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Rioja – die Weinregion in Spanien

Spanien, allen voran die Region Rioja, hat eine lange Tradition, was den Ausbau von Weinen im Eichenfass angeht. Allerdings waren die Techniken und das Verständnis des Prozesses lange Zeit nur sehr rudimentär. Dies änderte sich, als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Reblaus (Phylloxera) in Frankreich wütete und dort während mehrerer Jahre den Weinbau zum Erliegen brachte. Die dadurch arbeitslos gewordenen französischen Önologen wanderten ins nahe Spanien (Rioja und Navarra) aus und brachten ihr Know-how aus Bordeaux und dem Burgund mit. So wurde auch die Barrique, das 225-Liter-Holzfass aus dem Bordelais, ins Land eingeführt – es ist heute noch das einzig erlaubte Eichenfassformat in der Rioja.

Die Region ist in drei Unterregionen aufgeteilt: Rioja Alavesa, Rioja Alta und Rioja Baja. Jede Unterregion weist andere klimatische Bedingungen auf und produziert somit auch einen anderen Stil.  


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Rioja – Die Rebsorten
Für die Produktion der Rotweine sind grundsätzlich vier Rebsorten zugelassen: Tempranillo, Garnacha, Mazuelo (Carignan) und Graciano. Ein paar wenige Winzer (darunter auch Barón de Ley) haben zudem eine Spezialerlaubnis, Cabernet Sauvignon in ihren Weinen zu verwenden.

Die Tempranillo, eine einheimische Traube, ist sicher die wichtigste. Die am meisten angebaute Sorte der Rioja (rund 75 % der Rebfläche sind mit ihr bestockt) bildet das Rückgrat der meisten Weine. 

Die anderen drei Rebsorten werden gemeinhin als Komponenten in der Assemblage verwendet. Garnacha wird geschätzt, weil sie dem Wein Körper und ein intensives Aroma zuführt, Graciano, die andere autochthone Sorte der Rioja, gibt dem Wein Säure, Schmelz und eine bereichernde Aromatik und Mazuelo ist beliebt für Weine, die lange ausgebaut werden (z.B. eine Gran Reserva), weil sie dem Wein eine gute Säure- und Tanninstruktur verleiht.

Rioja – die Weine
Generell unterscheidet man heute zwischen zwei Stilen von Rotweinen in der Rioja: traditionell und modern. Während bei modernen Weinen oft französische Eichenfässer verwendet werden und eher Fruchtnoten im Vordergrund stehen, zeigen traditionelle Weine eher Noten einer längeren Reifung und duften nach getrockneten Früchten, Leder und Tabak. 


Weinwissen
Eine Crianza ist mindestens 24 Monate auf dem Weingut gereift (davon mindestens 12 Monate in der Barrique), bevor sie in den Verkauf gelangt. Bei einer Reserva sind es bereits mindestens 3 Jahre, bei einer Gran Reserva mindestens 5 Jahre.  


Apropos Reifung: Rioja-Weine sind bekannt für ihre lange Reifeperiode. Dafür – und da trifft der Rioja den Nerv der Zeit – sind die Weine immer sofort trinkreif und bedürfen keiner weiteren Lagerung im Keller des Käufers. Sie können aber auch danach noch über mehrere Jahre Freude machen.