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Barossa

Auch Australien kann auf eine mehrere Jahrhunderte alte Geschichte des Weinbaus zurückblicken, denn die ersten, allerdings erfolglosen Versuche können auf das 18. Jahrhundert zurückdatiert werden. Fuss fassen konnte die Weinwirtschaft in Australien dann in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach und nach wurden in immer mehr Regionen Reben gepflanzt: zuerst in New South Wales, dann in anderen Regionen und schliesslich auch in Südaustralien, in der heute wohl bekanntesten Weinregion Australiens, dem Barossa Valley.

Das Barossa Valley – zusammen mit dem benachbarten Eden Valley, welches auch zur Oberregion Barossa zusammengefasst wird – zeichnet sich durch ein trockenes Klima mit tieferen und höheren Lagen aus, was sowohl die Produktion von Rotwein wie auch Weisswein ermöglicht. So werden in wärmeren Gegenden in erster Linie Rotweinsorten wie Shiraz (Syrah), Grenache und Cabernet Sauvignon angebaut, während in höhergelegenen, etwas kühleren Lagen auch Chardonnay, Viognier und Riesling zu finden sind. Doch der wahre Schatz der Region sind die zum Teil über 200 Jahre alten Rebstöcke (vor allem Shiraz), welche Trauben produzieren, die in den bekanntesten australischen Weinen wie Penfolds Grange und Henschkes Hill of Grace Verwendung finden. So ist und bleibt das Barossa die Heimat des bekanntesten Weinstils des Kontinents: dem australischen Shiraz.

Wussten Sie...?

Ökobilanz von Überseeweinen - Es gibt eine relativ weitverbreitete Ansicht, dass Weine aus Übersee aus ökologischen Gründen zu meiden wären, vor allem wegen des CO2-Austosses. Verschiedene Studien zu diesem Thema zeigen, dass es nicht ganz so einfach ist. Denn auf der einen Seite kommt es beim Transport nicht nur auf die Distanz, sondern vielmehr auch auf die Transportart an: Am ökologischsten ist der Schiffstransport. An zweiter Stelle rangiert die Beförderung auf Schienen. Danach folgt mit bereits beträchtlichem Abstand der Transport per LKW. Das Schlusslicht unter den Transportarten bildet das Flugzeug. Auf der anderen Seite, und dies ist beinahe noch entscheidender, entfallen nur zwischen 7.5 und 15 Prozent des produzierten CO2 einer Flasche Wein auf den Transport. Die Produktion des Weins (inklusive der Kultivierung der Trauben) macht den viel grösseren Teil aus und auch die Produktion der Verpackungsmaterialen schlägt mehr zu Buche als der Transport. Es ist deshalb durchaus möglich, dass ein ökologisch produzierter Wein aus Australien oder Neuseeland eine um ein Vielfaches bessere Ökobilanz aufweist als ein Wein aus Europa.

Ebenfalls in der Region gross geworden ist das grösste, sich in Familienbesitz befindende australische Weingut Yalumba. Es wurde vor über 150 Jahren im Barossa Valley gegründet und setzt heute noch Massstäbe, was australischen Wein angeht. Zum einen produziert das Weingut seit sehr langer Zeit Weine von konstant hoher Qualität. Zum anderen ist Yalumba eines der wenigen Weingüter (und das einzige auf der südlichen Erdkugel gelegene), welches immer noch seine eigene Fassmacherei betreibt.

Aber auch in einer weiteren Hinsicht ist Yalumba ein Paradebeispiel für den Weinbau in Australien: in der Nachhaltigkeit. Schon seit Mitte der 1990er Jahre, als nachhaltiger Weinbau in Europa höchstens von ein paar Öko-Freaks praktiziert wurde, hat Yalumba ein eigenes Nachhaltigkeitsprogramm entwickelt, dank welchem das Unternehmen im Jahre 2007 als erstes Weingut den «Climate Protection Award» der US-amerikanischen Umweltbehörde verliehen bekam. 

Konkret setzt sich Yalumba für die Biodiversität ein, indem gezielt das Wachstum anderer Pflanzen in den Rebbergen gefördert wird, um den problematischen Monokulturen im Weinbau entgegenzuwirken. Des Weiteren besitzt Yalumba für jeden Hektar unter Rebe mindestens einen Hektar Land mit natürlicher Vegetation, wo das Unternehmen jedes Jahr hunderte von Bäumen pflanzt. Zu guter Letzt setzt sich das Gut auch für umweltverträglichere und effizientere Verpackungsmaterialien ein, was wiederum den CO2-Austoss des Produkts erheblich vermindern kann.

Weine aus der neuen Welt