 30–40 % leichter als eine vergleichbare Eichenkommode, was bei häufigen Umzügen oder Wohnungen ohne Lift den Rücken schont. Ausserdem gasen frisch produzierte MDF-Möbel in den ersten Wochen leicht aus – wer empfindlich auf Gerüche reagiert, lüftet die Schubladen vor dem Einräumen zwei bis drei Tage offen durch.

Welche Kommode eignet sich fürs Kinderzimmer?

Priorität hat Sicherheit: abgerundete Kanten, Soft-Close-Schubladen als Einklemmschutz und zwingend Wandbefestigung. Höhe maximal 80 cm, damit Kinder ab Schulalter selbstständig an die obere Schublade kommen. Wir bei Manor führen beispielsweise Modelle von Home Affaire mit massiver Kiefernoberfläche, die Kratzer und Sticker-Rückstände deutlich besser verzeihen als Lack. Herausnehmbare Organizer in den Schubladen erleichtern das Aufräumen – und den Eltern die Nerven.

Wie pflege ich eine lackierte Kommode richtig?

Einmal pro Woche Staub mit einem leicht feuchten Mikrofasertuch abwischen – keinen Allzweckreiniger verwenden, da Tenside den Lack angreifen. Flecken sofort behandeln: lauwarmes Wasser mit einem Tropfen Neutralseife (pH-neutral, ca. pH 7) genügt. Hochglanz-Oberflächen nie mit Papiertüchern reinigen, das verursacht Mikrokratzer. Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden: UV-Licht bleicht Lackoberflächen innerhalb von ein bis zwei Jahren sichtbar aus.