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Italien: Seit 40 Jahren Hochsaison.

Wir reisen nicht nur nach Italien, sondern gleich auch noch 4000 Jahre zurück. Zum Beginn der Italienischen Weingeschichte, als der Wein von griechischen Siedlern eingeführt wurde. Doch gut Ding will Weile haben – denn die Blütezeit des italienischen Weins begann erst vor etwa 40 Jahren. Wieso so viel später? In Italien, man glaubt es kaum, hatte der Wein früher denselben Stellenwert wie Wasser, Öl und Brot und wurde entsprechend rudimentär produziert. Erst Anfang der 80er Jahre revolutionierte eine Generation von Spitzenwinzern den Weinbau und machte Italien zum weltweit renommierten Weinexporteur. Zwei bekannte Weinregionen sind eine Reise wert.

Veneto
Im Nordosten überstrahlt eine Region alle anderen – sowohl punkto Quantität wie auch beim Renommee: das Veneto. Dank den Exportschlagern Ripasso, Amarone und Prosecco wuchs die Weinproduktion in diesem Teil Italiens in den letzten Jahren stetig an. Und das zu Recht: Mit über 90 verschiedenen Rebsorten ist das Veneto eine der grössten und varietätenreichsten Weinregionen Italiens. Hier werden über 20 Prozent der italienischen DOC-Weine produziert. Kein Wunder, gilt die Stadt Verona als Italiens Weinzentrum und ist jedes Jahr Gastgeberin der berühmten Weinmesse Vinitaly. 

Toskana
Die Toskana hat drei ganz grosse Namen hervorgebracht: Pisa, Florenz und Chianti. Letzterer hat den Vorteil, dass er auch exportiert werden kann. Der Chianti-Wein wurde weltweit so berühmt, dass im 19. Jahrhundert jeder Winzer aus dem toskanischen Hügelgebiet seinen Rotwein als Chianti bezeichnete – bis dann der Name rechtlich geschützt wurde. Deshalb wird ein echter Chianti aus dem Ursprungsgebiet heute als «Chianti classico» bezeichnet.

In der Toskana sind auch die sogenannten Supertoskaner entstanden – hervorragende Weine die jedoch nicht als DOC oder DOCG-Weine deklariert werden konnten, weil die Winzer bewusst von den vorgegebenen Richtlinien abwichen, um das Potenzial des Terroirs besser zu nutzen und die Weine zu verbessern. Dadurch entstanden Weine von solch geschmacklich hoher Qualität, dass eigens für sie eine neue Klassifikation eingeführt wurde: die IGT (Indicazione Geografica Tipica). Sie werden verstehen, wieso, wenn Sie beispielsweise den 2010 Poggio Bestiale Rosso della Maremma IGT probieren.